MünsterBLOG

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Freitag, 30. Dezember 2016

Mein Jahr 2016

Das Jahr 2016 neigt sich so langsam dem Ende zu.
Dieses Jahr blicke ich zum ersten Mal zurück und ich blicke gerne zurück, denn es war ein gutes Jahr für mich.
Was mich immer wieder erstaunt ist, wie viele Blogbeiträge in einem Jahr zusammen kommen.
Bis jetzt waren es 62 Beiträge.
In meinem Leben als Diätassistentin passiert doch schon sehr viel.
Im vergangenen Jahr konnte ich meine 10jährige Selbstständigkeit feiern. Nochmal Danke an alle Spender, die mir Preise zur Verfügung gestellt haben, die ich dann verlosen konnte. Neun Wochen konnte ich das tun..
Ich habe schöne Fortbildungen absolviert. Richtig angepiekt hat mich die Pharmakologie. Da lese ich immer noch sehr intensiv.
Und durch das Eiweißseminar lese ich Studien anders und ich traue mich auch an englische Studien.
Für eine Sache bin ich besonders dankbar.
Ich habe im vergangenen Jahr sehr viele, nette Menschen kennengelernt. Zum Teil real durch meine Beratungstätigkeit, zum anderen virtuell über die sozialen Netzwerke. Aus den virtuellen Kontakten  sind inzwischen ein paar Mal "reale " Kontakte geworden und wenn es nur erstmal in Form eines Telefonats war.
Durch jeden Menschen lerne ich irgendwie etwas Neues und das finde ich spannend.
Bei meinen Klienten des vergangenen Jahres möchte ich mich auch für das Vertrauen bedanken. Ich berate mobil, das bedeutet, mir werden Wohnungen geöffnet und das hat auch etwas mit "Privat" zu tun. Mir werden Dinge erzählt, die andere Menschen nicht erfahren. Ich kann immer nur versichern: Ich weiß dieses Vertrauen zu schätzen und die Schweigepflicht ist mir heilig.
Und jetzt freue ich mich auf 2017. Mal schauen, was uns bzw.  mir das neue Jahr bringt.
Bildrechte: S. Hagedorn

Donnerstag, 22. Dezember 2016

"Diskussion über Modifizierung der aktuellen DGE-Nährwertrelationen"

So lautet die Überschrift einer Online-Petition, die gerade gestartet wurde.
Worum geht es konkret?
Die Kollegin Daniela Kluthe- Neis hat in einem Facebook-Post darauf aufmerksam gemacht (hoffentlich für viele lesbar), wie schwierig es ist ein Ernährungskonzept bei der Zentralen Prüfstelle für Prävention (ZPP) zertifiziert zu bekommen, wenn man nicht nach den Richtlinien der DGE arbeitet..Aus diesem Grund sind Frau Kluthe- Neis und Birgit Blumenschein jetzt mal aktiv geworden und haben diese Petition gestartet.
Auszug aus dem Antwortschreibende ZPP:
"...Den Jugendlichen muss eine Ernährungsumstellung gemäß der DGE/aid-Pyramide nahegebracht werden. Die Verwendung anderer Pyramiden mit abweichender Nährstoff-/ Lebensmittelverteilung ist nicht zulässig. Die DGE-Ernährungspyramide beinhaltet bei Einhaltung der vorgegeben Ernährungsweise eine Nährstoffverteilung nach den D-A-CH-Referenzwerten ( > 50 EN% Kohlenhydrate / 15 EN % Protein /30 EN % Fett, bei körperlicher Aktivität 35 %, DGE-Richtlinien 2011). Es wird eine kohlenhydratbetonte Ernährungsweise angestrebt.
Die von Ihnen verwendete Pyramide weicht von diesen Werten ab....
"
Im Kollegenkreis ist schon lange Unruhe, was diese Empfehlungen angeht. Es sind auch Empfehlungen für gesunde Menschen, die die DGE herausgibt
In der Therapie arbeite ich mit erkrankten Menschen.
Ich versuche jetzt mal an einem einfachen Beispielen zu erläutern, warum diese 50% Kohlenhydrate (meist) nicht funktionieren
Ich habe einen Klienten mit Diabetes mellitus,also einer "Zuckerkrankheit" in der Beratung. Ganz einfach ausgedrückt ist ein Diabetes eine Kohlenhydratverwertungsstörung. Wenn ich da jetzt noch die Hälfte der Energieprozente in Form von Kohlenhydraten gebe?Ist das sinnig?
Auch bei der nichtalkoholischen Fettleber oder erhöhten Trigyzeriden ist es sinnvoll die Kohlenhydrate zu reduzieren.Das zeigt der Alltag  der täglichen Beratungspraxis.
Jetzt kann natürlich gesagt werden:"Halt Stopp!. Es geht doch um die Prävention."Richtig!
Soll ich warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, wenn ein Mensch krank ist, bis ich mit meinem Wissen um eine andere Nährstoffrelation um die Ecke komme? Das kann und will ich nicht. Das halte ich für fahrlässig. Wenn ich verhindern kann, dass jemand krank wird, dann ist es doch meine Pflicht all mein Wissen in die Waagschale zu werfen und auch (noch) gesunde Menschen nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten.
Wer also möchte, der unterzeichne  diese Petition. Es geht um jeden von uns.

Sonntag, 18. Dezember 2016

gelesen: Das große LOGI-Fanbuch

 Erfolgsgeschichten, Rezepte, Tipps und Tricks von Fans für Fans der LOGI-Methode
ISBN: 978-3958140790; Preis: 19,99€  (gelesen als E-Book)


Wer noch Lesestoff braucht für die Zeit vor Weihnachten oder zwischen den Feiertagen und sich dann noch in die LOGI-Methode einlesen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen.
Es handelt sich um Erfahrungsberichte von LOGI- Anwendern und zwar unterteilt in verschiedene Bereiche:
  • Krankheiten (z.B. Diabetes oder Magen-Bypass)
  • Abnahme 
  • Familie und
  • zwischendrin Expertentipps
Ich wollte, wie so oft, erst einmal querlesen. Aber bei vielen Geschichten bin ich einfach hängen geblieben. Sie sind authentisch geschrieben und zeigen, wo und wie die LOGI-Methode helfen kann. Es ist natülich keine Wunderwaffe. Es klappt nicht immer sofort. Manchmal ist Geduld gefragt.
Zu jeder Geschichte gibt es ein Lieblingsrezept des entsprechenden Autoren/Autorin.
Mit besonderem Interesse habe ich den Beitrag meiner lieben Kollegin Marianne Reiß gelesen, die mittlerweile auch einen Blog schreibt.
 Es ist ein Ratgeber in Lesebuchform. Gefällt mir.
Das große LOGI-Fanbuch - Erfolgsgeschichten, Rezepte, Tipps und Tricks von Fans für Fans der LOGI-Methode  (Affiliate-Link)

Bildrechte: systemed


 

 

Montag, 12. Dezember 2016

gelesen: "Der LOGI-Wochenkalender 2017"

Bei uns ist ein Raum frei geworden, also kann ich mich jetzt mehr ausbreiten.
Neues Büro, neuer Schreibtisch, ein neues Jahr steht an. Das schreit doch förmlich nach einem neuen Kalender.
Vor mir steht der LOGI- Wochenkalender 2017 von systemed.
 "54 köstliche und inspirierende LOGI-Rezepte auf wunderschönen Sammelkarten" Preis: 15€
Ich habe durchgeblättert und bin auf Rezepte gestoßen, wie "Schnelle Quarkbrötchen", "Fruchtiges Schaumgratin" oder "Thailändisches Rindercurry".
Das liest sich schon mal gut.
Die Rezepte haben eine Perforations"linie", an denen ich sie abtrennen und dann archivieren kann. Wie auch immer. Erste Idee war: die packe ich in ein entsprechendes Fotoalbum,nehme das Trennpapier dazischen weg und schon habe ich die Rezepte gut aufbewahrt.
Aber es gibt ein Krux, die für mich unbequehm, unhandlich ist: Wenn ich das Rezept lesen möchte, dann muss ich den kompletten Kalender  "auf Kopf" drehen.
Irgendwie passt das nicht zu meiner Art Rezepte zu lesen. Ich möchte einfach "normal" umdrehen. ;-)
Aber vielleicht bin ich in dieser Hinsicht ja anders.
Wie ist da die Ansicht meiner Leserschaft? Das könnte den Verlag vielleicht interessieren. Schreibt doch bitte einen Kommentar.
Noch eine Sache: In einem Rezept, für einen Apfelkuchen, werden 20 g neutrales Eiweißpulver benötigt. Sonst habe ich kein anderes Rezept gefunden.
Wer  bereits LOGI-sch isst, der kann das Pulver vielleicht in anderen Rezepten verwenden.
Für mich sind auf jeden Fall Anregungen dabei. Einige Rezepte werde ich für mich und meine Familie etwas umarbeiten, was die Zutaten angeht.
Dann stimmt aber die Nährwertberechnung nicht mehr, die auf jeder Karte zu finden ist.
Andere werde ich so nachkochen wie angegeben.
Es ist ein schönes Geschenk, wenn man weiß, da isst jemand nach LOGI oder interessiert sich dafür und möchte testen.


Der LOGI-Wochenkalender 2017: 54 inspirierende und köstlich LOGI-Rezepte auf wunderschönen Sammelkarten   (Affiliate-Link)

Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezept: Teepunschextrakt

Ich habe jetzt einige Zeit überlegt ob das Rezept zu meinem letzten Post passt, aber es handelt sich um einen Extrakt, das bedeutet, Ihr könnt selbst dosieren.
Das Rezept erinnert mich an die Zeit meiner Ausbildung in Münster. Ganz in der Nähe wohnten meine Großtante mit ihrem Mann und von ihr habe ich das Rezept bekommen. Diese beiden waren für mich immer dann Anlaufstelle, wenn irgendetwas nicht so lief. Danke an die Onkel Hans und Tante Maria, auch wenn sie beide nicht mehr unter uns sind.
Jetzt mal zum Rezept:
 3/8 l Wasser,500 g Zucker, 10 Gewürznelken, 1 Zimtrindenstange, 1 Vanilleschote (ganz- angeschnitten) aufkochen  und fünf Minuten durchkochen lassen.
Dann 1 Teelöffel Teeblätter, den Saft von 5 Apfelsinen und 2 Zitronen zugeben, kurz aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen.
Diesen Extrakt durch ein Sieb gießen und eine Flasche Rum dazu geben
Ich fülle es in mehrere (dieses Mal waren es sieben Fläschchen á 200ml) Flaschen ab und verschließe sie gut.
Wie der Name schon sagt: Es ist ein Extrakt. Bitte nicht pur trinken.
Ein bisschen (je nach Geschmack) in eine Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen.
Das wärmt z.B. nach dem Besuch eines Weihnachtsmarktes richtig schön durch.
Es ist allerdings nichts für Kinder.
Bildrechte: S. Hagedorn

Sonntag, 27. November 2016

Antialkoholiker- Chauffeur für jeden?

Ich trinke fast nie Alkohol, brauche es nicht, kann auch ohne Bier, Wein und Schnaps fröhlich sein und bin im Familienkreis dann natürlich diejenige, die fährt, wenn es zu einer Fete geht. Mache ich auch gerne, aber es gibt mittlerweile Zeitgenossen, die versuchen das gnadenlos auszunutzen.
Ich höre das in meinem Bekanntenkreis mittlerweile öfter und deshalb möchte ich das gerne thematisieren.Es gibt ja auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol trinken dürfen.
Ich spiele nicht den Chauffeur für jeden, zu jeder Uhrzeit- dann wenn es die anderen wollen.

Ich habe keine Lust darauf meine Gespräche, mein Essen oder was auch immer zu unterbrechen, wenn andere Gäste das Gefühl haben, der Pegel ist hoch genug und sie haben Sehnsucht nach dem Bett. Da gibt es ja dann die Zeitgenossen, die das nach kurzer Zeit raushaben, dass da jemand ist, der nichts trinkt. 
Da kommt dann auch vorher oft die Anfrage :"Du trinkst ja sowieso nichts. Nimmst du uns mit?"
Schon mal drüber nachgedacht, dass diejenigen, die nichts trinken, auch mal gerne nicht fahren möchten? 
Gerade bei der jüngeren Generation höre ich das mittlerweile öfter. Die gehen ja dann erst raus, wenn ich ins Bett gehe. 
Im Rahmen von Klasse2000 ist in der 4. Klasse "Alkohol" ein Thema und die Kinder erzählen dann viel, was zuhause abläuft, welche Erfahrungen Eltern und ältere Geschwister machen.
Bei den jüngeren Autofahrern spielt das Geld für Benzin natürlich auch noch eine Rolle. 
Mitnehmen lassen, aber nichts dafür geben. Für mich geht das nicht.
Für mich ist es ein Zeichen von Wertschätzung, wenn meine Bereitschaft zu fahren nicht als selbstverständlich hingenommen wird.
Und: Denkt mal an eure Freunde und Kollegen (Ratschlag speziell für die jüngere Generation ohne erhobenen Zeigefinger): Bietet Euch auch mal an zu fahren und verzichtet für einen Abend auf den Alkohol. Es wird belohnt. Zum Einen mit Dankbarkeit bei Euren Freunden, zum Anderen damit, dass ihr am nächsten Tag nur müde seid und nicht auch noch einen Kater pflegen müsst.

 Das waren meine Gedanken zum 1. Advent. 
Bildrechte: S. Hagedorn

Mittwoch, 23. November 2016

"Sind Sie zertifiziert?"

Diesen Satz höre ich bei der ersten Kontaktaufnahme durch potentielle Klienten in letzter Zeit immer öfter. Und zwar direkt nach Nennung des Namens.
Adipositaszentren, Krankenkassen weisen darauf hin, dass sich die Klienten/Versicherten nach einer Diätassistentin mit Zertifikat umschauen müssen.
Was ist nun dieses Zertifikat?
Es zeigt, dass ich mich innerhalb von drei Jahren kontinuierlich und qualifiziert zu verschiedenen Ernährungsthemen weitergebildet habe. Diese Fort- und Weiterbildungen werden in meinem Fall durch den VDD geprüft und dann wird das entsprechende Zertifikat ausgestellt.
Krankenkassen fordern zum Teil das Zertifikat nach, wenn in ihrer Datenbank steht, dass die drei Jahre um sind.
Ich könnte jetzt natürlich hingehen und nur Privatpatienten beraten, die die Beratung aus eigener Tasche bezahlen.
Aber mir ist Fortbildung wichtig. Gerade auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften ändert sich immer wieder etwas. Es gibt neue Erkentnisse, von denen dann meine Klienten (hoffentlich) profitieren. Und mir gibt es ein gutes Gefühl.
Nichts ist so schnelllebig wie Ernährungswissen.
Nur als Beispiel: Vor einigen Jahren wurde Kaffee nicht als Trinkflüssigkeit gesehen, mittlerweile ist das schon wieder Geschichte.
Wer eine qualifizierte Ernährungsberatung wünscht, der hat das Recht nach der Anbieterqualifikation ( in meinem Fall mein Beruf als Diätassistentin) und nach meinem Zertifikat zu fragen.
Und wenn dann noch die menschliche Chemie stimmt, dann steht einer  hoffentlich erfolgreichen Ernährungsberatung nichts im Weg.
Meinen Namen habe ich unkenntlich gemacht, damit in den sozialen Netzwerken kein Schindluder damit getrieben werden kann. Hoffe ich wenigstens.Bildrechte: S. Hagedorn

Samstag, 19. November 2016

Das ist Leo!

Dieses Mal das Foto vorneweg.
Bildrechte:S. Hagedorn
Leo ist mein Kollege, wenn ich Kinder in der Beratung habe, bei denen es mal hakt.
Durch meine Arbeit mit Klasse2000 weiß ich, dass Kinder Figuren oder Kuscheltiere mögen.Da bekomme ich oft eher einen Zugang als wenn ich selbst frage.
Wobei: Ich frage selbst, aber der Leo sitzt vor mir und die Kinder erzählen ihm von ihren Prpblemen, die vielleicht die Bauchschmerzen auslösen oder für andere Befindlichkeitsstörungen zuständig sind.
Ich bitte die Eltern auch darum sich komplett rauszuhalten (auch wenn es noch so schwer ist) und das Kind einfach erzählen zu lassen. Aktives Zuhören ist da wichtig. Hinhören, aufnehmen und Beziehungen herstellen.
Nach diesen Gesprächen frage ich ob die Kiddies dem Leo die eigenen Kuscheltiere zeigen kann, weil er immer auf der Suche nach neuen Freunden ist. In dieser kurzen Zeit kann ich dann mit den Eltern besprechen, wie wir weitermachen können oder müssen.
Solch einen Freund in der Kinderberatung kann ich nur empfehlenn. Allerdings muss man selbst auch den Mutt haben sich auf eine Art Rollenspiel einzulassen. Die Fragen stellt in meinem Fall der Leo und nicht ich. Da muss die Sprache dann schon kindgerecht sein.
Für mich war beim Kauf dieses Kuscheltieres wichtig, dass ich es waschen kann. Es geht ja durch einige Kinderhände und in der mobilen Beratung möchte ich evtl.vorhandene Viren oder Bakterien nicht von Haus zu Haus bringen.
Ich wünsche euch viel Spaß mit eurem "Helfer" und vielleicht hat ja schon jemand einen im Büro sitzen. Leo freut sich auf neue Therapie-Helfer-Freunde. ;-)

Mittwoch, 16. November 2016

Mangelnde Kompetenz oder Nicht-Wissen...

... macht den Ruf der kompletten Branche kaputt.
Diesen Gedanken hatte ich gestern, als ich in einer Facebook-Gruppe zur Adipositaschirurgie (AC)mitgelesen habe. In mache Gruppen rutscht man irgendwie rein...
Liebe Kolleginnen und Kollegen, unterschätzt den Austausch dort nicht, auch was uns Ernährungsfachkräfte angeht.
Ich habe zwar nicht mitbekommen, dass dort Namen verbreitet werden, was ich positiv finde, aber wenn da jemand mit mangelnder Kompetenz oder gegen AC berät, dann fallen da schon mal unschöne Kommentare.
Sätze wie "Wo hat die ihren EB (=Ernährungsberater) gemacht?" "Gab es den EB bei Aldi auf dem Wühltisch?" sind zwar schon krass, aber es geht zum Teil auch in die Richtung, dass man besagte Kolleginnen und Kollegen bei der Krankenkasse melden möchte.
Ein Beitrag drehte sich wirklich nur um die eine Ernährungsberaterin eines Gruppenmitgliedes.
Wenn ich dann rauslese, dass diese Kollegin komplett gegen diese OP ist, wenn sie den Klienten mit auf den Weg gibt, dass sie schon mal versuchen sollen ihre Trinkmenge zu reduzieren, weil sie nach OP ja auch weniger trinken können ...Diese Kollegin ging davon aus, dass der Patient nach OP erst einmal für einige Wochen auf der Intensivstation liegt und erst nach laaaanger Zeit wieder breiig essen kann.Das liest sich für mich erstmal nach mangelnder Kompetenz auf diesem Gebiet. Auf anderen Gebieten kennt sie sich vielleicht besser aus.
Ich weiß nicht, wieviel von dem Ganzen wahr ist, aber das alles steht geschrieben im Netz,im www=worldwide.
Eine Bitte an alle Kolleginnen und Kollegen: Wenn Ihr gegen die Adipositaschirurgie seid, dann beratet bitte diese Menschen auch nicht. Gebt sie weiter an Kollegen, die das gerne tun, die sich auskennen, als selbst falsche Infos rauszugeben und  "die Ernährungsberater" in ein schlechtes Licht zu stellen.
Ich bin selbst nicht spezialisiert auf Niere und Allergien. Deshalb berate ich bei solchen Anfragen auch nicht ,sondern leite weiter an Kolleginnen in meinem Umfeld, die fit in der Thematik sind.
Gerade im Bereich der AC gibt es gaaanz viel Gruppen bei Facebook, in denen ein reger Austausch herrscht. Da ist der Ruf ganz schnell ruiniert.
Die Macht der sozialen Netzwerke ist nicht zu unterschätzen.
Bildrechte:S. Hagedorn

Samstag, 12. November 2016

Vortrag:"Was bläht denn da?"

Am vergangenen Diesntag, dem 8.11.16 fand ein Vortrag unter diesem Motto im Seminarraum des Gesundheitszentrums Gemen statt.
Eingeladen hatte mich Frau Evelyn Schulz-Geldmacher, Inhaberin der Cordula-Apotheke in Gemen.
Das Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) oder Bauchbeschwerden im Allgemeinen "zieht". Der Seminarraum war bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten noch Stühle nachgeschoben werden. Die Organisation war gut,  jede/r fand einen Platz.
Gehalten wurde der Vortrag von Frau Dr. med. Mantwill  aus Bornheim.
Es war ein Verbrauchervortrag, gespickt mit den diversen Themen wie Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption, Glutensensitivität, Histaminintoleranz.
Für mich gab es nichts Neues, ich konnte dem Ganzen folgen, aber wenn ich mich in der Thematik nicht ausgekannt hätte wäre ich mit einem brummenden Schädel (auch wegen der Wärme) nach Hause gefahren.
Ganz viel Stoff!
Was ich gut fand war, dass Frau Dr. Mantwill die Protonenpumpenhemmer (bekannt als "Magenschutz") explizit angesprochen hat. Ich hoffe den Teilnehmern ist deutlich geworden, dass diese Medikamente nicht  für eine Dauermedikation geeignet sind.
Beim Besprechen der Fruktosemalabsorption bin ich kurz zusammen gezuckt, da die zuständigen GLUT5-Transporter unter Enzymmangel gepackt wurde, wie es z. B. bei der Laktoseinoleranz der Fall ist. Das ist fachlich nicht korrekt.
Nach gut 1,5 Stunden haben die Teilnehmer sehr viele Infos und Produktproben (Werbung gab es  auch- was ich persönlich gut ausblenden kann).
Erkenntnisse, die meine Kollegin Elisabeth Schmelting- Finke und ich dann mit nach Hause genommen haben: In der Beratungspraxis ist es quasi unser Hauptgeschäft und wenn solch ein Vortrag gelaufen ist und wir haben die Teilnehmer als Klienten in der Beratung, dann ist es schon gut zu wissen, was dort vermittelt wurde. Ob ich den Produkt- oder Erährungsempfehlungen Folge leisten würde... dickes Fragezeichen.
Uns wurde ein "Kurzschema zur darmgesunden Ernährung" (unabhängig von NMU) mitgegeben.
In der ersten Woche mit einem Obstsalat zum Frühstück zu starten- für mich wäre das nichts. Dann doch eher ein warmer Haferflockenbrei, der ab der zweiten Woche plus Obst empfohlen wurde.
Aber von dieser Empfehlung hätte ich nicht erfahren, wenn ich nicht dort gewesen wäre.Ob ich sie für zielführend halte steht auf einem anderen Blatt.
Also bitte immer auf den eigenen Bauch hören, wenn Ernährungsempfehlungen ausgesprochen werden. ;-)
Bildrechte: S. Hagedorn

Mittwoch, 9. November 2016

"Die Pille nehme ich ja auch noch"

Zu einer vernünftigen Anamnese gehört für mich die Frage nach Medikamenten.
Seit geraumer Zeit habe ich es mir angewöhnt auch explizit nach der Pille oder Hormonpräparaten  und Nahrungsergänzungsmitteln zu fragen.
Die Pille wird ganz oft vergessen. Das fällt meinen Klientinnen meist erst dann ein, wenn ich danach frage.
Ich habe mal recherchiert, wie Pharmaunternehmen diese Präparate bewerben. Es wird nicht als Medikament mit Wirkung und Nebenwirkung beworben sondern als Lifestyleprodukt. Im Vordergrund steht oft, dass das Hautbild sich verbessert,die Haare  glänzen. Und die jungen Frauen, die sich mit Pickeln rumschlagen, die sehen oft nicht, dass diese Hormonpräparate auch viele Nebenwirkungen haben. Oft erzählen mir die Klientinnen odr deren Mütter, dass die Töchter anfangen zu weinen (ohne Grund), im Grunde genommen unter depressiven Verstimmungen leiden, dies aber nicht gerne mit dem Pillenpräparat in Verbindung bringen.
Die Pickel sind ja weg. Aber die Familie ist genervt.
Ich habe im Wartezimmer eines Arztes auch schon mitbekommen, dass einer jungen Frau quasi im Vorbeigehen gesagt wurde:" Die "futterst"(das Wort ist wirklich gesagt worden!!) du erst einmal auf und dann meldest du dich wieder."
Aufklärung ist das für mich nicht.
Und dann gibt es noch Wechselwirkungen z.B. mit Johanniskraut. Gelernt bzw. aufgefrischt/ nach vorne geholt im Pharmakologieseminar mit Prof. Smollich.
Prof. Smollich hatte eine beeindruckende Folie, über die eine Seminarteilnehmerin sagte:
" Mir ist bewusst geworden wie schnell ich im vergangenen Jahr Oma hätte werden können. Meine Tochter hat sich wegen eines Todesfalls  Johanniskraut gekauft."
Die Folie zeigte drei Grafiken, die ich hier nur in Worten darstellen kann:
Pille+ Johanniskraut= Baby.
Wenn also jemand nach Medikamenten fragt,auch gerade jetzt, wo das Recht auf einen Medikationsplan besteht alles aufzählen. Und wenn der Arzt meint, das eine oder andere wäre nicht nötig selbst  notieren.
Bildrechte:S. Hagedorn



Freitag, 4. November 2016

fortgebildet: Lebererkrankungen...

...und Ernährung. Update 2016
an der Praxishochschule Campus Rheine.
Es war eine kleine, aber sehr feine Fortbildung zum Thema "Lebererkrankungen". Vier gute Vorträge, alle praxisnah und auf keinen Fall langweilig.
Immer öfter kommen Klienten mit der Zuweisung "nichtalkoholische Fettleber" oder einer anderen Indikation plus erhöhten Leberwerten in die Beratung und da kann eine Umstellung der Ernährung hilfreich sein.
Den Anfang machte  Dr. rer. nat. Cordula Siegmann-Thoss und ihrem Vortrag
Die Leber – das Chemielabor in unserem Körper
Es war ein Grundlagenvortrag, der vermittelte, wann und warum was in  der Leber passiert.Die Leber hat zwei Ziele: Der Blick auf den Gesamtorganismus und auf sich selbst. Sie sorgt für eine kontinuierliche Versorung trotz einer nicht kontinuierlichen Nahrungsaufnahme.
Die Leber arbeitet "selbstlos". Sie nimmt immer das, was übrig bleibt.
Bei mir kam bei dieser Beschreibung das Bild einer Hausfrau aus (hoffentlich) früheren Zeiten hoch. Zuerst die Kinder und der Ehemann und dann sie selbst. ;-)
Wenn die Leber schon selbstlos arbeitet, dann sollten wir sie gut pflegen.
Vortrag Nr. 2 hielt Dr. med. Frank Holtkamp-Endemann.
Keynote Lecture
Ernährungsmedizinisch relevante Lebererkrankungen
Also welche Lebererkrankungen sind ernährungsmedizinisch zu beeinflussen.
An erster Stelle bei den Lebererkrankungen stehen die alkoholische und nichtalkoholische Fettleber.
Im Blick sollte man ebenfalls die chemotherapieassoziierten Lebererkrankungen haben.
30% der Allgemeinbevölkerung hat eine Lebererkrankung (zum Teil ohne es zu wissen). Es ist oft ein Zufallsbefund. Rauchen ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor und die (nichtalkoholische) Fettleber ist ein Vorläufer eines Diabetes mellitus.. Es sollte bei der Diagnose immer ein Screening auf Diabetes erfolgen.
Im dritten Vortrag hat die Kollegin Birgit Blumenschein die Aktuellen Ernährungsaspekte unter die Lupe genommen. Das, was ich und nicht nur ich vor zig Jahren gelernt haben, nämlich bitte kein Eiweiß bei Lebererkrankungen, das ist passé. Ganz im Gegenteil: Der Eiweiß-, aber auch der Fettbedarf sind erhöht.
Birgit Blumenschein ist Praktikerin.
Sie rechnet aus, was die ganzen Prozentangaben zur Nährstoffversorgung auf dem Teller bedeuten. Was  bedeuten die Eiweißempfehlungen in Gramm Lebensmitteln auf dem Teller.
Der letzte Vortrag wurde von Prof. Smollich gehalten. Der Name könnte aus  meinem Pharmakologieseminar noch präsent sein.
Sein Thema:Hepatische Nebenwirkungen von Medikamenten:Management in der Praxis
Dass viele Medikamente nicht gerade leberschonend sind, das wusste ich bereits.
Das Hauptaugenmerk lag bei den sog. pflanzlichen Arzneimitteln. Im Kreise der Zuhörer war viel Erstaunen festzustellen.
Das Schöllkraut in Iberogast, Cimicifuga im Remifemin, Pelargonium in Umckaloabo... Es sind alles pflanzliche Stoff, die eine Wirkung, aber auch Nebenwirkungen haben. Also aufpassen und nicht einfach mal inflationär nehmen, nur weil es pflanzlich ist. Prof. Smollich versucht immer zu sensibilisieren, dass einfach genauer und kritischer hingeschaut wird.
Dann noch das Thema Zimt. Ist ja in der Vorweihnachtszeit aktuell.Zimtsterne- für Kinder sehr kritisch. Warum? Weil kein echter Zimt enthalten ist sondern das Cumarin. Also selbst backen mit Ceylon Zimt (Zutatenliste lesen). Und diejenigen, die Zimtkapseln zur Verbesserung des Diabetes nehmen- ebenfalls Achtung!
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die Vorträge auf einem hohen Niveau.
Liebe Veranstalter: Weiter so!


P.S. Das war übrigens die letzte Fortbildung in diesem Jahr. Es hat sich etwas "geknubbelt" in den letzten Wochen, aber ich möchte keine einzige Veranstaltung missen.
Bildrechte: FET e.V.


Sonntag, 30. Oktober 2016

Das Sicherheitsei

Ich bin einige Male darauf angesprochen worden, was die Überschrift "Sicherheitsei" über dem Foto im Beitrag zum Eiweißseminar zu bedeuten hat.
Das ist eine Wortschöpfung von Heike Lemberger.
Dieses Wort hat sich durch den zweiten Teil, den Praxisteil, wie eine Art Running-Gag gezogen. Aber solch ein Wort bleibt dann auch hängen.
Auch bei einer eiweißbetonten Kost kann es mal zu dem kleinen Hunger zwischendurch kommen.
Wer jetzt unterwegs ist und auf sein Eiweiß achtet, der kann oft mal eben einen Joghurt, einen Milchshake, was auch immer mitnehmen. Schon garnicht im Sommer, weil da absolute Kühlung angesagt ist.Aber ein gekochtes Ei,das funktioniert.
Das kann jeder,(natürlich muss man es mögen) gepellt oder in der Schale, schön gekocht in einer Brottdose in Kombination mit etwas geschnittenem Gemüse mitnehmen.
Und das macht dann auch gut satt und hält länger vor.
Und damit keiner Angst bekommt, was die Nährwerte angeht ein paar Zahlen :
Ein Hühnerei Gewichtsklasse M (=  58g) enthält:
81 kcal -6,7 g Eiweiß-5,9 g Fett- 0,4 g Kohlenhydrate (Quelle:GU Nährwert- und Kalorientabelle)
Dazu dann noch ganz viele Vitamine und Mineralstoffe. Ein Powerpaket.
Natürlich enthält das Ei auch Cholesterin. Aber das erhöht den Cholesterinspiegel nicht. 
Ich wünsche allen "Guten Hunger" mit dem Sicherheitsei.
Bildrechte: S.Hagedorn


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Gedanken zum Hackfleisch

In diesem Sommer besuchte uns ein Freund meines Mannes. Das Wetter war schön und so haben wir lange draußen gesessen und irgendwann kamen wir auf das Thema Fleisch zu sprechen.
Unser Besuch kennt sich  sehr gut aus und mir sind da ein paar Dinge bewusst geworden, die ich im normalen Alltag bisher so hin genommen habe ohne es großmäßig zu hinterfragen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Mutter, wenn sie Hackfleisch gekauft hat, an der Fleischtheke immer "halb und halb" bestellte.
Nach dem besagten Sommerabend habe ich die Angebotsblätter, die jedes Wochenende ins Haus flattern, intensiv beobachtet.
Ich habe nirgends mehr Hackfleisch halb& halb gefunden sondern nur Hackfleisch gemischt.
Und  da steckt die Krux. Wer bestimmt in welchem Mischungsverhältnis uns das Gehackte verkauft wird? Halb & halb ist eine klare Aussage, aber gemischt???
Wenn der Anteil an Schweinefleisch, für das die Erzeuger gerade mal nicht viel bekommen höher ist, dann ist die Gewinnspanne für die Fleischvertreiber ungleich höher als wenn der Rindfleischanteil erhöht würde.
Ich weiß jetzt nicht ob es mein subjektives Empfinden ist, aber ich meine, das Hackfleisch, dass in Suermärkten in der Kühltheke liegt, wird immer heller. Das heißt für mich, dass der Schweinefleischanteil höher ist.
Die Deklaration "gemischt" ist richtig. Da gibt es nichts  daran zu rütteln.
Nur will ich das?
Seit besagtem Sommerabend kaufe ich Hackfleisch aus Rindfleisch. Denn da wo Rinderhack drauf steht, da sollte dann auch nur Rindfleisch drin sein.
Bildrechte: S.Hagedorn


Montag, 24. Oktober 2016

fortgebildet: "Eiweiß- ein Nährstoff in der Diskussion

Zwei Fortbildungen an zwei Wochenenden hintereinander, das ist schon eine Herausforderung.
Aber es hat sich gelohnt in die Eifel zu Freiraum-Seminare zu fahren.Fortbildung mit Wohlfühlcharakter.
Obwohl: als ich mir das Handout ausgedruckt habe, da bekam ich es ein bisschen mit der Angst zu tun, bzw. ich bekam einen Heidenrespekt. Grafiken zu Studien, diese Studien dann noch in Englisch.
Konnte ich da mithalten? Vor dem Lesen und Interpretieren von Studien habe ich mich bisher so weit es ging "gedrückt". Nach diesem Seminar wird das anders.
Dr. Nicolai Worm hat es einfach verstanden mich mitzunehmen, mir begreiflich zu machen, wie ich an diese Studien herangehen muss und dass 1000 Wörter Englisch ausreichend sind um Studien zu verstehen.
Er hat mir und meinen Mitstreitern aber auch vor Augen geführt, wie schwierig das Thema "Ernährungswissenschaft" ist und wie wichtig es ist genau hinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ich möchte nur auf ein paar Dinge zum Thema Eiweiß eingehen, denn es gibt so viele Dinge, dazu müsste man dann eine Broschüre schreiben. Ich schreibe aber ein  Blog. ;-)
Wir dürfen mit mehr Eiweiß umgehen als die berühmt -berüchtigten 60-90g bzw. 0,8-1g pro Kilogramm Körpergewicht. Eine gesunde Niere verstoffwechselt weitaus größere Mengen.
Der angegebene Proteinbedarf ist der Mindestbedarf + Sicherheitszuschlag, also noch lange nicht das Optimum. Optimal wären mindestens 25-35 g Eiweiß pro Hauptmahlzeit. Diese Menge wird aber für ältere Menschen wahrscheinlich nicht ausreichen.
Dann ein Satz, den wir uns alle merken sollten:
"Wir essen nicht nur tierisches und pflanzliches Protein, sondern andere Stoffe dazu."
Wir essen nicht nur den Bestandteil "Eiweiß", wir essen ein komplettes Lebensmittel und welcher Bestandteil dieses (eiweißreichen) Lebensmittels führt dann letztendlich zur positiven oder negativen Wertung?
Aber warum ist es so schwer Studien zu Ernährungsthemen zu erstellen?
Weil sie mit Menschen durchgeführt werden und Menschen wollen nicht  über längere Zeit eine standardisierte vorgeschriebene Kost essen. Die Leute brechen ab. Dann wird in Studien berechnet, mathematisch bereinigt mit Formeln. Wer sagt mir, dass die richtige Formel genutzt wurde und dass es nicht evtl. einen klitzekleinen Rechenfehler gab?
Ihr merkt schon, dass der erste Tag sehr komplex war, aber Dr. Worm hat es geschafft, die Sachlage anhand von Beispielen so zu erklären, dass ich gedanklich nicht abgedriftet bin. Klar ist noch Nacharbeit nötig, aber ich habe viel Handwerkszeug mit auf den Weg bekommen. Das war Tag 1.
An Tag 2 hat uns Heike Lemberger dann in die Praxis mitgenommen. Proteinreiche Kostformen wurden vorgestellt inkl. empfehlenswerter Literatur. Wir haben Tagesbeispiele berechnet, bekamen praxisnahes Feedback.
Und zwei Fragen habe ich mit nach Hause genommen:
1. Warum werden Milch und Milchprodukte als eiweißreich eingestuft obwohl Milch doch im Nährstoffverhältnis mehr Kohlenhydrate enthält?   und
2. Ab wann wird ein Lebensmittel als "proteinreich" eingestuft? Kohlenhydratreich gilt ein Lebensmittel ab 12g pro 100g und fettreich wenn es über 10g Fett pro 100g liegt. Für Eiweiß gibt es eine solche Regel nicht.
Wer bestimmt so  etwas?
Ich werde weiter kritisch bleiben. Ich bin gespannt, in welche Richtung es gehen wird.

"Sicherheitseier" ;-)
Bildrechte. S. Hagedorn

Sonntag, 16. Oktober 2016

fortgebildet: Pharmakologie...

....für die ernährungstherapeutische Praxis
Dozent: Prof.Dr. rer. nat. Martin Smollich

Noch sind die Eindrücke so frisch, dass ich diese tolle Fortbildung mit einigen Sätzen beschreiben möchte.
Liebe Kolleginnen und Kollegen: Wenn Ihr noch weiter über den Tellerrand hinausschauen möchtet und ein Teil des Käsescheiben-Modells sein wollt, dann lege ich Euch dieses Seminar wirklich ans Herz. Wenn ich als "Käsescheibe" einen Fehler vermeiden kann, dann hat sich dieses Seminar mehr als bezahlt gemacht.
Aber zurück zum Thema.
Ich wusste nicht, dass die Pharmakologie spannender sein kann wie ein Krimi. Das lag auch am Dozenten,Prof. Smollich, der die Thematik so aufbereitet hat, dass es über zwei Tag spannend war und auch blieb.
Und wer jetzt denkt, dasswir uns nur mit Wechslewirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmitteln beschäftigt haben (was bei einer Fortbilung für Diätassistenten naheliegend wäre), der liegt falsch.
Am ersten Tag wurden uns Grundlagen nahegebracht. Genotyp (jeder Mensch kommt z.B. mit einem anderen Enzymmuster auf die Welt), wie ist die Halbwertzeit eines Medikamentes, was ist die Therapeutische Breite, welche Einflussfaktoren wirken auf Medikamente und noch ganz viel mehr.
Beispiel der Halbwertzeit von Valium als kleines Beispiel und Richtwert: Lebensalter in Jahren (denkt an Eure alten Patienten!!!)
Dann die QT-Zeit -Verlängerung: Das ist der Moment, wenn sich das Herz zusammenzieht und im Körper gerade mal nichts passiert (ganz platt ausgedrückt). Wenn sich der Moment verlängert, bei dem nichts passiert??? Einige Antibiotika, die bei einer Blasenentzündung gegeben werden, können dies auslösen. Deshalb steht in den Fachinformationen auch, dass vor Verabreichung dieser Medikamente ein EKG geschrieben werden muss. Hat das schon mal jemand erlebt?
Paracetamol- sollte verschreibungspflichtig werden. Ein Medikament, dass viel zu oft auf die leichte Schulter genommen wird. Und dann noch bei Kopfschmerzen nach Alkoholkonsum. Gefährliche Mischung.
Noch kurz etwas zu Lebensmitteln und deren Wechselwirkungen mit Medikamenten. Wer Medikamente nimmt sollte sich nie Johanniskraut kaufen. Wer L-Thyrox nimmt sollte mind. eine Stunde nach Einnahme keine Milchprodukte einnehmen  (Milch im Kaffee) oder die Dosis anpassen lassen.
Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber manchmal ist weniger mehr. Nacharbeit und Recherche ist angesagt, denn das Thema hat mich angepiekt. Ich und noch einige Kolleginnen mehr hoffen auf ein Aufbauseminar mit noch mehr Indikationen, die wir leider in der Zeit nicht geschafft haben.
Wie drückte sich Prof. Smollich (sinngemäß) aus?
Es ist keine Verkaufsveranstaltung für Medikamente. Medikamente müssen sein, aber sie sollen bewusst eingesetzt werden.
Was Prof. Smollich auch immer wieder ansprach: Hinterlegung der Medikamente auf der Patientenkarte. Es gibt  technische Möglichkeiten, dass eine  Art Warnsystem in Gang gesetzt wird, wenn ein neues Medikament hinzugefügt wird und das nicht zu den anderen passt, also Wechselwirkungen verursacht. In den Niederlanden ist das Alltag, in Deutschland ist das aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.  Dabei könnte diese Technik eine große "Käsescheibe" im System sein um Fehlerquellen auszuschalten.
Bildrechte: S. Hagedorn

Sonntag, 9. Oktober 2016

22-Tage- Zucker Detox

Über die sozialen Medien bin ich auf dieses Fastenprogramm gestoßen. Es wurde in einem Modeblog vorgestellt.
Als ich das gelesen habe kam bei mir der Gedanke hoch: Irgendetwas mache ich falsch oder ich bin zu dumm dazu, aus meinem 7-wöchigen Zuckerfasten ein Programm zu erstellen und das für "Teuer-Geld" zu verkaufen. Es scheint ja gewünscht zu werden.
Seit einigen Jahren lasse ich den Zucker und alles, was damit zu tun hat für 7(!) Wochen weg und ich bin dann trotzdem hinterher nicht zuckerfrei. Zuckerreduziert ja, aber so ganz ohne, das klappt selten.
Ich bin, was dieses Thema angeht, sehr diszipliniert. Trotzdem kann in Stresssituationen die Zuckerfalle dann zuschnappen. Mir hilft dann auch kein Yoga.
Was ich an diesem Programm nicht verstehe: Warum glutenfrei? Diesen Hinweis habe ich in einem Blog gefunden. Ans Programm komme ich nicht ran ohne mich anzumelden und das möchte ich auch nicht.
Diesen Satz habe ich auf der Homepage gefunden:
" Nahrungsmittel, die Du vorher als nicht süß empfunden hast, werden plötzlich süß schmecken. Genial, oder?"
Das ist nicht genial, sondern normal. Das schmecke ich jedes Mal, wenn ich Zucker komplett weg lasse. Der Geschmackssinn wird sensibler.
"Die Zunge wird mal wieder blank geputzt."
Das  musste ich  jetzt mal einfach runtertippseln mit besten Grüßen an die Mitstreiter aus unserer Zuckerfastengruppe.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Was ist denn eigentlich ein Affiliate-Link?

Diese Frage bekam ich vor einigen Tagen gestellt.
Einfach erklärt: Es ist ein Link mit dem ich Geld verdienen kann.Das möchte ich aber dann gerne auch transparent machen.
Das heißt aber noch lange nicht, dass ich Geld damit verdiene. So groß und bekannt ist mein Blog nun auch nicht und für Firmen auch (noch) nicht so interessant, dass man mich z.B für Produkttests anfragen würde.
Wenn ich da einen Modeblog hätte, dann sähe das schon anders aus. Habe ich aber nicht. Bin ich auch nicht.
Ich setze zu Büchern, die ich vorstelle, immer den Amazon-Link mit rein. Das bedeutet jetzt nicht, dass Ihr darüber bestellen müsst. Ich bin dafür die heimischen Buchläden zu unterstützen.  In unserem Dorf gibt es einen schönen, guten Buchladen, allerdings hat man dort nicht immer alles da und wenn ich etwas bestelle, was ich vielleicht zurückgeben möchte, dann fallen Gebühren an.
Also nutzt den Link für den sog. "Blick ins Buch" und entscheidet selbst, wo Ihr bestellen mögt.
Weil: Reich werde ich durch diese Art der Werbung nicht. ;-)
Bildrechte. S. Hagedorn

Donnerstag, 29. September 2016

Mein Platz im Rahmen des MMK vor Adipositaschirurgie

Zuerst einmal möchte ich ein paar Begrifflichkeiten klären für all diejenigen, die sich mit dieser Thematik nicht auskennen:
Adipositaschirurgie (AC) oder bariatrische OP: Magenverkleinerung zur Gewichtsabnahme
Multimodales Konzept Zitat aus Wikipedia:
"Voraussetzungen hierfür ist der Nachweis über das Ausschöpfen der sogenannten konservativen Methoden zur Gewichtsreduktion. Zur aktuellen Kostenübernahme gehört der Nachweis zur Teilnahme an einem Multimodalen Konzept, welches aus den Fachgebieten Psychologie, Innere Medizin, Adipositaschirurgie, Ernährungsberatung und Bewegungstherapie über den Zeitraum von 6 bis 12 Monaten gehört. Dieses Konzept gibt es allerdings nicht fertig. Jeder Patient muss sich selbst seine Therapeuten suchen und eine Verknüpfung derer herstellen. Zertifizierte Adipositaszentren müssen hier beratend und vermittelnd tätig werden, dazu gehört auch die Unterstützung von Selbsthilfegruppen."

Ich habe jetzt einige Zeit über diesen Blogbeitrag gebrütet. ausgelöst wurde es durch ein Gespräch mit einer Kollegin, die wiederum eine Diskussion mit einer anderen Kollegin hatte. Es wurde und wird gerade darüber diskutiert, wo mein bzw. unser Platz im MMK ist bzw. worin unsere Aufgabe besteht.

Meine eigentliche Aufgabe ist es, den Klienten im besagten Zeitraum durch konventionelle Maßnahmen beim Abnehmen zu begleiten. Also Kalorienzählen, Fett- oder Kohlenhydratreduktion etc.
Das funktioniert aber nicht, wie mich die Erfahrung gelehrt hat. Die Klienten, die solch eine OP anstreben, wissen, dass eine Gewichtsabnahme von 10% des Ausgangsgewichtes eine Ablehnung der OP bedeutet.
Wie mir letztens eine Klientin sagte, als ich meine eigentliche Aufgabe thematisiert habe, sagte:
"Frau Hagedorn, Sie glauben doch wohl nicht, dass ich in dem halben Jahr abnehmen werde. Dann bekomme ich ja meine Zusage zur OP nicht."
Und das ist die Krux, die bei vielen Kolleginnen und Kollegen zur Frustration führt. Ich habe mal irgendwo den Satz (sinngemäß) gelesen:" Ich werde da ja sowieso zum Loser gemacht, weil ich es nicht schaffe, dass die Menschen abnehmen."
Ich habe mir auch die Literatur zum Thema durchgeschaut : Irgendwie geht alles in die Richtung:Fitmachen für die Zeit nach OP.
Ich betreue trotzdem, wenn ich eine Anfrage auf Ernährungsberatung im Rahmen des MMK bekomme. Ich glaube, dass ich mittlerweile einen guten Weg gefunden habe, Inhalte zu vermitteln,die sowohl fürs "normale" Abnehmen geeignet sind,die aber auch wichtig sind um auf die Zeit nach OP vorbereitet zu sein.
Ich rate den Klienten immer dazu, die Zeit zu nutzen um vor OP das Gewicht zu reduzieren. Schließlich erleichtert es dem Chirurgen die Arbeit.  Aberletztendlich ist jede/r für sich selbst verantwortlich.
Was mich jetzt freuen würde, wäre eine Diskussion, Kommentare, ein Austausch von Kolleginnen und Kollegen, aber auch Betroffenen, bzw. auch Patientenbetreuern aus den Adipositaskliniken.
Damit sich das Brüten gelohnt hat. ;-)
Bildquellenangabe: Thommy Weiss  / pixelio.de

Mittwoch, 21. September 2016

gelesen:"Schlagfertigkeitsqueen"

In jeder Situation wortgewandt und majestätisch reagieren von Nicole Staudinger
erschienen bei Eden Books; ISBN: 978-3-959100-72-4; Preis:14,95


Wer kennt nicht diese dumme Situation: da ist jemand verbal auf uns losgegangen, egal ob beruflich oder privat, und in diesem Moment bleibt die Spuke weg, alternativ: es fehlen die Worte.
Und kurze Zeit später fallen uns sooo viel Antworten ein, aber die Gelegenheit ist vorbei.
Genau für solche Situationen ist das Buch perfekt.
Jetzt möchte ich kurz erklären, wie ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin:
An irgendeinem Freitag bin ich in den Kölner Treff gezappt und da kleben geblieben. Nicole Staudinger wurde befragt und mich hat diese Frau so beeindruckt, was Witz, Charme, Lebensfreude und natürlich Schlagfertigkeit anging.
Ich habe sofort in den sozialen Netzwerken(Facebook-Account) nach ihr gesucht, bin fündig geworden und verfolge mit Spaß, was sie schreibt.
Das angekündigte Buch habe ich direkt vorbestellt. Ich musste einige Zeit warten, aber das Warten hat sich gelohnt.
Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Ich war fasziniert,mit welch einfachen Mitteln man  auf dumme Bemerkungen seiner Mitmenschen reagieren kann, wenn ich weiß wie es funktionieren kann.
Anleitungen finde ich ausreichend, aber es sind auch Techniken dabei, die ich mir aneignen muss. Also üben! Aber das Buch ist auch als Arbeitsbuch gedacht.
Nicole Staudinger verweist auch darauf, dass keiner sich verbiegen soll. Es findet sich für jede Persönlichkeit eine Methode.
Das Buch wird auf jeden Fall als Literaturempfehlung bei den nächsten Existenzgründer- Workshops mit dabei sein. Es gibt ja auch in meinem Beruf Gelegenheiten, wo Schlagfertigkeit gefragt ist.



Schlagfertigkeitsqueen: In jeder Situation wortgewandt und majestätisch reagieren (Affiliate-Link)

Sonntag, 18. September 2016

gelesen: Lecker ohne....Fett

...Lieblingsrezepte voller Geschmack von Alexandra Hirschfelder und Sabine Offenborn, erschienen bei Humboldt;ISBN:978-3-89993-893-7; Preis: 19,99€

Es ist das dritte Buch der Kolleginnen von Lecker ohne. Nach Fruktose und Zucker geht es in diesem Buch ums Fett.
Fett ist ein Nährstoff, der die Geister scheidet. Entweder macht Fett fett oder fit?
Beides ist der Fall.
In diesem Ratgeber wird gut erklärt, warum wir Fett brauchen, welche Fette bevorzugt werden sollen und welche nicht? Was sind Omega-3-Fettsäuren, was sind Transfette?
Warenkunde zu den verschiedenen Ölen, Nüssen , Seefischen.
Und natürlich, wie bei den Autorinnen nicht anders zu erwarten: ein ausführlicher Rezeptteil.
Es sind keine Rezepte, bei denen man erst nach den Zutaten suchen muss. Alles praktikabel,fettreduziertmit der Beschreibung von Zubereitungszeit und bei Bedarf auch Backzeit. Natürlich auch inklusive Nährwertangaben.
Ich habe mir auch aus diesem Buch erst einmal ein Rezept ausgeguckt, dass ich in den nächsten Tagen nachkochen werde: Schnittlauch- Kartoffel-Brötchen
Ich bin jetzt schon gespannt, ob es ein nächstes Buch geben wird und wenn ja, welches Thema dann "besprochen" wird.
Die Bildrechte liegen beim Verlag


Lecker ohne ... Fett: Lieblingsrezepte voller Geschmack. (Affiliate-Link)

Samstag, 10. September 2016

Ich bin kein Lebensberater schon gar kein Psychotherapeut

Ich arbeite gerade mit einigen Klienten zusammen, die  eine Magenverkleinerung zur Gewichtsabnahme wünschen.
Im Moment läuft es, was Zusammenarbeit und Interesse angeht,  gut.
Trotzdem gibt es manchmal Erlebnisse,wo ich mir denke: "Wie soll das nach einer OP klappen?
Ich möchte das mal an einem imaginären Klienten erklären, wobei da auch Erlebtes mit einfließt. Aber mir ist auch der Schweigepflichtsgedanke dann wichtig.
Der Sinn des MMK im Bereich Ernährung ist, dass versucht werden soll, dass die Klienten in diesem Zeitraum und fachlicher Begleitung auf konventionellem Weg abnehmen sollen. (Zu dieser Sache wird es noch einen gesonderten Post geben). Wer ebenfalls in diesem Bereich arbeitet, der weiß, dass das nicht funktioniert. Egal, anderes Thema (demnächst) in einem Extra- Blogbeitrag.
Wenn ich mit dem Klienten zusammensitze und mir wird nur erzählt, wie schwer das Leben ist oder war, was gerade in der Familie vorgeht, da denke ich mir: " Ich bin Diätassistentin, mein Bereich ist die Ernährung, diese Thematik gehört in einen anderen Fachbereich."
Das thematisiere ich, lenke zurück zum eigentlichen Beratungsthema und schwupps, bin ich wieder in die z.B. Familienprobleme involviert.
Dieses ständige Zurückführen zum Thema, das kostet wahnsinnig Kraft und das ist dann auch so ein Beispiel wo jemand wahrscheinlich gerade nicht erreicht werden möchte.
Aber es ist die Beratungszeit des Klienten. Was soll ich in den Beratungsbericht nach dem halben Jahr schreiben?
Ich lüge nicht für meine Klienten. Ich möchte mich vor den Krankenkassen, vor dem medizinischen Dienst, nicht unglaubwürdig machen.
Ich möchte deshalb auch noch einmal auf einen Beitrag aus dem Blog von Michael Wirths aufmerksam machen, vielleicht etwas modifiziert, dass auch auf die Beratungskräfte (egal welcher Profession) gehört werden sollte.


Anmerkung: Wenn ich von "Klienten" schreibe, dann kann das männlich und weiblich sein!

Mittwoch, 7. September 2016

"Ich wollte garnicht erreicht werden!"

Diesen Satz hat mir vor einigen Tagen ein Klient gesagt, der seine bariatische OP hinter sich hat  und den ich zufällig getroffen habe.
Ich habe ja mittlerweile ein Gespür dafür entwickelt, was ein Klient, der eine Betreuung im Rahmen des MMK (Multimodales Konzept) möchte.
Die Wenigsten möchten in diesen 3-6 Monaten abnehmen, denn bei einer Gewichtsabnahme von
10 % des Gesamtgewichtes wird eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt.
Wer auf diesem Weg abnimmt, der kann es auch auf konventionelle Art und Weise weiterführen.
Aber das möchten die meisten Klienten nicht.
Es besteht die Angst,dass sie wieder in alte Muster verfallen und das, was in der Zeit der Betreuung gut klappt, wieder im Alltag untergeht.
Oder aber die OP ist der größere Wunsch, so dass die Ernährungsberatung im Rahmen des MMK abgesessen wird, weil es ein MUSS ist und danach ist erst einmal gut.
Wenn dann aber die Zusage für die OP kommt, dann kommt bei einigen das große Nervenflattern, denn es wird ernst.
Oben genannter Klient hat mir ehrlich erzählt, dass er in den Beratungsunterlagen gewühlt hat, was nach OP so alles auf ihn zukommt. Er hat sich aber auch nicht getraut mich anzurufen, weil er sich geschämt hat, dass er während der Beratungseinheiten nicht zugehört hat und zu allem "Ja und Amen" gesagt hat. Und er hat mir ehrlich gesagt, dass er von mir nicht erreicht werden wollte. Die Termine waren für ihn eine Pflichtveranstaltung.
Ich konnte ihm dann aber auch sagen, dass ich das bemerkt habe.Das war ihm dann nochmal peinlich. Ich bin seit über 35 Jahren in meinem Geschäft und ich merke doch ob ich "Mittel zum Zweck" bin oder ob sich jemand für die Themen interessiert.;-)
Was ist aus diesem zufälligen Treffen geworden? Mein Klient ist wieder bei mir in der Beratung und zwar als Selbstzahler. Wir arbeiten jetzt intensiv miteinander. Die Beratungsinhalte vor OP werden aufgefrischt. Das macht richtig Spaß.
 Bildquellenangabe: lichtkunst.73  / pixelio.de

Freitag, 2. September 2016

gelesen:Jod-Schlüssel zur Gesundheit

Wiederentdeckung eines vergessenen Heilmittels. Neue Power für Ihre Körperzellen
von Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann; ISBN: 978-3-951814-017-2; Preis: 14,99€

Schon lange nicht mehr habe ich mich mit einer Rezension so schwer getan, wie bei diesem Buch.
Nicht, weil die Autoren Heilpraktiker sind, nicht weil das Thema uninteressant ist, nicht weil das Buch langweilig geschrieben ist.
Ganz im Gegenteil, das Thema hat mich beim Lesen des Buches richtig angepiekt, wenn Ihr versteht , was ich meine. Aber es ist für mich noch nicht richtig greifbar, da ich niemanden in der Nähe habe, mit dem ich mich darüber unterhalten kann, der Erfahrung auf dem Gebiet der Jodtherapie hat.
Alle denken  bei Jod zuallererst mal an die Schilddrüse und Jodüberdosierung. Bitte nicht bei Hashimoto!
Im Buch wird beschrieben, dass eine Jodgabe bei Hashimoto einen positiven Einfluss hat.
Die Autoren stellen  eine Reihe von Studien vor, die zeigen, dass Jod für jede Körperzelle wichtig ist.
Ein Jodmangel spielt danach eine Rolle bei Brustkrebs. Dies wird z.B.belegt durch einen Artikel in der Ernährungsumschau, einer Fachzeitschrift, die in meinem Berufskreis gerne gelesen wird.
Interviews mit Fachleuten zum Thema finden sich auch.
Frau Hoffmann und Herr Kauffmann haben da einiges an Wissen zusammengetragen.
Ich finde diese Thematik durchaus spannend, ich möchte gerne mehr dazu wissen, denn in der Ernährungsberatung habe ich durchaus mit Patienten zu tun, die eine Schilddrüsenunterfunktion oder auch eine Hashimoto-Thyreoditis haben.
Aber wie die Autoren immer wieder betonen: Die Therapie gehört in die Hände erfahrener Menschen.
Leider gibt es niemanden in meiner Umgebung.
Es könnte ein Thema werden wie die Sache mit dem Vitamin D. Jahrelang wurde vor hochdosierter Substitution gewarnt, jetzt zeigt sich, dass wir alle irgendwie einen Vitamin-D- Mangel haben. Ärzte bieten als IGeL-Leistung die Bestimmung des Vitamin-D-Status an.
Zurück zum Jodthema. Ich werde mich durch die zahlreichen Quellenangaben wühlen und vielleicht findet sich jemand, der richtig fit in der Thematik ist und zum Austausch bereit ist.

Bildrechte:Systemed















 Jod. Schlüssel zur Gesundheit. - Wiederentdeckung eines vergessenen Heilmittels.
Neue Power für Ihre Körperzellen.
(*Affiliate-Link)

Mittwoch, 31. August 2016

Betriebsblinde (Haus-)Ärzte

Jede/r in seinem Bereich kann mal ein bisschen betriebsblind werden, aber im Gesundheitsbereich darf das normalerweise nicht passieren.
Deshalb finde ich es für mich wichtig mich mit meinen Kolleginnen vom Qualitätszirkel auszutauschen um mal einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Das geschieht natürlich immer unter Einhaltung der Schweigepflicht.
Wie komme ich auf das Thema? Anruf einer alten Dame( Mitte 80) wegen einer Beratung zur cholesterinarmen Kost. Sie käme gerade aus dem Krankenhaus und dort hätte man ihr gesagt, dass der Cholesterinspiegel zu hoch wäre.
Ich habe die Beratung vorbereitet und im Beratungsgespräch kamen dann einige Dinge zur Sprache, die ich auch aus meinem privaten Umfeld kenne. Hausärzte,die gerade im Hinblick auf alte Menschen etwas übersehen.
Meine Klientin ist mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gekommen, da sie nachts plötzlich Luftnot bekommen hat, der Blutdruck stark schwankte.
Sie erzählte mir, dass der Blutdruck bei ihr ständig zwischen zu hoch und zu niedrig pendelt und dass die Sache mit dem hohen Cholesterinspiegel in der Familie liegt.
Im Krankenhaus ist sie dann mal durchgecheckt worden. Es wurde geschaut, woher eine hochgradige Anämie herrührte (wurde vom Hausarzt bisher nicht behandelt). Das Herz wurde untersucht. Es hätte schon lange eine Behandlung mit einem Blutverdünner erfolgen müssen.
Außerdem hatte sie bereits einen Herzinfarkt, aber ohne Folgen. Beim Hausarzt hatte sie sich mehrmals über Schmerzen in der Brust beklagt. Therapie: Schmerztabletten.
Da ist einiges schief gelaufen.
Ich kann verstehen, dass ein Arzt, der gerade ältere Patienten öfter sieht und vielleicht auch nicht die Zeit hat oder meint, die Zeit nicht zu haben, mal eben eine "Pille" nach Symptom verschreibt.
Das hätte in diesem Fall schief gehen können.
Die Angehörigen plädieren für einen Arztwechsel, aber die alte Dame  möchte ihren Arzt nicht wechseln. Die Macht der Gewohnheit. Sie fragte mich, was ich an ihrer Stelle tun würde.
Schwere Frage. Ich kann die Angehörigen gut verstehen, aber irgendwie kann ich die alte Dame auch verstehen. Ich habe ihr letztendlich als Tochter und Schwiegertochter von älteren Herrschaften den Gedanken mit auf den Weg gegeben bei weiteren Arztbesuchen eine Begleitung mitzunehmen, die mithört und auch Fragen stellt. Herrschaften aus dieser Generaton haben nämlich noch einen Heidenrespekt vor dem Mann im weißen Kittel.
Ich wünsche der Dame alles Gute und den Mut ihren Arzt auch mal als Menschen zu sehen, der auch Fehler macht, was abernicht sein darf.

Bildquellenangabe: Martin Büdenbender  / pixelio.de

Freitag, 26. August 2016

Ernährungsmediziner vs. Diätassistent

Seit einiger Zeit ploppt die Diskussion hoch, dass die Klienten verunsichert sind, weil sie von Ärzten zu hören bekommen, dass sie z.B. vor einer bariatrischen OP noch in die Ernährungsmedizin müssen. Gemeint ist damit wohl das sog. M(ulti)M(modale)K(Konzept), das über 3-6 Monate läuft.
Eine Klientin hat angegeben,dass sie in der Beratung einer Kollegin ist und bekam als Antwort:
"Ob das wohl reicht?"
Natürlich verunsichert das die Klienten. Noch immer hat ein Arzt etwas mehr Ansehen als eine Ernährungsfachkraft, als eine Diätassistentin.
Wer sich jetzt mal die Mühe macht und recherchiert, der stößt ganz schnell auf Folgendes:
"Ernährungsmediziner" ist eine Zusatzqualifikation zum Medizinstudium.
Diätassistentin ist mein Beruf. Wenn ich jetzt weitergehe, dann stoße ich auf die Ausbildungsstunden.
Wenn ich das richtig lese, dann handelt es sich um 100 Stunden. Fortbildungen im Anschluss daran werden angeboten.
Meine Ausbildung dauert drei Jahre, ist gesetzlich geregelt und umfasst(....)aufgeführten theoretischen und praktischen Unterricht von 3.050 Stunden sowie die dort aufgeführte praktische Ausbildung von 1.400 Stunden. Dazu kommen natürlich noch ständige Fortbildungen. Hier im Blog habe ich alle ausführlich beschrieben. Wer sich dafür interessiert, kann gerne das Archiv durchwühlen. ;-)

Welcher Arzt auch immer die Aussage getätigt haben soll, ob es reicht, wenn ein Diätassistent die ernährungstherapeutische Betreuung übernehmen kann soll sich doch bitte mal genauer informieren, was Ernährungsfachkräfte leisten können.
Natürlich schicken Ärzte an Kollegen weiter, aber bitte verunsichert doch die Klienten/Patienten nicht.
Ich plädiere auch in diesem Fall wieder mal für ein Miteinander zum Wohle des Klienten/Patienten.
 Bildquellenangabe: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

Donnerstag, 25. August 2016

Immer dieser Ketchup

Heute morgen war ich einkaufen und bekam ein Gespräch zwischen Mutter und Sohn mit. Der Filius wollte Ketchup haben, Mutter nicht. Sie erklärte ihm, dass da so viel Zucker drin wäre.
Er solle sich mal an die Ernährungswoche im Kindergarten erinnern, wie viele Zuckerwürfel vor der Flasche Ketchup gestanden hätten. Und zuviel Zucker ist schlecht für die Zähne, das wüsste er ja durch die Zahnfee, die das Zähneputzen erklärt und außerdem macht zu viel Zucker dann auch dick.
Der Ketchup blieb im Regal.
Ganz klar, es ist beeindruckend, wie viele Zuckerwürfel in einer Flasche Ketchup stecken.
Aber wer isst den kompletten Inhalt einer ganzen Flasche? Es kommt doch immer auf die Menge an.
Und da haben Mütter/Eltern doch einen Einfluss, wie viel von der roten Soße letztendlich auf dem Teller landet.
Wer genau wissen möchte was im Ketchup drinsteckt, dem habe ich ein Rezept zum Selbstmachen herausgesucht. Bitte hier klicken.
 Bildquellenangabe: Unitz  / pixelio.de

Montag, 22. August 2016

Kulinarisches aus Kühlungsborn

Frisch aus dem Ostseebad Kühlungsborn zurück , noch drei Tage Urlaub, aber meine Eindrücke müssen raus.
Im vergangenen Jahr haben wir die Ostsee für uns entdeckt. Mit wenig Erwartungen ans Wetter sind wir losgefahren und wurden überrascht. Ankunft bei strahlendem Sonnenschein und die ganze Woche wurden wir von der Sonne verwöhnt. Strand, Sonne, Abendspaziergänge an der Promenade bei Sonnenuntergang und natürlich gut gegessen. Was will das Urlauberherz mehr.
Verhungern kann kein Mensch in Kühlungsborn. Ein Restaurant-klein oder groß- reiht sich ans andere und jedes hat seine Berechtigung. Jeden Abend waren die Plätze voll.
Aber es gab Unterschiede in der Atmosphäre.  Ich nehme das als Beispiel zwei italienische Restaurants ohne Namen zu nennen.
Im ersten saßen wir auf einer schönen Terrasse, wurden  italienisch-deutsch begrüßt (ähnlich dem "Isch abe gar kein Auto"aus der Kaffeewerbung), und schnell stand das Essen vor uns. Abends gute Pasta- das reichte. Zwischendurch wurde immer wieder gefragt ohne dass es aufdringlich wirkte.
Im zweiten Restaurant war es anders obwohl das Essen ähnlich war. Es wirkte elitärer oder sollte elitärer wirken, Pasta waren nicht wirklich besser und ich kam mir vor, als wenn ich in einem Aquarium saß. Eine erhöhte Terrasse rundum verglast. Der Service war freundlich, keine Frage, aber es fehlte etwas. Das gewisse Etwas, was ich im erste Restaurant bemerkt hatte.
An der Ostsee muss natürlich auch Fisch gegessen werden. Beworben wurde Zander, Dorsch meist in Kombi mit Pfifferlingen oder Champignons.
Das ehrlichste Fisch"restaurant"-  war  mehr eine kleine Gaststätte. Außerdem wurde dort frischer Fisch verkauft und der Laden war gerappelt voll. Seelachsfilet  mit Bratkartoffeln wie von Oma und Bohnensalat wie von Mutter. Nicht viel Schnickschnack. Einfach, frisch und lecker.
Eine Woche Urlaub zum Auftanken . Nächstes Jahr gerne wieder.

Bildrechte. S. Hagedorn

Mittwoch, 10. August 2016

Blog-Urlaub

Ich mache sowohl mit der Ernährungsberatung als auch mit meinem Blog mal für zwei Wochen Urlaub.
Die letzten Wochen hatten es in sich und jetzt mache ich den Akku wieder voll.
Das Bild von Monika Schweitzer passt gerade.
Ich mag Ihre Header für Facebook, die sie kostenfrei zur Verfügung stellt. Etwas passendes ist immer dabei.
Passt auf Euch auf und bleibt gesund.
Bildrechte:Monika Schweitzer

Sonntag, 7. August 2016

Schnell gemacht: Kräuterhäppchen und Blätterteig-Tartes

In der vergangenen Woche hatte ich zwei Anlässe zu denen ich zwei pikante Kleinigkeiten brauchte, die auch noch schnell funktionieren. Bei meiner Schwester habe ich beide Dinge probiert und gebe sie gerne an Euch weiter. Meine Abwandlungen findet Ihr in Klammern.
Kräuterhäppchen
200 g Butter
250 g Magerquark
1 TL Salz
        Pfeffer
1 Paket "8 Kräuter"
1 fein gehackte Zwiebel (Lauchzwiebel)
150 g fein gewürfelte Salami (Kochschinken)
250 g Mehl
1 TL Backpulver

Alle Zutaten mischen.  Mit zwei Teelöffeln kleine "Kugeln" formen und auf auf einem, mit Backpapier ausgelegten Backblech im vorgeheizten Backofen 30 Minuten bei 200°C backen.
Anmerkung: Ich habe den Teig einen Tag vorher gemischt und konnte dann gut mit den Händen Kugeln formen. Die Häppchen lassen sich sehr gut einfrieren.
                                                ________________________
Blätterteig-Tartes
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
je 100 g rote und gelbe Kirschtomaten (entsprechend Paprika, in meinem Fall geschält)
Kräuter der Provence oder nach Geschmack
100 g Fetakäse
Salz
3 EL Olivenöl

Den Blätterteig in Quadrate schneiden und diagnonal halbieren. Rundum mit einer Gabel einstechen und mit einem Gemisch aus einem Eigelb und 1 EL Milch (Sahne) einstreichen.
Tomaten (Paprikawürfel), mit dem gekrümelten Fetakäse, Olivenöl, Käutern und Gewürzen mischen und auf dem Teig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen (Ober-unf Unterhitze) bei 220°C ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.
Sie schmecken warm am besten, können aber auch kalt gegessen werden.

                             

                                                              Guten Appetit!
 


Sonntag, 24. Juli 2016

Eine rollbare Flasche

Im Blog ist es gerade etwas ruhiger geworden, denn meine freie Zeit nutze ich eher dazu mich im draußen aufzuhalten als im warmen Haus. Und draußen lese ich eher ein Buch als das ich mich im Internet bewege.
In der vergangenen Woche bin ich mit meiner Tochter für ein paar Stunden nach Winterswijk gefahren um ein bisschen zu bummeln. Ist von uns aus nicht weit und die Niederländer haben oft pfiffigere Mode oder kleinkram, den ich hier nicht bekomme.
Direkt zu Beginn der Einkaufsstraße ist mir ein neues Geschäft aufgefallen. Den Namen habe ich vergessen. Was mich angepiekt hat waren Lunchbags und halt diese rollbaren Flaschen, die mir kurz davor in einem Blog schon aufgefallen waren.Ich habe danach im Netz gesucht, aber mir haben die Designs nicht gefallen.
Aber diese Flaschen von Aqua Licious, die haben es mir angetan. Eine musste wenigstensmit und zwar zum Testen. Ich bin ja immer auf der Suche nach Anregungen für Maßnahmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung.
Meine Flasche mit dem schönen Pfauenfederdesign fasst 300 ml.Unbefüllt wiegt sie inkl. Karabinerhaken keine 40 g und wenn sie leer ist, dann rolle ich sie zusammen und sie passt bequem in meine Handtasche.
Den Spülmaschinentest hat sie auch bereits bestanden. Es setzt sich am Boden nichts Unappetitliches fest und die Qualität hat auch nicht gelitten. Warmen Tee konnte ich auch umfüllen.
Und die Flasche ist BPA-frei.Bisphenol A steht im Verdacht gesundheitsgefährdend zu sein und wenn es auch ohne geht, umso besser.
Diese Flasche wird mich begleiten. Sie hat mich überzeugt.
Bildrechte. S. Hagedorn

Donnerstag, 30. Juni 2016

Unterstützung für das Café Juli in Aachen

Ich möchte Euch gerne eine Herzensprojekt vorstellen das Unterstützung verdient.
Die Kollegin Alexandra Hirschfelder von Lecker ohne möchte sich einen Traum erfüllen.
Ein eigenes Café. Aber nicht mal so 08/15, nein. Regional, saisonal und eingestellt auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Die beiden Kolleginnen von Lecker ohne bieten uns Ernährungsfachkräften die Möglichkeit uns kostenlos mit unserer Dienstleistung vorzustellen. Für mich ist es jetzt an der Zeit mal etwas zurückzugeben, auch wenn ich keinen Kuchen in Aachen essen werde.Aber man soll ja niemals "nie" sagen. ;-)
Deshalb unterstütze ich ihre Aktion , die sich durch Crowfunding finanzieren soll.
Ach, ich lasse Alexandra einfach mal für sich selbst sprechen.
Solch ein Projekt sollte gerade durch uns Ernährungsfachkräfte Unterstützung erfahren. Ich profitiere immer von den vielen Rezepten, die vorgestellt werden.


Montag, 27. Juni 2016

Hast du eigentlich noch ein anderes Hobby?

Diese Frage wurde mir in der vergangenen Woche gestellt. Zuerst wusste ich nicht worauf die Fragestellerin hinaus wollte. Aber sie meinte dann:
"Du redest so viel von deinem Beruf, von dem was du machst, ist das überhaupt noch Arbeit für dich?"
Da habe ich erst einmal gestutzt, überlegt.
Und dann fiel mir dieser Spruch von Konfuzius ein:

Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.

Ja, ich liebe meinen Beruf, ich mache meine Arbeit gerne. Ja, es ist immer noch Arbeit. Sowohl vor der Beratung als auch danach. Hobby ist auch nicht das richtige Wort. Das wertet die Arbeit doch ein bisschen runter. Geld verdienen möchte ich schließlich auch damit.
Aber das, was man gerne tut, das geht leich(er) von der Hand und macht dann auch Spaß.
Und jetzt zurück zur eigentlichen Frage, ob ich noch andere Hobbies habe.
Klar, ich lese gerne (im Moment viele Fachbücher *hihi*) , aber ich sammle auch Spruchkarten.
Bei Rossmann stehe ich immer lange vor dem Spruchkartenständer auf der Suche nach Neuigkeiten
Bei Penny stöbere ich auch gerne, aber auch in Buchhandlungen. Oft kaufe ich diese Karten dann in doppelter Ausführung um sie dann, wenn gerade Bedarf besteht, an liebe Menschen zu verschicken.
Mit der richtigen Post und handgeschrieben.
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche.
(aus meiner Sammlung)

Sonntag, 19. Juni 2016

Blogempfehlung:"Adipositas Blog"



Ich habe mal wieder einen neuen Blog in meine Empfehlungsliste aufgenommen, den ich gerne vorstellen möchte.
Michael Wirtz  schreibt  hier und nennt ihn den Adipositas-Blog.Er schreibt über seine Erfahrungen als adipöser Mensch, als Mensch nach einem bariatrischen Eingriff, als Mensch, der sich engagiert im der  AdipositasHilfe Nord e.V. und das nicht weichgespült, nein, total kritisch.
Als Erstes ist mir das Foto aufgefallen und meine erster Gedanke war:“So sieht er doch gar nicht mehr aus.“ Er hat das Bild gewählt, weil er in diesem Jahr, als das Bild entstanden ist, beschlossen hat, etwas gegen seine 160 kg zu tun.
Wir sind uns in der SHG Borken vor längerer Zeit mal live begegnet. Ich hatte damals das Gefühl mich mit Betroffenen austauschen zu müssen, auch um meine Beratung zu optimieren. Ich kann ja nicht jede Krankheit, jede Op durchmachen. Da profitiere ich lieber von den Erfahrungen derjenigen, die es real erleben.
Bei meinem Besuch ist mir schon der realistische Umgang mit der Adipositaschirurgie und den damit verbundenen „Nebenwirkungen“ aufgefallen. Oft wird von der Honeymoon-Phase nach OP berichtet, wenn die Menschen meinen: Jetzt ist alles gut!
Für Michael Wirtz ist beileibe nicht alles gut. Er schreibt kritisch über Chirurgen, über die Leitung einer SHG, ach lest doch bitte selbst.
Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge, wir verfolgen uns garantiert weiter über Facebook.
Diesem Blog wünsche ich ganz viel Erfolg und dem Schreiber und seiner Familie alles Gute.
Und bitte so weiter schreiben, wie bisher. Frei von der Leber weg. (Der Autor wird wissen was ich meine  :-))