Donnerstag, 2. April 2020

„Ich bin vollkommen neben der Spur“

So lautete gestern die Überschrift aus einer Mail.

Als Info vorneweg: Ich biete meinen Klienten auch nach Beendigung der offiziellen Beratung an, dass sie sich weiterhin mit kurzen Fragen an mich wenden können. Das ist für mich Service.
Bisher wurde das noch nie so wirklich genutzt.
Gestern kam dann diese Mail einer Klientin die ich im vergangenen Jahr betreut habe.
Es ging um´s Abnehmen und nach fünf Terminen hatte die Klientin selbst das Gefühl, dass sie klar kommt.
Der Text der Mail  war sehr lang, wenn ich meine Antworten getippselt hätte, dann hätte das alles viel Zeit gekostet, auch weil die Tastatur meines Laptops zwischenzeitlich mal hakt.
Ich habe mir die Telefonnummer herausgesucht und angerufen.
Ich hatte eine weinende Klientin am Telefon, die durch die Berichterstattung über den Coronavirus und alles was damit zusammenhängt wirklich neben der Spur war. Sie hatte sich irgendwie selbst verloren und auch wieder etwas zugenommen.
Wir haben eine Zeit lang telefoniert, ich habe ihr Rückmeldung gegeben und am Ende kam die Rückmeldung, dass sie sich etwas entspannter fühle.
Bevor ich das Telefonat beenden konnte kam dann noch der Hinweis, dass die Klientin darauf besteht, dass ich ihr eine Rechnung für ein halbe Stunde Beratung zuschicken soll. Sie wüsste zu schätzen, dass ich meine Zeit für sie gegeben habe und sie könnte sich vorstellen, dass es für unsere Berufsgruppe gerade auch nicht so einfach wäre.
Das tat mir dann wieder gut. Das habe ich als sehr wertschätzend empfunden. Danke dafür.

Bleibt alle gesund und: Bleibt zuhause!


Bild von Lars_Nissen auf Pixabay

Montag, 30. März 2020

Wenn sich die Spreu vom Weizen trennt

Ich lerne gerade Menschen auf einen andere Art und Weise kennen- nämlich in einer Ausnahmesituation, in der wir uns aber alle befinden.
Es geht, wie sollte es anders ein, hier auch mal wieder um die Zeit während der sog. Corona- Krise.

Wir sitzen alle doch mehr oder weniger zuhause, können nicht das tun, was wir sonst gewohnt sind und das verursacht natürlich auch Stress.
Ich vermisse auch meine sozialen Kontakte. Meine Tochter sehe ich auch nur noch über WhatsApp- Video-Telefonie. Sie bleibt in den eigenen vier Wänden und ihre Oma nicht zu gefährden.

Natürlich sind auch die sozialen Netzwerke gerade übervoll, weil wir auch die Möglichkeit haben damit in Kontakt zu kommen und uns dort auszutauschen. Alles gut. Dafür sind diese Plattformen auch da.
Trotzdem habe ich festgestellt, dass Menschen, die ich über diese Netzwerke schon seit Jahren "kenne" sich verändern.
Sie posten Filmchen, Aussagen, die für mich in die Richtung "Verschwörungstheorien" gehen.
Ich halte mich an Fakten. Ich halte mich an das, was mir von unserer Regierung vorgegeben wird. Ich bleibe zuhause, fahre zu meinem wöchentlichen Einkauf am Anfang der Woche raus und ansonsten halte ich mich an das was mir vorgegeben wird.

Was auch spürbar ist, dass sich der Ton in manchen Gruppen oder auch im privaten Austausch verschärft. Macht sich bei einigen eine Art Lagerkoller breit, sind sie nicht stressresistent? Ich weiß es nicht.
Ich wünsche mir in manchen Augenblicken auch mein gewohntes Leben zurück,aber wenn die Maßnahmen die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und das einen positiven Effekt auf das Leben der Menschen hat, dann mache ich das.
Ich möchte noch einmal zurück kommen auf diesen verschärften Ton: Ich erkläre und schreibe das gebetsmühlenartig immer wieder, wenn es um den Umgang mit den sozialen Netzwerken geht:
" Am anderen Ende der Leitung sitzt ein Mensch."
Es gibt auch noch so einen Satz, den ich mir als Kind häufig anhören musste:
"Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu."´
Übertragen auf Kommentare und Postings: Möchte ich das, was ich da gerade in die Tastatur haue von jemandem persönlich ins Gesicht gesagt bekommen?
Wir sitzen doch alle in einem Boot.
Also nutzen wir doch diese Zeit um konstruktiv miteinander umzugehen.

Ich habe auch kein Problem damit mich von bestimmten Menschen zu"entfreunden", wie sich das nennt.
Gemeinsam erreichen wir aber mehr!
Bleibt gesund und es kommt eine Zeit nach Corona!




Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Samstag, 28. März 2020

gelesen: Geschmacksrevolution Fermentieren

Gemüse und Obst easy und abwechslungsreich
Von Ingrid Palmetshofer, erschienen im Kneipp-Verlag; ISBN: 978-3-7088-0780-5; Preis: 25€


Woran denkt Ihr, wenn Ihr das Wort „Fermentieren“ hört? An Sauerkraut oder an Omas sauer eingelegt Gurken?
Das gehört auch dazu, aber nachdem ich das Buch gelesen habe war mein erster Gedanke:
„Fermentieren ist eine Kunst und das muss man beherrschen.“
Die Autorin nennt sich selbst „Fermentista“. Vielleicht in Anlehnung an das Wort „Barista“ für die Kaffeekünstler?
Letztendlich egal.
Was für mich wichtig ist: Fermententierte Lebensmittel bieten unseren Darmbakterien ein sehr gutes Futter, allerdings weist die Autorin darauf hin, dass man sich langsam an diese Lebensmittel ran tasten soll, damit sich der Darm daran gewöhnt.
Auch hinstaminintolerante Menschen sollen dies tun.
Es ist beim Lesen zu merken, dass Frau Palmetshofer für das Fermentieren brennt, aber das Buch ist sachlich geschrieben, nichts von Super- Food zu finden, keine Heilsversprechen. Sehr angenehm.
Ich mag die bebilderten Anweisungen und zwar alle Schritt für Schritt, gut nachzuvollziehen.

Und dann der Rezeptteil, angelegt nach den Jahreszeiten. Obst und Gemüse angefangen beim Frühling bis in den Winter. Wusstet Ihr, dass man die sog. „Fichtenwipfel“ (Fichtenknospen) fermentieren kann?
Dieses Buch macht wirklich Lust darauf mit dem Fermentieren zu beginnen, allein mir fehlt es noch an der richtigen Ausstattung. Warum welche Behältnisse und Arbeitsmaterialien wichtig sind, alles gut beschrieben. Gutes Arbeitsmaterial garantiert einen Erfolg.

Weitere Infos könnt Ihr Euch noch im sog. Blubbergarten  suchen.
All diejenigen, die sich für das Fermentieren interessieren, sollten sich  den Kauf dieses Buches durch den Kopf gehen lassen.
Ich stelle Euch den Link  Blick ins Buch hier ein aber mit der Bitte den örtlichen Buchhandel zu stärken, gerade in diesen Zeiten.
Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, das hatte aber keinen Einfluss auf meine Meinung
Bleibt gesund!
Die Bildrechte liegen beim Verlag.

*Geschmacksrevolution Fermentieren: Obst und Gemüse easy und abwechslungsreich

(*Affiliate-Link)

 Abonniert gerne meinen Blog, dann verpasst Ihr garantiert keinen Beitrag. ;-)

Montag, 23. März 2020

Mein Wocheneineinkauf- total entspannt

In einem meiner letzten Beiträge hatte ich davon geschrieben, dass ich einen Einkauf pro Woche mache.
Das habe ich heute gemacht mit einem langen Einkaufszettel, da ich auch noch für meine Schwiegermutter einkaufen gehe.
Gestern war erst einmal Nachdenken angesagt: Was möchte ich wann kochen?
Ich hatte Euch von dieser Gewohnheit schon mal hier  (letzter Absatz) berichtet.
Dieses Mal ging es um die komplette Woche, sonst kaufe ich bis zum Donnerstag ein und den Rest fürs Wochenende kaufe ich dann freitags.
Es war ein sehr schönes und entspanntes Einkaufen. Kein Geschäft war überlaufen, alle hielten den vorgeschriebenen Abstand, der aber in allen Geschäften auch markiert war.
Und alle Menschen, die mir begegnet sind hatten ein Lächeln im Gesicht. Auch die Verkäuferinnen wirkten entspannt(er).
Auf eine Sache bin ich allerdings angesprochen worden: Mein Bananeneinkauf und wie ich das gemanged bekomme, dass die nicht schwarz werden.
Wir trinken nämlich jeden Tag Bananenkefir.
Den Kefir setze ich mit einem Pilz selbst an und dann kommt eine pürierte Banane dazu.

Eine Möglichkeit des Haltbarmachens habe ich hier schon einmal vorgestellt. Das funktioniert sehr gut.
Einen anderen Teil werde ich einfrieren. Wie das funktioniert, das könnt Ihr dann bei Instagram sehen. Aber natürlich wird das dann auch bei Facebook geteilt.

Wenn jetzt noch die Klopapierhysterie endet, dann kann es entspannter nicht sein.Ich hoffe,das bleibt im Laufe des Tages und der Woche auch noch so.
Was auch gut fürs Gemüt ist: Farbe in die Wohnung.Wenn Ihr bekommen könnt, kauft Euch einen Blumenstrauß. Im Moment ist das leider nur beim Discounter möglich.
Meine Tulpen halbiere ich immer, dann stelle ich sie in eine Vase und sie wachsen langsam aus der Vase heraus.
Ich wünsche Euch eine gute Woche. Nutzt das schöne Wetter für einen Spaziergang (so wie vorgeschrieben), Fentserputzen können wir immer noch. ;-)
Und gaaanz wichtig: Bleibt gesund!

Mein kleiner Buddha schickt Euch liebe Grüße.

Donnerstag, 19. März 2020

„Wir haben es in der eigenen Hand!“


Keine Sorge, ich  schreibe jetzt nicht von Portionsgrößen für eine gesunde Ernährung.
Es muss einfach etwas raus, was mir auf dem Herzen liegt. In diesem Moment habe ich noch keine Nachrichten gehört, noch keine Zeitung gelesen und mich auch noch nicht in den sozialen Netzwerken aufgehalten. Stand der Dinge ist mir gerade unbekannt, aber Neuigkeiten bekomme ich nachher mit.
Meine Reichweitereicht nicht dazu aus um mich Influencer nennen zu können , aber ich hoffe, dass meine Gedanken auch die Menschen erreichen, die ich erreichen möchte.
Frau Merkel hat gestern gesagt, dass wir es selbst in der Hand haben, wie es weitergeht. Es gab gestern keine Ankündigung für eine Ausgangssperre, aber ich habe es als letze Mahnung interpretiert.
Im Moment ist es nicht an der Zeit uns in Parks, an Seen etc. zu treffen um es uns gemütlich zu machen. Shopping- Center sind als Treffpunkt auch nicht zielführend.
Ich stelle gerade meine Gewohnheiten um. Am Sonntag werde ich mich hinsetzen, meinen Speiseplan für die komplette Woche planen und danach einkaufen gehen. Dann muss ich wahrscheinlich nur einmal in der kommenden Woche raus.
Bei Instagram findet Ihr meine Ideen, die ich so gerade habe um Vorratshaltung zu betreiben.
Soziale Kontakte einzuschränken, das ist schon eine drastische Maßnahme, aber eine Ausgangssperre wäre für mich jetzt zwar nicht schlimm, aber wenn alles sich vernünftig verhalten, dann muss es nicht dazu kommen.
Diejenigen, die dann meckern, das sind wahrscheinlich diejenigen, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben. Und damit meine ich die versteckte Ankündigung unserer Kanzlerin und nicht das Virus. Die Politik hat Möglichkeiten solche Maßnahmen anzuordnen. Wie es mit dem Virus weitergeht, dass weiß kein Mensch.
Uns Deutschen wird immer Disziplin nachgesagt. Dann machen wir das doch mal.
Wir haben es wirklich in der eigenen Hand. Ich gebe mein Bestes dazu und das erwarte ich von jedem von uns. Jeder von uns hat Verantwortung für andere!
Ich bin mir sehr sicher, dass wir diese Krise meistern werden und das geht am Besten gemeinsam und das ohne Angst  oder Panik.
Bleibt gesund!


Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Samstag, 14. März 2020

Was ich jetzt mache!

Gestern (Freitag) bin ich mit vielen Fragen ins Bett gegangen.
Gestern war ein Tag an dem sich die das Leben gefühlt komplett verändert hat.Wann hatten wir schon einmal mit Schulschließungen zu tun? Wann wurden wegen eines Virus Grenzen geschlossen?
Wir alle kennen solche Situationen nicht und alles was wir nicht kennen, das kann Angst machen.
Ich möchte aber nicht in Angst leben, denn Angst lähmt und schwächt dann auch noch das Immunsystem.
Gestern war ich erstmal damit beschäftigt die Termine für eine Krankenkasse abzusagen bzw. auf Telefonberatung umzustellen. Ich bin nur auf Verständnis gestoßen. Ich bin auch darum gebeten worden mich nach einem entsprechenden Zeitraum zu melden. So habe ich für die Zeit nach Ostern schon eine Telefonliste erstellt.
Wenn möglich werde ich andere Beratungen telefonisch durchführen. Mit ein bisschen Organisation funktioniert das auch.
Natürlich gibt es auch Klienten, die im Moment lieber keine  Beratung möchten. Dann ist es so.
Ich kann niemanden zwingen.
Ich muss mich auf das verlassen was die Fachleute auf diesem Gebiet(z.B.die Virologen)für richtig halten.
Aber ich möchte bei mir bleiben. Ich möchte mich nicht von Fernsehberichten, (Fake-) News im Netz kirre machen lassen.
Ich brauche meine Energie und wenn ich jetzt mehr freie Zeit habe, dann widme ich mich Projekten, die ich schon länger vor mir hergeschoben habe.
Im privaten Bereich möchte ich gerne  mal anders kochen. Weniger Fleisch, mehr Gemüse- in die Richtung Darmgesundheit. Dazu gehören dann aber nicht unbedingt Nudeln, sondern Kartoffeln oder Gemüsenudeln und das aus frischen Zutaten.
Ich werde neue Rezepte ausprobieren, diese dann vielleicht auch mal fotografieren. Wer weiß, was ich damit noch machen kann.
Bürokram kann ich wegarbeiten. Bücher lesen, die schon ewig ungelesen rumliegen. Studien lesen, die ich mir erst einmal übersetzen muss.
Neue Projekte weiter verfeinern und  auf den Weg bringen.
Solidarität ist gerade ein großes Thema.  Wir arbeiten mit Menschen und ich bin gespannt wie wir alle mit diesem Thema umgehen und was wir letztendlich daraus machen auch für die Zukunft.
Ich glaube, diese Situation wird uns verändern und ich hoffe positiv.
Bleibt gesund!



Bild von StockSnap auf Pixabay

Freitag, 13. März 2020

Coronavirus- keiner kommt drumherum

Es ist nun mal so und wir müssen uns damit abfinden, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden.
Ein kleines Virus namens Corona hält unsere Welt in Atem.
Es werden News über die sozialen Netzwerke vermittelt, die dann wieder als Fake-News entlarvt werden.
Wir bekommen sehr viele Infos, vielleicht manchmal schon zu viele, die dann wiederum kommentiert werden, wobei ich dann oft nicht weiß, ob das wirklich dem Ursprungsgedanken entspricht.
Un meinem Facebook- Profil habe ich schon kurz geschrieben, dass ich bei Anfragen wegen einer Beratung viel Unsicherheit bemerke und das wird sich nicht ändern.
Ich berate mobil, d.h. ich besuche meine Klienten zuhause.
Wo komme ich hin, auf wen treffe ich?  Das gilt natürlich auch im umgekehrten Fall. Das gilt auch für Kollegen und Kolleginnen,die eine Praxis haben und dort ihre Klienten beraten.

Ich halte auf jeden Fall alle Hygieneregeln ein, ich wasche mir regelmäßig die Hände. Ich gebe niemandem die Hand und halte Abstand. Ich war in keinem Risikogebiet und hatte noch nicht
mit einem Coronainfizierten zu tun.

Ich verfalle nicht in Panik, auch wenn ich sehr erstaunt war, als ich am vergangenen Montag bei Aldi einkaufen ar. Um kurz nach 8 Uhr waren schon alle Kassen besetzt. Warum? Es gab Desinfektionsmittel. Am Vorabend habe ich mich schon über diese Produkte informiert. Sie wirken gegen 99% aller Bakterien und sind nur gering viruzid. Das bedeutet: sie wirken nicht gegen Viren oder nur minimal.
Wir haben es aber mit einem Virus zu tun!
Unsere Aldi-Filiale hat diese Mittel an den Kassen ausgegeben und auch nur in haushaltsüblichen Mengen. Gute Entscheidung! Allerdings taten mir die Kassiererinnen leid. Die mussten sich einige böse Kommentare anhören.

Was kann ich jetzt anbieten, wenn jemand sich unsicher ist, ob er eine Beratung durchführen möchte?
Es gibt Mittel und Wege sich über Internettelefonie auszutauschen.
Ich habe gerade erst mein Programm auf den neuesten Stand gebracht.
Wie der genaue Ablauf dann ist, das kann bei mir erfragt werden.

Bleibt alle gesund!
Bildrechte: S. Hagedorn