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Dienstag, 30. Juli 2013

Studiengang Clinical Nutrion...

Ernährungsmanagement B.Sc."
So nennt sich der Studiengang der Mathias Hochschule Rheine, der für uns Diätassistenten interessant ist, spezielle für die, die gerne noch studieren möchten.
Birgit Blumenschein ist Dozentin dort und schreibt:
"...
nach der erfolgreichen Durchführung im vergangenen Jahr und dem wachsenden Interesse der Diätassistentinnen und Diätassistenten an Akademisierung freuen wir uns (und ich mich) sehr, Ihnen erneut etwas in Deutschland bislang noch Einzigartiges bieten zu können:
einen berufs- und fachspezifischen, verkürzten Studiengang für Diätassistentinnen und Diätassistenten mit internationaler Anerkennung: „Clinical Nutrition/Ernährungsmanagement, B.Sc.“
Wir bieten (examinierten) Diätassistenten ab August 2013 für den Einsteig in das Sommersemester 2014 die Möglichkeit, eine berufsorientierte Möglichkeit der anerkannten Akademisierung und damit internationale berufliche Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gebiet der “Klinischen Ernährung“ und der „Ernährungsmedizin“ zu erlangen.

Das Besondere hierbei ist, dass Sie als Diätassistenten ab dem Sommersemester 2014 den Einstieg in das 2. Semester und damit einen verkürzten, berufsspezifischen akademischen Bachelorabschluss erreichen können. Berufskolleginnen und -kollegen können sich durch die Ausbildung erworbene Kompetenzen, nach einer erfolgreich absolvierten Einstufungsprüfung, auf das Studium anrechnen lassen und damit den akademischen Grad „Bachelor of Science (B.Sc.)“ derzeit bereits nach fünf Semestern erlangen."


Wer jetzt neugierig geworden ist, der schaue doch bitte hier
 Bildquellenangabe: Julien Christ  / pixelio.de 

Mittwoch, 24. Juli 2013

gelesen:"Ketoküche für Einsteiger: Rezepte & Kraftshakes"

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der ketogenen Kost, habe sie während meiner Tätigkeit im Krankenhaus auch schon kochen müssen, da wir einen Kinderarzt hatten, der diese Kostform bei Epilepsie verordnet hat. Aber damals war das Ganze doch ziemlich unausgereift.
Hauptsache viel Fett und wenig Kohlenhydrate. Wie und in welcher Relation die Nährstoffe zueinander stehen sollten, das war relativ egal.
Wenn ich darüber nachdenke tun mir die Kinder noch im Nachhinein leid.
Mittlerweile gibt es sehr gute Literatur zum Thema. Das Buch Krebszellen lieben Zucker- Patienten brauchen Fett. ist ein mehr als guter Einstieg in die Thematik, aber es ist halt graue Theorie.
Jetzt gibt es ein Buch mit alltagstauglichen Rezepten, die es den Menschen, die sich auf diese Kostform einlassen möchten, erleichtert, auch ketogen zu kochen.
Trotzdem stellen sich mir noch ein paar Fragen, auf die ich durch diesen Blogbeitrag dann doch eine Antwort bekomme.
  • Alle Rezepte werden als glutenfrei bezeichnet. In einigen Rezepturen finde ich dann das Eiweiß-Abendbrot. Wenn ich danach google, komme ich zu Eiweißmischungen, die Weizeneiweiß= Gluten enthalten. Ist ein anderes Brot gemeint?
  • Ein Hinweis zur Haltbarkeit der Erdbeer-Himbeer-Marmelade wäre sinnvoll.
  • Was sollten Sojallergiker als Alternative nutzen?
  • Und ich tue mich ja immer schwer, wenn so viel Süßstoff eingesetzt wird. Aber vielleicht sollte ich da die Formulierung: "Mittel zum Zweck." nutzen?
Bei dieser Kostform ist auf jeden Fall strenge Disziplin gefragt.
Abwiegen, Zutatenliste lesen, viel trinken - alles Pflicht!
Und bitte unter ärztlicher Aufsicht und ernährungstherapeutischer Begleitung anwenden, so dass gegengesteuert werden kann, wenn etwas nicht  passt.

Freitag, 19. Juli 2013

Die leidigen Wechseljahre

Irgendwann werden sie für jeden Frau zum Thema, mit mehr oder weniger Beschwerden.
Ich bin ja schon seit Jahren mit Konstanze Moos befreundet und in der Zeit, als sie noch hier in Deutschland wohnte, hat sie ein Seminar für Wechseljahreberaterinnen gehalten.
Schon damals war ich neugierig auf die Zusammenhänge, die sie mir am Telefon immer nur kurz erläutert hat und für mich war es immer besonders spannend, da Konstanze mich durch ihren Schreibstil immer richtig mitgenommen hat. Alles einfach zu verstehen, auch wenn Anatomie für viele ein Buch mit 7 Siegeln ist.
Heute morgen nun hat sie mir bei Pinterest einen kurzen Eintrag hinterlassen.
Ihr Ratgeber zum Thema Wechseljahre, "Mit Gelassenheit und Gorgonzola durch die Wechseljahre" ist bei Xinxii als E-Book käuflich zu erwerben.
Und ich kann Euch versprechen: die 1,49 Euronen sind kein rausgeschmissenens Geld! :-)

Donnerstag, 11. Juli 2013

Werbebroschüren mit Bonus obendrauf

Mein Kollege Jens Hofmann, der neben seiner Tätigkeit als Diätassistent ein Meister in Sachen Werbung und Marketing für mich ist (ich denke da auch gerade an die tolle Diäthek, die er aufgebaut und grafisch gestaltet hat) hat tolle Broschüren für die Beratung im Angebot.
Die Broschüren zu den verschiedensten Themen sind herstellerneutral, individualisierbar...
Was schreibe ich eigentlich lange rum? Macht Euch doch bitte selbst ein Bild und klickt einfach hier.
Mindestbestellmenge: 25 Stück und wer bestellt der bekommt noch 50 Kohlenhydrataustauschtabellen kostenlos dazu.

Was ich auch noch ganz pfiffig finde sind die Terminflyer



Mittwoch, 10. Juli 2013

Mittlerweile sollte es doch angekommen sein

Heute hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art. Ich bekam einen Anruf wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auf Fruktose, Sorbit und Histamin. Meine Freundin, Oecotrophologin, hatte meine Kontaktdaten weitergegeben, da dieser Patient hier aus meinem Ort kommt und es somit leichter von der Entfernung ist. Das macht sie immer so.
Im Gespräch erzählte mir die Anruferin  dann, dass ihre Ärztin ihr dringend empfohlen hätte eine Oecotrophologin aufzusuchen. Ich wäre doch Oecotrophologin?
Ich habe ihr erklärt, dass ich Diätassistentin wäre, aber genauso beraten kann und darf wie eie Oecotrophologin. Ich habe auch kurz erklärt, dass meine Freundin und ich die gleichen Fortbildungen besuchen, wenn irgend möglich und wir auch sonst kooperieren.
Aber der Termin ist nicht zustande gekommen, da der Patient erst einmal beim Arzt nachfragen muss, ob er bei einer DA gut aufgehoben ist, ob das genauso gut ist.
Ist bei den Ärzten immer noch nicht angekommen,wer Ernährungsberatungen durchführen darf?
Ein kurzer Auszug aus dem Leitfaden zur Prävention des BMG:
"Anbieterqualifikation:
Zur Durchführung entsprechender Maßnahmen kommen Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten Ausbildung im Bereich Ernährung in Betracht, insbesondere
  • Diätassistenten 
  •  Oecotrophologen (ernährungswissenschaftlich Ausrichtung; Abschlüsse: Diplom, Bachelor/Master of Science) 
  • Ernährungswissenschaftler ... 
mit gültiger Zusatzqualifikation...
  • ... Ernährungsberater/DGE, ErnährungsmedizinischerBerater/DGE
  •  VDD-Fortbildungszertifikat
  •  Zertifikat „Ernährungsberater VDOE“
  • VFED-Zertifizierung 
  • QUETHEB-Registrierung ...
Das sollte reichen.





Bildquellenangabe: Thorben Wengert  / pixelio.de


Sonntag, 7. Juli 2013

Weniger ist oft mehr...

... das gilt auch für die Ernährungsberatung.
Dass das Bild der Diätassistentin in den Augen vieler Menschen mit Verzicht, weniger Genuss und "schmeckt nicht mehr" verknüpft ist, das habe ich während vieler Termine erkennen müssen und gerade deswegen ist es mir auch wichtig dieses Image durch meine Arbeit gerade zu rücken.
Wobei dies nicht immer einfach ist, besonders wenn ein Lebensmittelchemiker namens Udo Pollmer in einem Interview mit der Zeitschrift Effilee massivst gegen unseren Berufsstand wettert und Die Zeit dieses Interview noch weiterverbreitet.
Ich bin einfach müde mich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Die Berufsverbände sollten sich dazu äußern.
Ich möchte durch meine Arbeit überzeugen. Und da habe ich gerade ein Beispiel, das zeigt: Oft reicht es an einigen wenigen Schräubchen zu drehen und wieder neu zu justieren.
Klient, Mitte 70, metabolisches Syndrom, BMI 45 ( da hatte sich der Hausarzt bereits mit 5 Punkten zu Ungunsten des Klienten verrechnet), drohende Immobilität.
Gemeinsam haben wir folgende Ziele ins Auge gefasst:
  • mehr Bewegung (Anleitung zu Übungen im Sitzen konnte ich dank der Hilfe einer Kollegin mitgeben)
  • Optimierung des Essens (Lieblingsgerichte konnten beibehalten werden, mithilfe des Klienten erarbeitet, was wie geändert werden könnte)
  • kleine Schritte
Das Ganze liest sich jetzt wahrscheinlich sehr rational, aber ich kann hier nicht alle Inhalte der Anamnese aufschreiben, ist auch nicht wichtig.
Fakt ist: Der Klient hat in einem Zeitraum von acht Wochen 7 Kilo abgenommen, der Blutzuckerwert hat sich verbessert und wenn wir uns sehen, dann strahlt mich ein Mensch an, der wieder Lebensmut hat und vom Essen her nichts vermisst. Auch das, was oft als "Sündigen" ausgelegt wird, das wird genossen und am nächsten Tag geht es dann halt weiter.
Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht so glatt weitergehen wird, aber der Klient weiß, dass es geht, dass er selbst etwas erreichen kann. Und dass ist mir letztendlich wichtig.
Ich freue mich auf Berichte und Erfahrungen als Kommentar.
Bildquellenangabe: lichtkunst.73  / pixelio.de