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Sonntag, 25. Februar 2018

Neue Wege gehen….



Schon öfter habe ich hier geschrieben, dass es mich in die Betriebliche Gesundheitsförderung  (BGF) oder sogar in das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) zieht.
Für mich ist das Save Nutrition Network (SNN), das der VDD in Kooperation mit der Kraaibeek GmbH anbietet, genau die richtige Plattform. Ich finde es spannend, neue Wege zu gehen und mal wieder etwas Neues anzupacken. Das hält nämlich im Kopf jung. Vorbild in dieser Sachen aktive Kopfarbeit ist für mich meine Mutter mit ihren 80 Jahren. Sie ist in meiner Heimatstadt immer noch als Fremdenführerin aktiv.
Deshalb  war ich etwas schockiert, als ich letztens gefragt wurde, warum ich mir diese Arbeit noch antun möchte. Ich wäre ja auch keine 20 mehr.
Ich bin keine 20 mehr, ganz im Gegenteil, ich gehe irgendwie schon auf die Rente zu. Aber soll mich das abhalten? Nein, ganz im Gegenteil.
Ich möchte nochmal raus aus meiner Komfortzone, die Gehirnzellen in Rotation bringen, meinen Kopf fordern.
Ich muss auch mal wieder meine ganz große Familie ins Spiel bringen. Wie oft höre ich von Nichten und Neffen, dass sie nicht bereit sind bzw. sich scheuen neue Aufgaben anzunehmen, die der Arbeitgeber ihnen anbietet. Gerade von jungen Menschen erwarte ich eigentlich, dass sie den Mumm und die Energie haben Neues auszuprobieren. Da rotieren die Gehirnzellen ja vielleicht noch etwas besser als im fortgeschrittenen Alter. 
Außerdem sehe ich es als Kompliment, wenn der Arbeitgeber neue Aufgabengebiete zutraut. Klar, einarbeiten muss man sich. Das ist dann Aufwand. Aber das kann dann auch Grundlage sein um mal wieder über sein Gehalt zu verhandeln.
Im Bereich BGF/BGM muss ich auch lernen, sogar noch einiges.Aber ich möchte gerade mal ein bisschen raus aus meiner Komfortzone Ernährungstherapie.Wobei die immer bleiben wird, weil ich diese Arbeit gerne mache.
Mit dem SNN habe ich kompetente Menschen an meiner Seite, in meinem Netzwerk, die mir Fragen beantworten, die aber auch wissen was ich kann (oder auch noch nicht kann) und mich dann wegen Aufträgen in meiner Umgebung anfragen. Was will ich noch mehr? Das ist irgendwie Luxus, oder nicht?
Ich kann an alle jungen Kolleginnen und Kollegen, die auch mal etwas anderes tun möchten und zukunftsorientiert denken: Traut Euch und wenn Fragen auftauchen, dann fragt.
Zum Beispiel die Frage, was bringt mir ein Netzwerk eigentlich, auch wenn es nicht "SNN" heißt?
Ich könnte ja denken: Hmm, da sind auch Mitbewerber / Konkurrenten,die mir die Arbeit oder die Aufträge weg nehmen. Wer so denkt, der sollte lieber nicht in ein Netzwerk einsteigen.
Netzwerken heißt immer Geben, aber dann auch Nehmen. Kollegialer Austausch ohne Konkurrenzdenken. Fehler, die andere gemacht haben nicht selbst auch machen (müssen) und nette Menschen kennenlernen.
Uns wird seitens des VDD  gerade etwas auf dem Silbertablett serviert, das ich nutzen möchte, nämlich solch ein Netzwerk.
Bildrechte: R. K.


Mittwoch, 14. Februar 2018

2ab- Weizen- Werbestrategie oder wirklich wirksam?

Vor einigen Tagen habe ich hier geschreben, dass ich um Unterstützung bei FODMAP-armer Ernährung gebeten worden bin.
Mein Schützling ist sehr aktiv und hat mir einen Flyer zu einem sog. "2ab-Weizen" mitgebracht, welches von Natur aus weniger FODMAP beinhalten und frei von D-Glutensein soll.

Die Verkäuferin bei Bäckerei Becker hat gesagt, dass dieses Brot bei Reizdarm gut geeignet wäre. Meinem Schützling sind viele Informationen mitgegeben worden und er fühlte sich gut beraten und aufgehoben.
Ich habe ein bisschen zum Thema recherchiert und bin auf einen Beitrag von Professor Smollich genau zu diesem  Thema gestoßen.
Den letzten Satz seines Beitrags möchte ich hier gerne zitieren, weil ich der gleichen Meinung bin:
"...Welchen Anteil an der Symptomverbesserung die Botanik hat, und welchen die Ernährungspsychologie. Aber wenn es den Betroffenen – unabhängig von einem Mechanismus – damit besser geht, dann ist ja schon viel gewonnen."

Wer oder was heilt oder lindert hat für mich eine Berechtigung.


Als Info für euch den Flyer inklusive Barcode.




Zu diesem Beitrag wurde ich nicht aufgefordert und auch nicht bezahlt!

Sonntag, 11. Februar 2018

gelesen: "Ich koche"

90 leckere Rezepte aus der Gourmet-Küche- einfach selber zubereiten und genießen von Marcus Scherer;erschienen bei Europäische Verlagsanstalt/Die Hanse; ISBN: 978-3-86393-086-8; 
Preis: 19,90€


Wer, wie ich, 15 Jahre in einer Krankenhausküche gearbeitet hat und Patientenkontakt hatte, der weiß, wie sehr das Essen den Krankenhausaufenthalt bestimmen kann. Es kann zum Highlight des Tages werden, aber auch zum Aufreger. Nur als Beispiel: Zum  St. Agnes- Hospital in Bocholt gehört(e) eine eigene Gärtnerei und wir waren natürlich verpflichtet das Gemüse dann zu verarbeiten, wenn es Saison hatte. Das konnte dann zu einer Schwemme an Möhren werden, die auf irgendeine Art und Weise zum Einsatz kommen mussten. Das kam natürlich auch beim Patienten an und oft kam ein Anruf: " Kann bitte jemand zur Station kommen. Ein Patient ist mit dem Essen nicht zufrieden."
Meist kam im Gespräch heraus, dass dieser Mensch keine Möhren mehr sehen konnte.

Dies nur als kleines Beispiel, wie das Essen einen Patienten unzufrieden machen kann. Dazugehört oft auch der Eintopf am Wochenende (oft arbeitet nur die halbe Belegschaft) oder es schmeckt halt nicht wie zuhause.

Zurück zum Buch.

Das Israelitische Krankenhaus, spezialisiert auf Erkrankungen des Verdauungssystems, hat mit Marcus Scherer einen Meisterkoch eingestellt.

Die Philosophie dahinter: "Essen soll Genuss bereiten"

Das Budget, das seitens der Krankenkasse vorgegeben wird, stand zuallererst nicht im Vordergrund. Wie es sich mittlerweile für das Krankenhaus rechnet wird im Buch genauestens beschrieben.

Marcus Koch verzichtet auf sog. "Luxuslebensmittel", setzt auf saisonale und regionale Zutaten und dass er ein Freund der mediterranen Küche ist, das ist anhand der Rezepte zu sehen.

Das ist keine übliche Krankenhauskost. Wer hat in einem Krankenhaus schon einmal

Couscous mit Minz-Joghurt und Granatapfel gegessen  oder ein selbst hergestelltes Tiramisu?

Fleisch -und Fischgerichte sind nicht das große Thema dafür, dafür kommt Tofu zum Einsatz oder halt ein komplett vegetarisches Gericht.
Auch drei  "Lieblingsrezepte aus Mutters Küche" wie "Scherers Käsesahnetorte" (Gebäck und Desserts,auch dafür gibt es Rezepte) finden sich im Buch.

Ich finde das Kochbuch gelungen. Persönlich habe ich mir schon Marker ins Buch gesteckt, von Gerichten, die ich nachkochen möchte.

Es wäre schön, wenn es Krankenhäuser gibt, die dem Beispiel des Israelitischen Krankenhauses folgen würden.



*ICH KOCHE: 90 leckere Rezepte aus der Gourmet-Küche - einfach selber zubereiten und genießen

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Mittwoch, 7. Februar 2018

FODMAP-arme Kost- Unterstützung gefragt

Ich bin aus der Familie um Unterstützung gebeten worden. Da gibt es einen Menschen,der ständig Bauchschmerzen hat. An Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurde bereits alles getestet. Bis auf eine Fruktosemalabsorption (getestet mit 50 g Fruktose) ist nichs dabei herausgekommen. Die Karenzphase, die ich vor einigen Jahren begleitet habe (Zitat:"Du kennst Dich damit ja aus"), hat auch irgendwie nichts gemacht.
Besagte Person ist zu einem anderen Gastroenterologen gewechselt. Aus Sicherheitsgründen nochmal zwei Wochen Fruktosekarenz. Wieder nichts gebracht. Bauchschmerzen sind geblieben.
In dieser Zeit sind Laborwerte abgenommen worden und Stuhlanalysen gemacht worden.
Gestern nun das Ergebnis: Organisch alles in Ordnung.
ABER der Gastoenterologe hat wohl sehr gut erklärt, dass das Thema "Reizdarm" immer weiter in den Fokus rückt, dass man vielen Menschen mit unklaren Bauchbeschwerden Unrecht getan hat, weil in die Ecke "psychisch angeschlagen" gerückt.
Es sind wohl einige Dinge zur Sprache gekommen, wie eine sensiblere Reizleitung im Darm, andere Wahrnehmung und noch so einiges mehr.
All diese Erklärungen und die Diagnose hat jetzt dazu geführt, dass die vom Arzt vorgeschlagene FODMAP-arme Kost für 2-3 Wochen durchgeführt werden soll.
Ich weiß, dass diese Kostform bei einigen Kolleginnen und Kollegen in der Kritik steht.
Für mich zählt jetzt allein, dass ein Mensch motiviert ist etwas zu tun, weil er sich ernst genommen fühlt, weil ihm ein Arzt vermittelt hat, dass da etwas geht.
Das Gespräch lief zwischen uns schon ganz anders. Es wurde gefragt, was gekauft werden soll, ob glutenfrei wirklich nötig sei und noch einige Dinge mehr. Da war jemand motiviert.
Und so jemanden unterstütze ich natürlich gerne. Wir werden das Ernährungsmanagement gemeinsam besprechen.
Letztendlich entscheidend für mich ist, was hilft. Ich werde Nährstoffmängel im Blick haben und wie der Arzt wohl gesagt hat:" Die meisten Patienten spüren schon etwas nach einer Woche"
Ich bin selbst gespannt.



Donnerstag, 1. Februar 2018

Rezertifizierung und ein neuer Auftraggeber

Drei Jahre sind wieder um und ich habe beim VDD e.V. meine Fortbildungspunkte eingereicht für die Re-Zertifizierung. Da hat sich im Laufe der letzten drei Jahre doch ganz viel angesammelt was Fortbildungen angeht. Das Zertifikat, gültig bis 2021, war heute morgen im Briefkasten.
Danke für die schnelle Bearbeitung an die Kolleginnen in der Geschäftsstelle in Essen.
Ich habe die Namen und Unterschriften "gegrünt", damit da keiner Unfug mit treiben kann. Im Zeitalter von Bildbearbeitung bin ich da vorsichtig.
Außerdem kann ich berichten, dass ich am vergangenen Dienstag einen Vertrag mit der AOK Nordwest unterschrieben habe. In Coesfeld ist die Stelle frei geworden und ich bin gespannt, was mich jetzt alles erwartet. Ein paar Abläufe sind etwas anders wie ich das von meiner freien Beratung her gewohnt ist, aber ich darf Fragen stellen und lernwillig bin ich sowieso. ;-)
Ich bin total gespannt, was mich erwartet.
Ach ja, das bedeutet jetzt nicht,dass ichVersicherte anderer Krankenkassen nicht mehr berate. Nein, ich berate auch weiter im Auftrag anderer Krankenkassen.