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Mittwoch, 14. Februar 2018

2ab- Weizen- Werbestrategie oder wirklich wirksam?

Vor einigen Tagen habe ich hier geschreben, dass ich um Unterstützung bei FODMAP-armer Ernährung gebeten worden bin.
Mein Schützling ist sehr aktiv und hat mir einen Flyer zu einem sog. "2ab-Weizen" mitgebracht, welches von Natur aus weniger FODMAP beinhalten und frei von D-Glutensein soll.

Die Verkäuferin bei Bäckerei Becker hat gesagt, dass dieses Brot bei Reizdarm gut geeignet wäre. Meinem Schützling sind viele Informationen mitgegeben worden und er fühlte sich gut beraten und aufgehoben.
Ich habe ein bisschen zum Thema recherchiert und bin auf einen Beitrag von Professor Smollich genau zu diesem  Thema gestoßen.
Den letzten Satz seines Beitrags möchte ich hier gerne zitieren, weil ich der gleichen Meinung bin:
"...Welchen Anteil an der Symptomverbesserung die Botanik hat, und welchen die Ernährungspsychologie. Aber wenn es den Betroffenen – unabhängig von einem Mechanismus – damit besser geht, dann ist ja schon viel gewonnen."

Wer oder was heilt oder lindert hat für mich eine Berechtigung.


Als Info für euch den Flyer inklusive Barcode.




Zu diesem Beitrag wurde ich nicht aufgefordert und auch nicht bezahlt!

Sonntag, 11. Februar 2018

gelesen: "Ich koche"

90 leckere Rezepte aus der Gourmet-Küche- einfach selber zubereiten und genießen von Marcus Scherer;erschienen bei Europäische Verlagsanstalt/Die Hanse; ISBN: 978-3-86393-086-8; 
Preis: 19,90€


Wer, wie ich, 15 Jahre in einer Krankenhausküche gearbeitet hat und Patientenkontakt hatte, der weiß, wie sehr das Essen den Krankenhausaufenthalt bestimmen kann. Es kann zum Highlight des Tages werden, aber auch zum Aufreger. Nur als Beispiel: Zum  St. Agnes- Hospital in Bocholt gehört(e) eine eigene Gärtnerei und wir waren natürlich verpflichtet das Gemüse dann zu verarbeiten, wenn es Saison hatte. Das konnte dann zu einer Schwemme an Möhren werden, die auf irgendeine Art und Weise zum Einsatz kommen mussten. Das kam natürlich auch beim Patienten an und oft kam ein Anruf: " Kann bitte jemand zur Station kommen. Ein Patient ist mit dem Essen nicht zufrieden."
Meist kam im Gespräch heraus, dass dieser Mensch keine Möhren mehr sehen konnte.

Dies nur als kleines Beispiel, wie das Essen einen Patienten unzufrieden machen kann. Dazugehört oft auch der Eintopf am Wochenende (oft arbeitet nur die halbe Belegschaft) oder es schmeckt halt nicht wie zuhause.

Zurück zum Buch.

Das Israelitische Krankenhaus, spezialisiert auf Erkrankungen des Verdauungssystems, hat mit Marcus Scherer einen Meisterkoch eingestellt.

Die Philosophie dahinter: "Essen soll Genuss bereiten"

Das Budget, das seitens der Krankenkasse vorgegeben wird, stand zuallererst nicht im Vordergrund. Wie es sich mittlerweile für das Krankenhaus rechnet wird im Buch genauestens beschrieben.

Marcus Koch verzichtet auf sog. "Luxuslebensmittel", setzt auf saisonale und regionale Zutaten und dass er ein Freund der mediterranen Küche ist, das ist anhand der Rezepte zu sehen.

Das ist keine übliche Krankenhauskost. Wer hat in einem Krankenhaus schon einmal

Couscous mit Minz-Joghurt und Granatapfel gegessen  oder ein selbst hergestelltes Tiramisu?

Fleisch -und Fischgerichte sind nicht das große Thema dafür, dafür kommt Tofu zum Einsatz oder halt ein komplett vegetarisches Gericht.
Auch drei  "Lieblingsrezepte aus Mutters Küche" wie "Scherers Käsesahnetorte" (Gebäck und Desserts,auch dafür gibt es Rezepte) finden sich im Buch.

Ich finde das Kochbuch gelungen. Persönlich habe ich mir schon Marker ins Buch gesteckt, von Gerichten, die ich nachkochen möchte.

Es wäre schön, wenn es Krankenhäuser gibt, die dem Beispiel des Israelitischen Krankenhauses folgen würden.



*ICH KOCHE: 90 leckere Rezepte aus der Gourmet-Küche - einfach selber zubereiten und genießen

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Mittwoch, 7. Februar 2018

FODMAP-arme Kost- Unterstützung gefragt

Ich bin aus der Familie um Unterstützung gebeten worden. Da gibt es einen Menschen,der ständig Bauchschmerzen hat. An Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurde bereits alles getestet. Bis auf eine Fruktosemalabsorption (getestet mit 50 g Fruktose) ist nichs dabei herausgekommen. Die Karenzphase, die ich vor einigen Jahren begleitet habe (Zitat:"Du kennst Dich damit ja aus"), hat auch irgendwie nichts gemacht.
Besagte Person ist zu einem anderen Gastroenterologen gewechselt. Aus Sicherheitsgründen nochmal zwei Wochen Fruktosekarenz. Wieder nichts gebracht. Bauchschmerzen sind geblieben.
In dieser Zeit sind Laborwerte abgenommen worden und Stuhlanalysen gemacht worden.
Gestern nun das Ergebnis: Organisch alles in Ordnung.
ABER der Gastoenterologe hat wohl sehr gut erklärt, dass das Thema "Reizdarm" immer weiter in den Fokus rückt, dass man vielen Menschen mit unklaren Bauchbeschwerden Unrecht getan hat, weil in die Ecke "psychisch angeschlagen" gerückt.
Es sind wohl einige Dinge zur Sprache gekommen, wie eine sensiblere Reizleitung im Darm, andere Wahrnehmung und noch so einiges mehr.
All diese Erklärungen und die Diagnose hat jetzt dazu geführt, dass die vom Arzt vorgeschlagene FODMAP-arme Kost für 2-3 Wochen durchgeführt werden soll.
Ich weiß, dass diese Kostform bei einigen Kolleginnen und Kollegen in der Kritik steht.
Für mich zählt jetzt allein, dass ein Mensch motiviert ist etwas zu tun, weil er sich ernst genommen fühlt, weil ihm ein Arzt vermittelt hat, dass da etwas geht.
Das Gespräch lief zwischen uns schon ganz anders. Es wurde gefragt, was gekauft werden soll, ob glutenfrei wirklich nötig sei und noch einige Dinge mehr. Da war jemand motiviert.
Und so jemanden unterstütze ich natürlich gerne. Wir werden das Ernährungsmanagement gemeinsam besprechen.
Letztendlich entscheidend für mich ist, was hilft. Ich werde Nährstoffmängel im Blick haben und wie der Arzt wohl gesagt hat:" Die meisten Patienten spüren schon etwas nach einer Woche"
Ich bin selbst gespannt.



Donnerstag, 1. Februar 2018

Rezertifizierung und ein neuer Auftraggeber

Drei Jahre sind wieder um und ich habe beim VDD e.V. meine Fortbildungspunkte eingereicht für die Re-Zertifizierung. Da hat sich im Laufe der letzten drei Jahre doch ganz viel angesammelt was Fortbildungen angeht. Das Zertifikat, gültig bis 2021, war heute morgen im Briefkasten.
Danke für die schnelle Bearbeitung an die Kolleginnen in der Geschäftsstelle in Essen.
Ich habe die Namen und Unterschriften "gegrünt", damit da keiner Unfug mit treiben kann. Im Zeitalter von Bildbearbeitung bin ich da vorsichtig.
Außerdem kann ich berichten, dass ich am vergangenen Dienstag einen Vertrag mit der AOK Nordwest unterschrieben habe. In Coesfeld ist die Stelle frei geworden und ich bin gespannt, was mich jetzt alles erwartet. Ein paar Abläufe sind etwas anders wie ich das von meiner freien Beratung her gewohnt ist, aber ich darf Fragen stellen und lernwillig bin ich sowieso. ;-)
Ich bin total gespannt, was mich erwartet.
Ach ja, das bedeutet jetzt nicht,dass ichVersicherte anderer Krankenkassen nicht mehr berate. Nein, ich berate auch weiter im Auftrag anderer Krankenkassen.

Sonntag, 28. Januar 2018

Pflegenotstand



In den letzten Tagen habe ich den Notstand im familiären Umfeld miterleben müssen.
In meiner Familie gibt es Menschen, die in Krankenhäusern und Altenheimen arbeiten und wenn die erzählen, dann ist das schon gruselig.
Beispiel: An einem Morgen steht jemand auf der Station eines Pflegeheimes alleine da, da sich der Kollege kurzfristig krank gemeldet hat. Trotzdem müssen die alten Menschen versorgt werden.
2. Beispiel:Zu Besuch bei einem älteren Angehörigen  im  Krankenhaus.
Der Patient wurde als dritte Person  auf ein Zweibettzimmer zugeschoben und das hat sich während des kompletten Krankenhausaufenthaltes nicht geändert obwohl zwischenzeitlich andere Patienten entlassen wurden. Auch der sog. Tagesraum, indem sich Patienten mit Angehörigen zusammen setzen können, war mit Betten besetzt.
Die Krankenschwestern hasteten über den Flur, kein Blick nach rechts und links. An der Körpersprache war abzulesen:“Bitte sprich mich nicht an.“
Mir wurde auch durch den Patienten erzählt, dass die Pfleger „kurz ab“ waren. Keine überflüssigen Worte. Ein Mit-Patient, der nicht alleine zur Toilette konnte musste zum Teil 20 Minuten warten bis Unterstützung kam.
Im WDR habe ich zum Thema einen Beitrag gesehen. AlexanderJorde, der junge angehende Krankenpfleger, der Angela Merkel Paroli geboten hat, ist mit dem WDR auf Reisen gegangen um die Missstände aufzuzeigen. Bei den Negativbeispielen, die gezeigt wurden, möchte ich nicht krank werden.
In Erinnerung habe ich, dass es keinen Schlüssel dafür gibt, wie viele Pflegekräfte es für wie viele Patienten gibt. Allein bei Kitas ist das wohl geregelt.
Stand im Moment ist wohl, dass auf eine Pflegekraft  10 Patienten kommen.
Dass es auch anders geht zeigen uns die Norweger. 3,4 Patienten auf eine Pflegekraft. Zeit, Zuwendung sind hier kein Thema. Die Hierarchien sind anders. Pflegekräfte und Ärzte stehen sich auf Augenhöhe gegenüber.
Trockener Kommentar von Alexander Jorde: “Sprachkurs belegen.“
Die Politik ist gefragt. Es müssen Vorgaben her, die festgeschrieben sind. So könne  (Privat-)Kliniken nicht nur um des Geldes willen Patienten aufnehmen aber die Personaldecke dünn halten.
Es fehlen 70. 000 Pflegekräfte in der Krankenpflege. Wo sollen die auf einmal herkommen, wenn es solche Berichte gibt über schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung? Wer hat da noch Lust sich ausbilden zu lassen um dann irgendwann selbst durch den  Beruf  auszubrennen?
Die geburtenstarken Jahrgänge kommen so langsam in ein Alter, wo man an Krankheit und Pflege denken kann. Ich gehöre zu diesen Jahrgängen. Ich möchte aber bei Krankheit nicht darunter leiden müssen, dass unsere verantwortlichen Politiker da etwas verschlafen.
Ich habe einen Wahnsinnsrespekt vor den Menschen, die in die Pflege gehen, die den Beruf ausüben.
Da braucht es mehr Wertschätzung und eine bessere Vergütung um die Attraktivität des Berufes zu steigern. Wichtig ist mir, dass Menschen, die in der Pflege tätig sind, diesen Beitrag nicht als Angriff sehen. Ganz im Gegenteil.

Schaut euch den Beitrag an. Ich weiß nicht, wie lange er noch online ist.
 Bildquellenangabe: Paul-Georg Meister  / pixelio.de


Mittwoch, 24. Januar 2018

gelesen: "Basenfasten im Glas"

5 Zutaten 5 Tage 55 Rezepte von Elisabeth Fischer; erschienen im Kneipp Verlag Wien;
ISBN:978-3-7088-0728-7; Preis: 19€

Die Karnevalzeit rückt näher und damit auch die Fastenzeit. Für viele ein Anlass zu Fasten, egal in welcher Art.
Egal wie man zum Säure-Basen Haushalt steht, wobei für mich etwas" dran ist", wie man hier sagt. ;-): mir gefällt das Buch.
Die Rezepte bestehen zu 95% aus Gemüse, Früchten, Kartoffeln und Kräutern. Weniger Fleisch zu essen ist schon aus ökologischen Gründen gut.
In der Einleitung werden von der Autorin Anleitungen gegeben, wie man die Rezepte für sich nutzen kann. Es ist flexibel zu gestalten.
Beim Frühstück kann gewählt werden zwischen Porridge, Oats (=Haferflocken) oder Smoothies.
Mittags und abends gibt es eine Suppe oder einen Salat + 1 Portion Kartoffeln .Rezepte für Dressings fehlen auch nicht.
Wer nicht jeden Tag Kartoffeln essen möchte, der isst entweder die doppelte Menge Salat oder kombiniert den Salat mit 1/2 Portion Suppe. Anregungen, um das Ganze individuell zu gestalten, gibt es ausreichend.
Die Hauptgerichte haben ca. 300 kcal.
Jetzt zu den Rezepten.
Nicht mehr als fünf Zutaten , alles kann vorbereitet werden, in Gläsern transportiert werden.
Zu allem gibt es Kalorien- und Nährwertangaben.
Appetitliche Bilder machen Lust aufs Nachmachen.
Und liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ihr in der Betrieblichen Gesndheitsförderung tätig seid:
Die Rezepte sind auch als Anregung für diesen Zweck geeignet.
Aber bitte dann auch die Quellenangabe beachten. :-)
Ich habe mir schon Rezept ausgeschaut, die ich nachkochen und nachschnippeln werde.






* Basenfasten im Glas: 5 Zutaten / 5 Tage / 55 Rezepte  
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Sonntag, 21. Januar 2018

nachgekocht: Eier- Gemüse- Muffins

Das Rezept habe ich von meiner Tochter bekommen und ich musste das jetzt mal nachkochen, denn es sah lecker aus, eignet sich zur Resteverwertung und es ist etwas, was man mit in den Betrieb nehmen kann für eine gute Mahlzeit.
6 Eier werden mit 1 bis 2 Esslöffel Milch und 1 Teelöffel Mehl vermengt. Gewürzt habe ich mit Salz und Pfeffer aus der Mühle.
Eine Muffinform wird eingefettet und nach Belieben mit Zutaten gefüllt. Ich habe Papierförmchen in meine Muffinform gesetzt, da die Beschichtung meiner Form nicht mehr gut ist, aber das war nicht so ganz die optimale Lösung, da die Förmchen geklebt haben. Da muss etwas Neues her.
Ich habe genutzt: Lauchzwiebeln, Paprikastreifen, Champignons, geraspelte Möhren,Schafskäse,Kirschtomaten- alles gemischt ,nach Gefühl und schön bunt. Nicht zuviel einfüllen! s. Foto unten

Über dieses Gemüse wird die Eimischung gegeben  und bei 180° C für 20-25 Minuten gebacken. Danach auskühlen lassen und stürzen.

Für uns habe ich noch ein paar Bratkartoffeln dazu gemacht. Männer brauchen  manchmal etwas mehr.;-)

Disese Muffins schmecken mir warm, aber auch kalt und sind auch eine gute Mahlzeit ,um sie mit zur Arbeit zu nehmen.
Schreibt mir gerne, welche Zutaten Ihr noch genutzt habt oder nutzen würdet.
Viel Spaß beim Nachkochen.
Bildrechte: S. Hagedorn