Sonntag, 5. Dezember 2021

Das Wörtchen Toleranz…


…hat für mich gefühlt gerade Hochkonjunktur.
Überall wird nach Toleranz Personen, Taten, Empfehlungen und ich weiß nicht nach was noch allem gegenüber gerufen.
Am vergangenen Freitag (26.11.2021) wurde ich zum Nachdenken gebracht.
Ich schaue gerne die Sendung Kölner Treff im WDR. Dort erzählen bekannte und weniger bekannte Menschen über ihr Leben, ihr Tun, tauschen sich aus. 

Moderiert wird diese Sendung (meistens) von Bettina Böttinger.
An irgendeinem Punkt des Abends wurde von einer Person das Wort „Toleranz“ ausgesprochen und sofort schaltete sich der Mode-Designer Michael Michalsky ein und hat das Wort „Toleranz“ einmal von der eigentlichen Wortbedeutung aufgedröselt.
Es geht beim „Tolerieren“ um nicht mehr als etwas zu „dulden“. Mit dieser Bedeutung verliert das Wort „Toleranz“ für mich an Kraft.
Michalsky`s Statement war: 

„Ich will nicht toleriert, ich will akzeptiert werden!“

Hier findet Ihr Synonyme zum Wort "Akzeptanz"

Ich habe bewusst die Definitionen bzw. die Synonyme aus dem Duden genommen, weil es bei Wikipedia anscheinend gerade ein Problem mit den Beiträgen zu diesen Worten gibt.
Wie geht Ihr mit diesen beiden Worten um? Wie ordnet Ihr sie ein? Gibt es für Euch überhaupt einen Unterschied?
Wobei mir gerade noch ein anderes Wort in den Kopf kommt, nämlich das wort "Respekt".

Ich wünsche Euch einen schönen 2. Advent.


 



Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mittwoch, 1. Dezember 2021

gelesen: Warum ist heute mein bester Tag?

Wer sich verändert verändert sein Leben. 12 Monate mit 12 Wegen zu Glück, Selbst-Wirksamkeit und Erfolg
Nicolai Stickel (Hrsg.); erschienen  im Lutzi Verlag Allgäu: ISBN: 97833942966399; Preis: 59,00€


Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. In der Ankündigung hieße es das sich das Buch als Lese- und Arbeitsbuch, als Inspirationsbuch und als Geschenkbuch eignet. Es ist auch ein immerwährender Kalender.
Als unser Postbote mir das Paket übergab habe ich nicht an dieses Buch gedacht, denn ich hatte viel Gewicht in der Hand.
Das Buch war sehr liebevoll verpackt und mit einem persönlichen Anschreiben des Lutzi- Verlags versehen.
Dieses Buch hat ungefähr DIN A4-Format (nachgemessen habe ich nicht) und bringt 2,3 kg auf unsere Waage. Damit muss man arbeiten wollen.
Jeder Monat steht unter einem Thema:

Januar: Persönlichkeit
Februar: Freiheit
März: Einstellungen
April: Mut
Mai :Glück
Juni: Beziehungen
Juli :Handeln
August: Kommunikation
September: Achtsamkeit
Oktober: Leistung
November: Kraft und im  
Dezember: Ausstrahlung

Wirklich tolle Themen.

Jeder Monat wird von einer anderen Künstlerin/ einem anderen Künstler begleitet. Wunderschöne Bilder.
Zu jedem Wochentag gibt es eine kleine Übung und es finden sich  sehr schöne Geschichten, die zum Nachdenken anregen.
Der Verlag hat nicht zu viel versprochen wenn in der Beschreibung steht:

„Im deutschsprachigen Raum eines der aufwendigsten Gesamtkunstwerk zur Persönlichkeitsentwicklung.“

Ich überlege für mich noch wie ich mit diesem Buch umgehen werde, weil ich einen Platz finden möchte, wo ich es schnell zur Hand habe. Mal eben schnell funktioniert nicht bei 2,3 kg. 😉 Aber "mal eben schnell" ist auch nicht der Sinn der Sache.
Hier für Euch der Link für den Blick ins Buch.(Daran verdiene ich nichts) Hier findet Ihr auch ein paar der schönen Bilder/Fotos/Grafiken/Zeichnungen. 



Leider habe ich keine Möglichkeit für einen Cover- Download gefunden. In Wirklichkeit geht die Coverfarbe mehr ins rötliche.

Sonntag, 28. November 2021

Klienten und ihre Ziele


Mit diesem Titel sind wir am vergangenen Wochenende in den 3. Teil unserer Ausbildung zum NLP-Practitioner gestartet.
Anja Schneider hatte uns im Vorfeld mit schriftlichem Material versorgt, aber das dient uns dann zum Üben.
Wir sind nämlich wirklich im Tun und dieses Mal ging es um die „Walt- Disney- Strategie“ und das Arbeiten mit der „Ziel-Timeline“
Bei beiden Formaten arbeiten die Klient*innen und als Coach leite ich sie durch diesen Prozess.
Wir haben alle Ziele im Leben, aber es gibt dann oft das „Stimmchen“ im Ohr, das warnt. Dann schreckt man vor dem Plan zurück. Wir möchten nämlich Sicherheit in unserem Tun.
Aber auch das „Stimmchen“ möchte uns nur Gutes tun. Deshalb hat es seine Berechtigung. Wenn das bewusst ist, dann kann ich damit arbeiten.



Ich bin sehr froh, dass ich mittlerweile so einige Formate zur Verfügung habe, die ich meinen Klient*innen anbieten kann so dass sie erkennen können wie sie auf den Weg zu kommen.
Das mal kurz und knackig. Im Februar geht es weiter. Ich freue mich schon drauf. Auch wenn diese Wochenenden sehr lang sind, es bringt auch mir sehr viel.

Ich wünsche Euch allen einen schönen 1. Advent. 


 




Mittwoch, 24. November 2021

gelesen: Wenn Du einen Traum hast

von Bas Kast mit Illustrationen von Sofiya Usach; erschienen bei C. Bertelsmann:
ISBN:
978-3570104576, Preis: 22,00 € 

Der Autor Bas Kast war mir bisher nur durch seine Bücher "Der Ernährungskompass" und dem dazugehörigen Kochbuch bekannt. 

Umso überraschter war ich als mir vom Verlag dieses Buch angeboten wurde in dem es um die Erfüllung von Träumen geht. Träume haben wir doch alle.
Es ist ein Bilderbuch für Erwachsene, aber auch Kinder kommen damit zurecht. Mit einem Bilderbuch hatte ich jetzt wirklich nicht gerechnet. Wahrscheinlich, weil ich Bas Kast mit den Ernährungsbüchern verbinde.

Es wurde mir vom, ich nenne es jatzt mal schriftlichen Inhalt, nicht viel Neues vermittelt.
Es geht darum an seine Träume zu glauben, sich mit einem Freund auf den Weg zu machen,sich nicht von Hindernissen abhalten, auf seinem Weg zu bleiben.

Was mich fasziniert hat sind die Illustrationen von Sofiya Usach. Die haben mich wirklich berührt. Sie strahlen so viel Liebe und Zuversicht aus. Mein erster Gedanke, als ich durchgeblättert habe war:

" Was für süße Bilder."

Das ist jetzt alles was ich dazu schreiben kann. Das Buch eignet sich vielleicht als Geschenk für jemanden, der sich gerade "selbst verloren" hat, einen Traum leben möchte und nicht so richtig weiß wie es weitergehen soll. Als kleine Unterstützung und als Mutmacher.

Hier der Link für den Blick ins Buch (kein Cent für mich).
Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung hat.

P.S. Ein sehr  schwergewichtiges Buch stelle ich Euch hier noch vor. Dann ist erst einmal Schluss mit Neuerscheinungen vor Weihnachten.



Sonntag, 21. November 2021

Beratungsberichte für den Arzt

Für mich gerade ein sehr wichtiges Werkzeug um meinen Patient*innen weiterzuhelfen wenn allein die Ernährungstherapie nicht  weiterbringt.
Ich habe schon oft solche Berichte geschrieben weil mir Patient*innen oft mehr erzählen als dem Arzt, oft auch weil ich ein bisschen mehr Zeit habe.
Viele Ärzte wissen das auch zu schätzen, das habe ich gerade in der vergangenen Woche erlebt.
Es ging um eine Patientin, die den ganzen Tag isst, auch nachts. Sie hat mir sehr viel aus ihrem Familienumfeld erzählt und ich habe mir angewöhnt bei solchen Erzählungen wenn irgend möglich wortwörtlich mitzuschreiben.
Bei dieser Patientin habe ich schnell gemerkt, dass ich da an meine Grenzen stoßen werde.
Ich habe eine Zusammenfassung für den behandelnden Arzt geschrieben. Matürlich habe ich mir vorher eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben lassen.Ohne diese Einwilligung kann ich nichts schreiben.
Kurz drauf hat mich der behandelnde Arzt angerufen, sich für meine Arbeit bedankt und hat direkt aus meiner Ernährungsdiagnose eine medizinische Diagnose gestellt. Das ist der Sinn eines solchen Beratungsberichtes.
Wir haben beide das Wohl der Patient*innen im Blick.

Was natürlich auch noch eine Folge solch eines Kontaktes sein kann: Der Arzt hat mich "auf dem Schirm". Ein Tool für die Eigenwerbung. 😉 Aber das ist nicht meine erste Priorität.


Ich wünsche Euch allen einen entspannten Sonntag. Nächste Woche folgt etwas zum 3. Block der Ausbildung zum NLP-Practitioner. 




Bild von janeb13 auf Pixabay

Mittwoch, 17. November 2021

gelesen: Körpergeflüster

 Der persönlichen Lebensmelodie folgen
von Katrin Jonas, erschienen im Innenwelt  Verlag: ISBN: 978-3-947508-53-2; Preis: 18,00€

Von Katrin Jonas habe ich Euch hier schon zwei Bücher vorgestellt.
Zum einen das Buch "Nackt" und zum zweiten das Buch "Die bewegte Frau".

Beide Bücher haben mich schon sehr beeindruckt und passen gerade jetzt, wo ich mich verstärt dem Thema "Wechseljahre" widme gut.
In diesem Buch stellt die Autorin 48 BodyWareness und Meditationsübungen vor.
Worum geht es genau? Es beginnt mit Atemübungen. Das nutze ich selbst gerne um in die Ruhe zu kommen.
Es geht um Bewegungsübungen, Herzübungen und auch Meditationsübungen. 48 Stück an der Zahl.
Die Empfehlung von Frau Jonas lautet: Jede Übung nacheinander für sich selbst zu testen. Ich habe jetzt nur gelesen und noch nicht getestet oder geübt wobei mir einige Übungen aus dem Yoga schon bekannt sind.

Ich habe gerade einige Klientinnen in der Beratung, die das Gefühl für sich verloren haben. Da sind solche Übungen ein kleiner Schritt um wieder ins Körpergefühl zu kommen.
Sollte es sich allerdings um ein Trauma handeln, dann bitte von ausgebildeten Therapeutinnen und Therapeuten begleiten lassen.

Ich denke da gerade an mein trauriges Mädchen, mit der ich den sogenannten "Sicheren Ort", ein Format aus dem NLP, kreieren wollte. Es hat nicht funktioniert, weil dieses Kind nicht mal wusste, was die Lieblingsfarbe ist. Wie soll man sich da spüren?

Zurück zum Buch. Wir sollen und müssen mehr auf unseren Körper hören. Er schickt uns ständig Signale, die aber oft überhört werden im ganzen Gewusel des Alltags. 

Da helfen solch kleine Übungen sehr um wieder bei sich anzukommen.
Jetzt werde ich noch einmal von vorne mit dem Buch beginnen und die Übungen wirklich ausprobieren. Danach filtere ich dann was für mich persönlich passt und auf was ich mich vielleicht nicht einlassen kann.
Hier der Link zu einer Leseprobe (an diesem Link verdiene ich nichts).

Diese Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung hat. 




Sonntag, 14. November 2021

Schaut doch bitte genau(er) hin!

Es ist gerade wirklich ein Trend einem Menschen der zahlenmäßig (damit meine ich die Zahl auf der Waage) als adipös gilt zu einer bariatrische Operation zu raten.
Aus diesem "Rat" wird leider manchmal dann eine Bedingung um eine Weiterbehandlung zu bekommen.
Ich erkläre es an einem Besipiel aus meiner Beratungspraxis:
Patientin, Mitte 50, die mich mit leicht aggresivem Ton angerufen hat weil sie eine Notwendigkeitsbescheinigung bekommen hat und sich auf eine bariatrische Operation vorbereiten soll. Der letzte Satz ging sinngemäß in die Richtung, dass diese Patientin keinen Sinn in solch einer Operation sieht.
In der vergangenen Woche hatten wir den Termin und ich kam ins Grübeln als diese Frau auf mich zugelaufen kam. Sie wirkte auf mich immer noch leicht aggressiv,speziell von der Mimik her.
Zu Beginn ein bisschen Smalltalk um in die Beratung zu starten und ich habe mir diese Frau genau angeschaut. Schmale Finger, schmales Gesicht, auch der Hals war nicht "schwammig". Ich habe diese Frau dann mal gebeten aufzustehen und da war deutlich zu erkennen, dass diese Frau wohl ein Lip- und/oder Lymphödem hat. Ab der Hüfte wurde sie breit und das meine ich nicht despektierlich.

Ich habe ihr meine Einschätzung erzählt, habe ihr dazu geraten das aber bitte durch einen Facharzt abklären zu lassen, weil ich es nur als Einschätzung habe und ich bin keine Ärztin.
Was diese Frau mir dann erzählt hat hat mich wirklich erschüttert, besonders weil sich diese Sätze bei ihr massiv eingegraben haben.
Ein Beispiel dafür zum Führen eines Ernährungstagebuches:
"Wenn Sie das dann aufschreiben, dann schreiben Sie auch ruhig die Tafel Schokolade mit auf, die Sie jeden Tag essen."

Schubladendenken!!! Sie isst überhaupt keine Tafel Schokolade am Tag.Es wurde einfach unterstellt. Ihr kamen beim Erzählen schon die Tränen.

Da kamen noch mehr Sätze, die diese Frau wirklich verletzt haben und auf ähnliche Fragen habe ich dann in der Anamnese verzichtet. Sie waren für mich sowieso nicht mehr relevant.

Wir sind jetzt so verblieben, dass sie  einen Termin beim Facharzt  abspricht um abzuklären ob es sich wirklich um ein Lipödem handelt.
Sie schreibt ein Ernährungstagebuch, das ich dann analysieren werde und danach werde ich  einen Beratungsbericht schreiben mit dem diese Frau zum behandelnden Arzt gehen kann.
Eine Patientin mit Lipödem braucht keine bariatrische Operation. Das krankhafte Fett nimmt sie damit nicht ab.

Was mich wirklichgeärgert hat ist, dass zwei Ärzte (wahrscheinlich) nicht gesehen haben was hinter dieser hohen Zahl auf der Waage steckt. 

Ich wünsche mir den Blick auf den kompletten Menschen.




Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay