Sonntag, 13. Juni 2021

„Sie haben schon viel erreicht“


Diesen Satz nutze ich in meinen Beratungsgesprächen gerne, aber auch nicht inflationär.

Ich finde es wichtig unsere Klient*innen und Patient*innen immer auf Erfolge aufmerksam zu machen.


Gerade in der vergangenen Woche hatte ich eine Patientin in der Beratung die 5kg in  vier Wochen abgenommen hat. Bei dieser Frau wird auch ein Teil Wasser dabei gewesen sein, denn sie neigt zu Ödemen, aber ich habe das als Erfolg gesehen. Sie hatte auch zu Beginn der Beratung offene Wunden an den Beinen, die nach knapp 10 Wochen abgeheilt sind. 

Das war für mich der noch größere Erfolg.
Es gibt Patient*innen, die sehen diese Erfolge nicht. 5 Kilo waren in ihren Augen wenig. Ich finde es viel.

Aber nicht ich habe das Ziel erreicht sondern meine Patientin. 

Ich gebe Anregungen wie es mit dem Abnehmen klappen kann, umsetzen müssen es meine Schützlinge. Das kann ich nicht für sie tun.
Ich weiß, dass es anstrengend ist ein Ernährungstagebuch zu führen. Ich habe es selbst für mich mal getestet. Das kann nerven. Umso besser wenn ein gut geführtes Ernährungstagebuch gezeigt wird. Damit können wir dann gemeinsam weiter arbeiten.
Ich sehe mich als Begleitung, als Assistentin für meine Patient*innen.
Ohne deren Rückmeldung ob etwas funktioniert kann ich nicht weiterarbeiten.
Ich brauche Feedback um die berühmt- berüchtigten Schrauben zu finden, an denen gedreht werden muss und kann.
Mein Gegenüber sieht oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, ist für sich persönlich betriebsblind geworden. Daran arbeite ich dann auch gemeinsam mit den Patient*innen.
Deshalb einfach mal ein offizielles Dankeschön an all diejenigen Menschen, mit denen ich arbeiten durfte und noch arbeiten darf.
Euch allen einen schönen Sonntag.




Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Mittwoch, 9. Juni 2021

"Willst Du das wirklich auch noch?"

 


Diese Frage bekam ich in der vergangenen Woche gestellt und ich nehme es mal Vorweg: Ja, ich will es wirklich!

Worum geht es denn jetzt? Ich habe mich in der vergangenen Woche entschlossen den
NLP- Practitioner zu machen. Im Moment ist es noch möglich einen Teil online zu erlernen und zwei Termine in Präsenz sind angesetzt.

Für mich ist das eine Art Luxus, denn meine Ausbilderin AnjaSchneider (diesen Namen habt Ihr hier bereits öfter gelesen) wohnt nicht mal gerade um die Ecke, sie wohnt im bayerischen Wald. Für die Präsenztermine wird das eine kleine Weltreise, aber ich möchte das.

Ich verstehe nicht wirklich, warum mir die Frage aus der Überschrift gestellt wurde. Nur weil ich über 60 bin und eher an Rente denken sollte? Das kommt bei mir noch nicht infrage. Ich möchte noch mehr und wenn nur ich selbst davon profitiere. Lebenslanges Lernen hat noch niemandem geschadet. Außerdem hält es den Kopf fit.

Ich möchte damit aber auch mein Portfolio erweitern. Es gibt solch tolle Möglichkeiten die Ernährungstherapie oder auch die Beratung bei Frauen in oder um die Wechseljahre zu unterstützen.

Beispiel: Warum funktioniert es mit dem Abnehmen nicht? Das Übergewicht liegt meist nicht nur beim Essen, das übermäßige Essen hat einen Grund und das kann bearbeitet werden. Da ist dann mal das Ernährungstagebuch unwichtig.

Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann sind noch Plätze frei. Kontaktiert Anja Schneider. Ich freue mich immer mit bekannten und (noch) unbekannten Kolleg*innen gemeinsam zu lernen und zu arbeiten.

Einige Wergzeuge aus diesem großen Koffer kann ich jetzt schon anbieten.Als Beispiel nenne ich das Persönlichkeitspanorama. Auf meiner Homepage habe ich dort einen kleinen Infoflyer im Downloadbereich hinterlegt. Wer sich dafür interessiert: Gerne melden.


 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Sonntag, 6. Juni 2021

Eine Rauszeit


Am vergangenen Wochenende war ich dann mal weg. Schon vor einigen Wochen hatte ich das Gefühl: Du brauchst mal Zeit für dich, Zeit zum Nachdenken, raus aus den eigenen vier Wänden.
Schon seit längerer Zeit habe ich damit geliebäugelt das mal in einem Kloster zu tun. Nicht aus religiösen Gründen, ich habe einfach schon viel Positives zu solch einem Aufenthalt gehört und gelesen.
Auf dem Weg zu einer Beratung habe ich das Schild zu Kloster Gerleve gesehen. Ich hatte das nie so wirklich auf dem Schirm. Das ist quasi bei mir um die Ecke.
Ich habe einfach eine Mail geschrieben und bekam eine Antwort, dass die Einrichtung im Moment noch wegen des Lockdowns geschlossen sei, aber das damit gerechnet würde, dass dort Ende Mai wieder geöffnet werden kann. 

Ich habe dann direkt das Wochenende drauf gebucht und ja, ich konnte los. Vorher habe ich natürlich einen Schnelltest gemacht und ausreichend Masken eingepackt.
Außer im eigenen Zimmer war überall Maskenpflicht. Aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.
Kloster Gerleve ist kein Hotel. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, jedes Zimmer mit Dusche und WC. Das war komplett ausreichend.
Das Essen war phänomenal Gott sei Dank hatte ich für den Sonntag noch das Mittagessen mit gebucht. So fiel das Kochen zuhause dann flach.
Das Haus war nicht voll belegt. „Wiederholungstäterinnen“ haben mir erzählt, dass es sonst viel lauter ist.
Ich konnte Gespräche führen, die mir geholfen haben Gedanken zu ordnen, mit mir selbst auch mal alleine sein zu können.
Die Umgebung ist traumhaft schön  Und das Wetter hat mitgespielt.
Es werden dort übrigens auch Seminare angeboten. Wer sic dafür interessiert kann hier mal klicken.

Aus meiner Ecke lohnt sich auch mal ein schöner Nachmittag um dort einfach mal spazieren zu gehen, das Café dort zu besuchen oder im Buchladen zu stöbern.
Beruflich tun sich mir gerade so einige Türen auf, es ist Zeit noch etwas Neues auf den Weg zu bringen. An diesem Wochenende habe ich endgültig Klarheit bekommen.
Wer mit diesem Gedanken spielt, der sollte sich solch einen Aufenthalt gönnen. Entschleunigung.
Ich gönne mir das bestimmt noch einmal.

Bildrechte. S. Hagedorn

Mittwoch, 2. Juni 2021

Dozentinnentätigkeit beim DRK Bildungswerk Borken


Zu Beginn des Jahres bekam ich die Anfrage des DRK Bildungswerk in Borken ob ich es mir vorstellen könne einen Vortrag zum Thema „Ernährung in den Wechseljahren“ zu halten. Meine Kontaktdaten hat eine Kollegin weitergegeben die weiß, dass ich mich mit dem Thema beschäftige.
So etwas konnte ich mir natürlich gut vorstellen.
Dann dauerte der Lockdown länger als gedacht. Irgendwie hatte ich die Anfrage schon nach hinten geschoben.
Da kam auf einmal eine Mail ob mein Vortrag und ein anschließender Austausch auch online stattfinden könne. Was wir alle in Coronazeiten gelernt haben ist das Fortbilden, der Austausch über Online- Plattformen.
Ich habe ein Telefonat mit Frau Stenert, der Leiterin des Bildungswerkes geführt und das habe ich als sehr konstruktiv empfunden. Es soll mehr in Richtung Frauengesundheit auf den Weg gebracht werden. Das freut mich natürlich sehr.
Ende August ist mein Online- Vortrag geplant. Hier schon mal der Link dazu.

Termin: 26.08.2021 von 19.00- 20.30 Uhr und zwar online.

Für den 24. Juni ist noch ein Dozent*innen- Treffen in Präsenz geplant. Darauf bin ich sehr gespannt.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Ich hoffe noch etwas mehr anbieten zu können wenn es um die Wechseljahre geht. Es geht ja nicht nur um Essen und Trinken, es ist der Weg in eine neue Lebensphase und das kann auch aus anderen Blickwinkeln angeschaut werden.
Bleibt gespannt.




Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Sonntag, 30. Mai 2021

„Ich brauche einen Termin“


Diesen Satz höre ich oft. Wenn dann aber hinterher kommt:

„Und zwar am Mittwoch, dem….. um Uhr“, 

dann muss ich oft passen besonders wenn der Mittwoch in zwei Tagen ist.
Ich versuche viel möglich zu machen, ich versuche natürlich auch Beratungen anzubieten wenn mein Patient*in in Ruhe mit mir zusammen arbeiten kann.
Ad hoc- Termine, das kann ich meist nicht versprechen, es sei denn ein anderer Patient*in sagt einen Termin ab.
Ich habe nicht nur einen Menschen in der Beratung, da gibt es mehrere und alle haben doch irgendwie Wunschtermine. Das versuche ich natürlich zu berücksichtigen. Wenn ein Termin aber besetzt ist, dann kann ich auch nichts machen denn mehr als arbeiten kann ich nicht.

In einem Instagram- Post habe ich es unter dem Titel „Der Kunde ist König“ ähnlich beschrieben. Um meine Klient*innen optimal beraten zu können brauche ich auch mal meinen Feierabend.
Dann beantworte ich keine Mails mehr, dann werden auch keine Fragen über Messenger-Dienste beantwortet.
Das hat etwas mit Selbstfürsorge zu tun. Wenn ich ausgeglichen und entspannt bin, dann kann ich mich optimal auf die Belange meiner Klient*innen einstellen.
Gott sei Dank kommt solch ein kurzfristiger Terminwunsch äußerst selten vor. Aber es ist vor kurzem passiert, ich konnte sogar erst einen Termin in der Überwoche anbieten. Und das auch nur weil da jemand abgesagt hatte. Das war dann auch noch zu spät. Aus diesem Auftrag ist dann auch nichts geworden.
Ich war aber auch nicht böse drum. 




Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mittwoch, 26. Mai 2021

vorgestellt: „Styling Kitchen“

 

Auf diesen Blog zum Thema Kochen aus unserem Münsterland bin ich aufmerksam geworden durch die Sendung „Lokalzeit Münsterland“ .

Styling Kitchen- das liest sich schon schick. Und ja, der Blog ist schick, mit Rezepten, die nicht wirklich viel Aufwand erfordern.
Das finde ich für meine Küche extrem wichtig. Ich mag es nicht wenn ich für ein Rezept 1 Stange Zitronengras und dann vielleicht noch ein anderes exotisches Gewürz benötige, das ich dann nicht wieder nutze.

So geht es bei Styling Kitchen nicht zu. Regional, saisonal-alles vertreten.
Rezepte mit Text und Foto, aber auch Videos.
Schaut einfach mal rein und folge Genevieve Wiehe aus Greven auf den diversen Kanälen.
Mir gehlt nur noch eines und zwar die Druckfunktion für die Rezepte. Aber nach Aussage der Betreiberin wird das kommen.
Euch weiterhin eine schöne Woche.

Ich setze einen Screenshot der Seite unter den Post.  


 


 

Sonntag, 23. Mai 2021

Wenn mir Patient*innen "verloren" gehen

 Nur mal vorab: Damit meine ich nicht, dass ich einen Auftrag nicht bekomme. Jede/r hat die freie Wahl .
Mir gehen gerade ein paar Menschen „verloren“, die ich für eine Krankenkasse betreut habe. 

Seit November letzten Jahres sind aufgrund der Kontaktbeschränkungen die Kundencenter geschlossen und Beratungen finden nur noch online oder telefonisch statt.
Die Online- Beratungen funktionieren ganz gut, weil ich in dieser Hinsicht doch etwas flexibler bin was  die Terminabsprache angeht. Sonst war ich doch an den sog. „Servicetag“ gebunden.


Wer geht mir jetzt „verloren“?
Ich habe eine junge Frau im Kopf, die regelmäßig von Februar 2020  bis November 2020 zu Beratungsterminen gekommen ist.
Sie kam mit ihrer Betreuerin, sie wohnt in einer Wohngruppe.
Bei ihr hat es etwas gedauert bis das Vertrauensverhältnis da war.
Als der Knoten geplatzt ist kamen wir ihrem Ziel, der Gewichtsabnahme schrittweise näher.
Ihr großes Ziel war die Hochzeit mit ihrem Freund. Es war wirklich eine Freude mit ihr zu arbeiten, denn sie hat ganz viele kleine Schritte umgesetzt, immer mit ihrem Ziel im Blick.
Sie träumte dann auch von einem Prinzessinnenkleid.
Dann kam die Schließung des Kundencenters, ich musste den letzten Termin absagen.
Eine Online-Beratung kam für diese junge Frau nicht infrage. Zwischendurch kam noch ein Anruf der Betreuerin ob es in absehbarer Zeit in Präsenz weitergehen kann. Das musste ich verneinen.
Seitdem liegt der Zettel mit dem Namen meines Schützlings in meinem Terminkalender und wird in jede neue Woche mitgenommen, damit ich mich dann zeitnah melden kann, wenn es denn in Präsenz weitergehen kann.
Ich kann verstehen, dass es diese Kontaktbeschränkungen geben musste, dass wir vorsichtig sein müssen um das Erreichte nicht wieder zu verspielen. Ich sehe da aber so ein bisschen Licht am Horizont.
Was ich gemacht habe als ich in den letzten Tagen die Ordner durchgeschaut habe:
Ich habe einfach eine Karte geschrieben und hoffe, dass diese junge Frau ihrem Weg treu geblieben ist., so dass sich der Traum von der Hochzeit im Prinzessinnenkleid bald erfüllt. 




Bild von Ricarda Mölck auf Pixabay