MünsterBLOG

Gelistet bei:


Samstag, 4. August 2018

Frei(e)- Zeit, Urlaub, Auftanken

Wochenende, das heißt für mich auch: Ab Montag für drei Wochen Urlaub, freie Zeit, Akku aufladen.
Es gab mal eine Zeit für meine Arbeit, die man als Sommerloch benennen kann. Das war meist um den Beginn der Sommerferien herum. Das gibt es aber nicht mehr.
Ich hatte bis jetzt noch viel Termine und jede/r, der bei diesen Temperaturen arbeitet oder gearbeitet hat, der weiß, wie kräftezehrend das sein kann. Da fällt das Denken schon mal schwer(er).
Die kommenden drei Wochen werde ich nutzen um mich um mich und meine Lieben zu kümmern, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen- Akku aufladen halt.
Ich kann mit den tropischen Temperaturen der vergangenen Zeit nicht so gut umgehen. Ein Großteil meiner Klienten aber auch nicht. Danke für jedes angebotene Glas Wasser. ;)
Ob ich in den sozialen Medien aktiv sein werde weiß ich noch nicht, ob ich im Blog etwas schreibe, mal sehen. Falls mir ein Thema vor die Füße fällt, dann vielleicht. Ansonsten arbeite ich das nach meinem Urlaub auf.  Ich arbeite nicht mit Redaktionsplan. Und wenn Ihr mal drei Wochen hier nichts lest wisst Ihr warum.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Zeit und bleibt gesund.
Bildrechte: S. Hagedorn

Freitag, 20. Juli 2018

Ich kann die Welt nicht retten

Das kommt immer mal wieder vor, dass ein Klient keine Ernährungsumstellung, auch aufgrund einer Erkrankung, nicht wünscht. Ich glaube, jede Kollegin, jeder Kollege weiß, wovon ich spreche.
Da ist das Essverhalten mehr als schlecht, eine Mangelernährung ist schon zu erkennen, aber eine vorgeschlagene Ernährungsumstellung ist nicht gewünscht. Da kann ich noch so kleine Schritte anbieten, wenn ein Nein kommt, dann heißt das Nein. Im Blog von Natalia Fistera gibt es einen Beitrag, der heißt:"Nein ist ein ganzer Satz".
Auch schon erlebt: Nach bariatrischer Op den BMI nicht gesenkt sondern weiter erhöht.
Natürlich stelle ich mir dann die Frage:
"Warum nicht? Durch eine Ernährungsumstellung ist es doch einfach etwas zu tun."
Ja, für uns. Für den Klienten gerade mal nicht. Vielleicht gibt es noch andere Probleme und das Essen ist zweitrangig?
Ich muss mich da dann auch rausnehmen und mir sagen, dass jeder Mensch für sich und für seine Gesundheit selbst verantwortlich ist.Eigenverantwortung, Selbstbestimmung.
Ich sehe mich als Unterstützer, als Ratgeber. Aufdrücken (dummes Wort), das steht mir nicht zu.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende und bleibt gesund.
Bildquelle:Pixabay

Donnerstag, 12. Juli 2018

Wenn auf einmal Tränen fließen


Ja, das passiert gelegentlich während eines Beratungstermins und das ist für mich in Ordnung.
Oft sind es kleine Fragen, die einen Damm brechen lassen, oft bei Klienten, die wegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm oder anderen Magen-Darm- Problemen Termine absprechen.
Denen ist im wahrsten Sinne des Wortes etwas „auf den Magen geschlagen“ , „die Galle ist übergelaufen“ , da muss etwas verdaut werden.
Ich kann mich noch gut an meine erste Beratung erinnern, als Tränen flossen. Das ist lange her und ich habe mich hilflos gefühlt. Mittlerweile bin ich froh, wenn es passiert, denn dann kann ich Rückmeldung geben auf das, was da Bauchschmerzen macht. Familienmitglieder, die Grenzen überschreiten oder Arbeitskollegen, die durch ihr Tun oder durch ihre Art den Arbeitsalltag vermiesen.
Das bleibt dann aber nicht auf dem Schreibtisch liegen. Das geht mit nach Hause und arbeitet weiter, bei vielen halt im Bauch.
Ich bin dann zwar nicht die Richtige, die das Problem lösen kann, aber ich kann Rückmeldung geben oder einfach nur zuhören.
Außerdem zeigt es mir, dass da jemand Vertrauen hat und das fühlt sich gut an.
Wie geht Ihr mit solchen Situationen um? 
Bildrechte: S. Hagedorn

Samstag, 30. Juni 2018

Alles wird bewertet


und somit dann auch verglichen.
Ich habe gestern in einer Fernsehzeitschrift nachgeschaut, welche Themen alle in Form von Bewertungsshows angeboten werden. Ich zähle mal einige auf, wobei ich mir sicher bin, dass ich nicht alles gefunden habe.
Dass ein Dinner perfekt sein muss, das wissen wir seit Jahren. Mittlerweile kommen Brautkleider, ganze Hochzeiten, Kindererziehung und das habe ich gestern zufällig in einer Vorschau gesehen: Hundeerziehung.
Es wird öffentlich von fremden  Menschen bewertet, zum Teil gibt es Preise für die beste Hochzeit oder was auch immer und wenn es um einen Preis geht, ist das Ganze dann noch objektiv?
Diese ganze Bewerterei, was macht die aber mit uns?
Ich bleibe einfach mal beim Beispiel Hochzeit. Jede Braut sucht sich ihr persönliches Traumkleid aus, jedes Brautpaar möchte den schönsten Tag des Lebens mit gutem Essen, einer gelungenen Veranstaltung mit Freunden und der Familie teilen. Da wird doch das Beste gegeben, oder? 
Dann kommen aber fremde Personen dazu (ja, ich habe diese Sendung wegen des Blogbeitrages angeschaut), die kritisieren das Brautkleid, meckern übers Essen, ab und zu gibt es auch mal Lob.
Natürlich sind die Protagonisten selbst dabei, wenn sie bei solchen Sendungen mitmachen. Also selbst schuld.
Aber dieses ständige Bewerten, Tag für Tag, was macht das auch in den Köpfen der Zuschauer?
Jetzt schlage ich mal den Bogen zur meiner Arbeit.
Ich habe eine Dame in der Beratung, die selbst nicht gemerkt hat, dass sie in 3 Monaten 7 kg abgenommen hat.
Zitat:“Die ersten zwei Kilo nehme ich sowieso nicht ernst.“
Sie hat mir erzählt von Bekannten, die so toll abgenommen haben, die so diszipliniert sind beim Essen, die alles schaffen, alles tun.
Ihre Leistung hat sie aber nicht gesehen, nicht gespürt.
Ich habe ihr dann verdeutlicht, wie viel „Last“ sie schon los geworden ist, in dem ich ihr vorgeschlagen habe, sich das verlorene Gewicht in Form von Butter vorzustellen. Da sind 28 Pakete á 250 g. Da wurde sie nachdenklich. Ich bin gespannt, was sich bis zum nächsten Gespräch tut.
Ich überlege auch gerade, wie ich weiter visualisieren kann, damit das Körpergefühl wieder nach vorne kommt. Eine Idee habe ich schon.
Euch allen ein erholsames Wochenende.
Bildrechte: R.K.

Sonntag, 24. Juni 2018

Aufreger- freie Zeit


 Das ist ein Post, den ich heute Abend unbedingt noch rausschicken möchte, weil ich diese Idee gut, aber auch schwierig finde.
Es ist nicht meine Idee, aber ich finde, sie ist es mehr als wert intensiv darüber nachzudenken, weil es sehr entspannend wirken kann, wenn Ihr es durchhaltet.
Worum geht es jetzt?
Wir regen  uns im täglichen Leben über so viele Dinge und Menschen auf und verderben uns damit wertvolle Lebenszeit.
Die Kaffeemaschine, die niemand sauber macht, der Müll,der ewig im Papierkorb bleibt, Menschen, die es immer wieder schaffen ,uns allein durch ihre Anwesenheit oder aber durch ihr Tun auf die Palme zubringen. Oft sind es Kollegen, die es immer wieder schaffen, den Chef um den Finger zu wickeln, aber letztendlich ein Faulpelz vor dem Herrn sind.
Muss ich noch mehr Beispiele schreiben? Ich glaube nicht. Ich bin mir sicher, dass Ihr alle wisst um was es geht.
Lasst uns den kommenden Monat Juli (ihr könnt Euch natürlich auch einen anderen Zeitraum aussuchen) nutzen um in diese regelmäßigen Aufreger keine Energie zu stecken. Einfach ignorieren.
Die Kaffeemaschine wird sauber gemacht ohne sich darüber aufzuregen, der Müll wird ohne innerliche Widerworte geleert, der Kollege, der schneckenmäßig schleimt, wird einfach höflich ignoriert.
Was haltet Ihr davon? Habt Ihr Ideen? Kommentare im Blog sind gerade mal nicht möglich, aber ich veröffentliche den Link zu diesem Beitrag auch in den diversen sozialen Netzwerken.
Positive Energien (bitte nicht esoterisch sehen) bündeln….
Mich persönlich interessiert, was das mit mir macht. Bis zum 1.Juli sind es ja noch ein paar Tage Zeit.
Ich überlege gerade, wie ich mich daran erinnere, mich nicht über Kleinigkeiten aufzuregen? Vielleicht kommt da ja eine Idee von Euch.
Ich wünsche Euch allen noch einen entspannten Sonntagabend. 
Bildrechte:R. K.

Freitag, 22. Juni 2018

"Ich hatte schon Sorge..."

.... dass Sie mir sagen,dass Sie so keine weitere Beratung mit mir machen."
Das ist wieder mal ein Post aus einer Situation gestern, der mich nachdenklich macht.
Worum ging es eigentlich?
Ersttermin ist vor einigen Wochen gewesen, der Vorschlag zur Ernährungsumstellung inklusive Begründung ist besprochen worden. Beratungsmaterial habe ich mit gegeben.
Dann kamen ein paar Male (frühzeitige) Terminabsagen wegen diverser, nachvollziehbarer Gründe. Für mich absolut kein Grund daran zu zweifeln, dass der *Klient nicht mitarbeiten möchte oder sich aus der Beratung rausziehen will.
Gestern kam eine Person in den Beratungsraum, wo mir die Körpersprache schon sagte, dass es irgendwo hakt oder gehakt hat. Scheuer Blick, Schultern hochgezogen.
Klient hat das Problem, wenn Stress aufkommt in alte Verhaltensmuster zu fallen, hatte deshalb auch, weil der Zeitraum relativ lang war, keine Ernährungsumstellung geschafft undauch nicht an Gewicht verloren, was in der Zuweisung des Arztes gewünscht war.
Als ich nach dem Gewicht gefragt habe, kam dann der Satz aus der Überschrift.
Ich nehme mir nicht das Recht heraus jemanden quasi aus der Beratung zu nehmen, wenn ich die Hintergründe nicht kenne. Bei diesem Klient gab es massive Stolpersteine, die auch emotional blockiert haben.
Dann sehe ich meine Aufgabe darin, gemeinsam mit meinen Klienten die berühmten klitzekleinen Ziele herauszuarbeiten, die bei der Ernährungsumstellung hilfreich sein können und das praxisnah.
Klient ging letztendlich lockerer aus dem Gespräch als wie angekommen.
Ich finde es nur so schade, dass jemand sich solche "Sorgen" überhaupt macht.
Wer prägt ein solches Bild von mir und/ oder meinem Beruf? Welche Erfahrungen wurden mit anderen Ernährungsfachkräften gemacht, dass da jemand mit "Sorgen" vor mir sitzt?
Ich bin Dienstleister, meine Aufgabe sehe ich darin meine Klienten zu begleiten, da abzuholen, wo sie stehen und mit ihnen gemeinsam Wege zu finden, die dann auch praktikabel sind.
Bei mir muss sich niemand Sorgen machen.
(*Klient kann sowohl männlich als auch weiblich sein)
Bildquelle:Pixabay

Dienstag, 19. Juni 2018

Mit einem lachenden…


…und einem leicht weinenden Auge beende ich heute meine Arbeit mit Klasse2000.
2010 bin ich damit angefangen (Danke an Elisabeth Schmelting- Finke, die mich da reingeholt hat)und ich kann mich noch genau an meinen 1. Schultag erinnern. Mein erster Besuch in einer 1. Klasse. Meine Güte, was war ich nervös, obwohl ich durch die Regionalkoordinatorin in all den Jahren immer gut geschult worden bin.
Aber so eine erwartungsfrohe Klasse mit neugierigen Kinderaugen, das hat schon etwas.
Und ich konnte ins Lehrerzimmer. ;-) Davor hatte ich seit meiner eigenen Schulzeit immer einen Heidenrespekt, weil wir immer vor der Tür warten mussten. Es hatte etwas von „Allerheiligstem“, nur den Lehrkräften vorbehalten.
Ich habe ganz unterschiedliche Schulen kennengelernt, musste nach ca. drei Jahren feststellen, dass ich mir mit vier zu betreuenden Schulen etwas zu viel aufgehalst habe. Ich habe mich daraufhin von zwei Schulen verabschiedet.
Es ist nämlich nicht immer einfach die Wunschtermine der Lehrer mit dem eigenen Terminkalender in Einklang zu bringen.
Da waren es dann nur noch zwei Schulen und irgendwann kam es zum Knackpunkt, dass ich das Gefühl hatte: Es passt etwas nicht mehr. Ich bin, nachdem ich eine Stunde abbrechen musste (nach Rücksprache mit der Lehrkraft) mit einem komischen Bauchgefühl nach Hause gefahren.
Im Austausch mit meiner obengenannten Kollegin habe ich den Entschluss gefasst nur noch einen ersten Jahrgang anzunehmen und diese bis zur Jahrgangsstufe 4 zu besuchen und dann einen sauberen Abschluss zu haben.
Es hat mich gefreut, dass ich überredet werden sollte doch weiter zu machen. Aber der Altersabstand zu den Kindern ist mir mittlerweile auch zu groß geworden. Mein Terminkalender ist gut gefüllt und ich möchte auch mir und all dem, was ich tue gerecht werden.
Nein, es ist gut, so wie es ist.
Aufhören, solange es Spaß macht.
Ich habe viele tolle Stunden gemeinsam mit den Schülern erlebt, ich konnte Inhalte von Klasse2000 sehr gut in den Beratungsalltag integrieren.
                                      Dankeschön an alle, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben.
Bildrechte: Klasse2000