"Hast Du eigentlich keine Angst?"
Diese Frage wurde mir letztens einmal gestellt als ich erzählt habe, dass ich mobil beraten, d.h. dass ich meine Klienten /Patienten zuhause besuche.
Ich muss nicht mehr Angst haben als die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Patienten zu sich in die Praxis lassen. Ich kommuniziere im Vorfeld unter welchen Bedingungen die Beratungen stattfinden müssen.
Das habe ich schon vor Wochen mit dem Gesundheitsamt und Ordnungsamt geklärt.
Mindestabstand, Mund- Nasenschutz, eigener Kugelschreiber....
Bisher hatte ich damit auch keine Probleme. Ganz im Gegenteil, die Klienten machen sich wirklich Gedanken, wie alles eingehalten werden kann.
Bei einer Beratung war der Tisch noch zusätzlich ausgezogen, so dass der Mindestabstand mehr als eingehalten werden konnte.
Oder wir haben (mit Mindesabstand) draußen im Garten gesessen.
Da werden meine Klienten wirklich kreativ, was ich auch als Wertschätzung mir und meiner Arbeit gegenüber empfinde.
Sollte jetzt aber jemand beim Termin das nicht einhalten (wollen), was im Vorfeld abgesprochen war, dann würde ich mir auch das Recht herausnehmen die Beratung nicht durchzuführen oder abzubrechen.
Altersmäßig gehöre ich zur Risikogruppe, andererseits hält sich mein Klient dann auch nicht an Absprachen.
Aber ich wünsche mir, dass das nicht passieren wird.
Das Virus ist nicht weg und nur wegen Geld werde ich mich garantiert keinem Risiko aussetzen.
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Mittwoch, 24. Juni 2020
Montag, 25. Mai 2020
fortgebildet: Essen und Psyche
Fortbildung in Corona-Zeiten ist gerade etwas tricky, wobei sich jetzt gerade so Einiges wieder für Präsenzfortbildungen öffnet.
Nichtsdestotrotz haben Online- Fortbildungen einen gewissen Reiz. Ich sitze vor dem heimischen PC, habe keine Fahrt und evtl. Übernachtungskosten und wenn das Ganze dann wirklich noch so gut durchgeführt wird wie beim Online- Seminar „Essen und Psyche“ mit der Kollegin Anja Schneider, dann ist das alles ein Geschenk.
Von Beginn an habe ich mich mitgenommen gefühlt, das Thema NLP =Neurolinguistisches Programmieren wurde bei mir wieder nach vorne geholt. Vor zig Jahren habe bereits einen Kurs dazu besucht, aber die Materialien dazu im Schrank vergraben. Keine Sorge, auch wenn das Wort "Progammieren" hier vorkommt, es wird keiner umprogrammiert. 😉
Die Kollegin versteht es Informationen anhand von Praxisbeispielen greifbar und verständlich zu machen. Alle Teilnehmer kamen mit ihren Fragen zu Wort. Keiner musste mit Fragezeichen in den Augen den PC herunterfahren.
Ich habe direkt die nächste Online- Fortbildung gebucht mit dem Titel:
Ernährungspsychologisches Coaching – Grundlagen.
Mich hat das Thema richtig gepackt, weil es immer wieder Klienten oder Patienten gibt, wo ich weiter als weit über den Tellerrand hinausschauen muss. Natürlich kenne ich da meine Grenzen und weiß, wann ich an eine andere Berufsgruppe abgeben muss.
Leider kenne ich Anja Schneider noch nicht persönlich, wobei die Betonung auch noch liegt.
Für Oktober habe ich ein Präsenzseminar mit dem Titel „Persönlichkeitspanorama“ bei ihr gebucht. Das findet in Münster statt.
Es geht über drei Tage und ich habe mit Kolleginnen gesprochen, die bereits an diesem Seminar teilgenommen haben.
Die Resonanz war nicht nur gut, die Teilnehmer waren begeistert.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind in Münster noch Plätze frei. Also informiert Euch. Ernährungsberatung bzw. Ernährungstherapie sind keine reine Wissensvermittlung, sondern es geht um so viel mehr. Und mit diesen Werkzeugen arbeiten zu können, das ist für mich sehr wichtig und bereichernd und es ist auch eine persönliche Erfahrung.
Auf diesem Weg nochmals ein dickes Dankeschön für die Erfahrung am vergangenen Dienstag.
P.S. Anja Schneider hat zusammen mit der Kollegin Tanja Lorenz noch ein sehr schönes Projekt am Start, dasEss-Helden heißt. Das stelle ich euch natürlich demnächst auch noch vor, weil ich diese Idee einfach nur klasse finde.
Sonntag, 13. Oktober 2019
„Da braucht nochmal jemand schnell eine Beratung“
Erlebnis aus 40 Jahren Diätassistentinnen- Leben
Das war ein Satz, den ich nie mochte. Das bedeutetet Stress,
schnell absprechen mit den Kolleginnen, Unterlagen zusammen packen, Kittelwechsel
und weg.
Ab zum Stationszimmer, nachfragen wo Patient war und mit
einem Lächeln ins Zimmer. Das war mir immer wichtig, wobei ich nicht weiß, ob
mir das immer gelungen ist.
Meist saß dann da ein Mensch auf gepackten Koffern vor mir,
die Angehörigen waren auf dem Weg und dieser Mensch wollte nur noch schnell
nach Hause.
Meine Kolleginnen und ich haben immer versucht unser Bestes
zu geben. Was letztendlich beim Patienten angekommen ist, das weiß ich bis
heute nicht. Es war unbefriedigend für beide Seiten. Damals gab es in unserer
Umgebung auch noch niemanden, der ambulant tätig war und an den wir hätten
weiter verweisen können. Also eine Art
Notfallberatung für die ersten Tage zuhause und dann eine intensive Beratung
vor Ort. Heute geht das.
Meine Kolleginnen und ich haben dann versucht, das etwas besser zu strukturieren. Eine von uns kontrollierte das Frühstücksband und besuchte dann die Patienten, die eine Beratung benötigten.
Aber so reibungslos klappte das auch nicht immer.
Personalmangel, Urlaubszeit, spezielle Events und schon hing man in der Küche
fest.
Bei der Besetzung des Bandes durch einen Koch kam dann oft
die Frage:“ Bist du zur Bandkontrolle wieder da?“
Puh, eine halbe Stunde Zeit für eine
vernünftige Beratung? Es war schwierig.
In Gesprächen mit Kolleginnen und
Kollegen, die in der Küche tätig sind, höre ich oft, dass sie immer noch mit
den gleichen Problemen zu tun haben, aber ich höre auch, dass sich der Stellenwert
unserer Arbeit zum Positiven verändert hat.
Das hängt natürlich mit den Ärzten,
mit der Verwaltung etc. zusammen.
Ich möchte nicht mehr zurück in diese Arbeit. Ich genieße
meine Selbstständigkeit, ich habe aber einen großen Respekt vor den Kolleginnen
und Kollegen, die den Spagat zwischen Küche und Station hin bekommen.
Und wenn
es dann noch klappt mit der Zusammenarbeit zwischen den Krankenhauskolleg*innen und den
ambulant Tätigen, dann ist für die Patienten viel gewonnen.
Genießt den Rest- Sonntag.
Dienstag, 30. April 2019
Gab es gar keine Beratungen?
Frage zu meinen Berichten aus 40 Jahren Berufstätigkeit
Mich hat per Mail diese Frage erreicht. eine Kollegin hat mir geschrieben,dass sie meine Berichte sehr gerne liest, sich aber fragt, ob ich in dieser Zeit keine beratungen durchgeführt habe.
Natürlich habe ich Beratungen durchgeführt und wenn ich das mit Berichten von Kolleg*innen jetzt vergleiche, dann scheint es an manchen Stellen noch genauso zu sein, wie zu meiner Zeit im Krankenhaus.
Die Beratungen fanden quasi neben dem Entlassungskoffer statt. Mal eben schnell,weil der Patient nach Hause wollte, aber noch ein paar Infos brauchte. In dieser Zeit ging es häufig um eine cholesterinarme Kost und Übergewicht bzw. Adipositas.
Für mich waren diese Beratungen nicht sehr befriedigend. Der Patient war nicht mehr so richtig dabei, was ich auch nachvollziehen kann. Und in kurzer Zeit das mitzugeben, was für die Indikation wichtig war,das war schon eine Kunst. Ob und wie oft mir das gelungen ist, das kann ich nicht nachvollziehen.
Da ist die ambulante Beratung doch schon erheblich besser. Der Patient kann sich für einen Termin entscheiden und er kann sich entscheiden, ob er überhaupt eine Beratung möchte. Das ist immer seine Entscheidung.
Aber mir sind halt die anderen Erlebnisse präsenter als die Beratungen und für mich ist das Schreiben über diese Erlebnisse auch eine kleine Reise in meine Vergangenheit und mir fallen dann immer wieder neue Dinge ein,was ich erlebt habe. ;-)
Bild von katyveldhorst auf Pixabay
Mich hat per Mail diese Frage erreicht. eine Kollegin hat mir geschrieben,dass sie meine Berichte sehr gerne liest, sich aber fragt, ob ich in dieser Zeit keine beratungen durchgeführt habe.
Natürlich habe ich Beratungen durchgeführt und wenn ich das mit Berichten von Kolleg*innen jetzt vergleiche, dann scheint es an manchen Stellen noch genauso zu sein, wie zu meiner Zeit im Krankenhaus.
Die Beratungen fanden quasi neben dem Entlassungskoffer statt. Mal eben schnell,weil der Patient nach Hause wollte, aber noch ein paar Infos brauchte. In dieser Zeit ging es häufig um eine cholesterinarme Kost und Übergewicht bzw. Adipositas.
Für mich waren diese Beratungen nicht sehr befriedigend. Der Patient war nicht mehr so richtig dabei, was ich auch nachvollziehen kann. Und in kurzer Zeit das mitzugeben, was für die Indikation wichtig war,das war schon eine Kunst. Ob und wie oft mir das gelungen ist, das kann ich nicht nachvollziehen.
Da ist die ambulante Beratung doch schon erheblich besser. Der Patient kann sich für einen Termin entscheiden und er kann sich entscheiden, ob er überhaupt eine Beratung möchte. Das ist immer seine Entscheidung.
Aber mir sind halt die anderen Erlebnisse präsenter als die Beratungen und für mich ist das Schreiben über diese Erlebnisse auch eine kleine Reise in meine Vergangenheit und mir fallen dann immer wieder neue Dinge ein,was ich erlebt habe. ;-)
Bild von katyveldhorst auf Pixabay
Freitag, 12. April 2019
"Das es so etwas gibt...."
Gestern habe ich nach einem Beratungstermin wirklich gezweifelt. Während des Gespräches musste ich meine Verwunderung ein bisschen runterfahren.
Ich hatt eine Klientin vor mir sitzen, die einen elllenlangen Leidensweg hinter sich hat . Jetzt hatte ihr ein Arzt empfohlen eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.
Und da fiel dieser Satz.
"Das es so etwas überhaupt gibt, dass ich zur Ernährungsberatung gehen kann. Bisher habe ich immer nur Pamphlete an Papier bekommen, was ich essen kann."
Ich war wirklich erstaunt, denn ich arbeite seit 40 Jahren in meinem Beruf.
Wer weiß da nicht Bescheid, dass es mich, dass es uns Ernährungsfachkräfte gibt?
Gibt es Verbraucher, die das nicht auf dem Schirm haben, sind es die Ärzte und wenn ja, welche?
Krankenkassen?
Wo müssen wir einfach noch sichtbarer werden und zwar durch gute Arbeit und durch gute Außendarstellung?
Ich bin auf Erfahrungen aus jeder Richtung gespannt.
Bild von ElisaRiva auf Pixabay
Ich hatt eine Klientin vor mir sitzen, die einen elllenlangen Leidensweg hinter sich hat . Jetzt hatte ihr ein Arzt empfohlen eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.
Und da fiel dieser Satz.
"Das es so etwas überhaupt gibt, dass ich zur Ernährungsberatung gehen kann. Bisher habe ich immer nur Pamphlete an Papier bekommen, was ich essen kann."
Ich war wirklich erstaunt, denn ich arbeite seit 40 Jahren in meinem Beruf.
Wer weiß da nicht Bescheid, dass es mich, dass es uns Ernährungsfachkräfte gibt?
Gibt es Verbraucher, die das nicht auf dem Schirm haben, sind es die Ärzte und wenn ja, welche?
Krankenkassen?
Wo müssen wir einfach noch sichtbarer werden und zwar durch gute Arbeit und durch gute Außendarstellung?
Ich bin auf Erfahrungen aus jeder Richtung gespannt.
Bild von ElisaRiva auf Pixabay
Freitag, 20. Juli 2018
Ich kann die Welt nicht retten
Das kommt immer mal wieder vor, dass ein Klient keine Ernährungsumstellung, auch aufgrund einer Erkrankung, nicht wünscht. Ich glaube, jede Kollegin, jeder Kollege weiß, wovon ich spreche.
Da ist das Essverhalten mehr als schlecht, eine Mangelernährung ist schon zu erkennen, aber eine vorgeschlagene Ernährungsumstellung ist nicht gewünscht. Da kann ich noch so kleine Schritte anbieten, wenn ein Nein kommt, dann heißt das Nein. Im Blog von Natalia Fistera gibt es einen Beitrag, der heißt:"Nein ist ein ganzer Satz".
Auch schon erlebt: Nach bariatrischer Op den BMI nicht gesenkt sondern weiter erhöht.
Natürlich stelle ich mir dann die Frage:
"Warum nicht? Durch eine Ernährungsumstellung ist es doch einfach etwas zu tun."
Ja, für uns. Für den Klienten gerade mal nicht. Vielleicht gibt es noch andere Probleme und das Essen ist zweitrangig?
Ich muss mich da dann auch rausnehmen und mir sagen, dass jeder Mensch für sich und für seine Gesundheit selbst verantwortlich ist.Eigenverantwortung, Selbstbestimmung.
Ich sehe mich als Unterstützer, als Ratgeber. Aufdrücken (dummes Wort), das steht mir nicht zu.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende und bleibt gesund.
Bildquelle:Pixabay
Da ist das Essverhalten mehr als schlecht, eine Mangelernährung ist schon zu erkennen, aber eine vorgeschlagene Ernährungsumstellung ist nicht gewünscht. Da kann ich noch so kleine Schritte anbieten, wenn ein Nein kommt, dann heißt das Nein. Im Blog von Natalia Fistera gibt es einen Beitrag, der heißt:"Nein ist ein ganzer Satz".
Auch schon erlebt: Nach bariatrischer Op den BMI nicht gesenkt sondern weiter erhöht.
Natürlich stelle ich mir dann die Frage:
"Warum nicht? Durch eine Ernährungsumstellung ist es doch einfach etwas zu tun."
Ja, für uns. Für den Klienten gerade mal nicht. Vielleicht gibt es noch andere Probleme und das Essen ist zweitrangig?
Ich muss mich da dann auch rausnehmen und mir sagen, dass jeder Mensch für sich und für seine Gesundheit selbst verantwortlich ist.Eigenverantwortung, Selbstbestimmung.
Ich sehe mich als Unterstützer, als Ratgeber. Aufdrücken (dummes Wort), das steht mir nicht zu.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Wochenende und bleibt gesund.
Bildquelle:Pixabay
Sonntag, 27. Mai 2018
Kann ich mir das denn leisten?
Das war eine Frage, die mir durch einen potentiellen Klienten gestellt wurde, dem der Arzt dringend zu einer Ernährungsberatung geraten hatte, da seine Blutzuckerwerte in die Höhe geschnellt sind.
In diesem Fall kann sich der Klient die Beratung leisten, da seine Krankenkasse die Kosten zu 100% übernimmt.
Was machen aber die Klienten, denen mein Honorar zu hoch ist und die Zuschüsse der Krankenkasse nicht ausreichen um die Beratung erschwinglich zu machen? Die Zuschüsse der Krankenkasse zur Ernährungstherapie sind immer noch eine KANN- keine MUSS-Leistung.
Das bedeutet, dass Versicherte sich über jeden Euro freuen dürfen, der von der Krankenkasse bezuschusst wird.
Ich kann aber auch mein Honorar nicht senken. Da steckt alles drin, was ich bezahlen muss. Was das ist, das habe ich hier schon einmal beschrieben.
Irgendwie ein Dilemma. Meine Kolleginnen und Kollegen und ich wissen, dass es viele Erkrankungen gibt, die durch eine Ernährungsumstellung positiv beeinflusst werden können. Aber dann hakt es wegen der Finanzierung.
Vielleicht dann doch lieber eine „Pille“ mehr, da ist der Eigenanteil geringer?
Anmerkung am Rande: Auch ich bin von der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) betroffen. (Ganz viel Text!)
Aus diesem Grund habe ich die Kommentarfunktion im Blog abgestellt, da ich nicht mehr Daten als nötig sammeln möchte oder teilweise muss. Aber es gibt auch andere Wege um mit mir in Kontakt zu treten.
Genießt den schönen Sonntag.
Bildquelle: Pixabay
In diesem Fall kann sich der Klient die Beratung leisten, da seine Krankenkasse die Kosten zu 100% übernimmt.
Was machen aber die Klienten, denen mein Honorar zu hoch ist und die Zuschüsse der Krankenkasse nicht ausreichen um die Beratung erschwinglich zu machen? Die Zuschüsse der Krankenkasse zur Ernährungstherapie sind immer noch eine KANN- keine MUSS-Leistung.
Das bedeutet, dass Versicherte sich über jeden Euro freuen dürfen, der von der Krankenkasse bezuschusst wird.
Ich kann aber auch mein Honorar nicht senken. Da steckt alles drin, was ich bezahlen muss. Was das ist, das habe ich hier schon einmal beschrieben.
Irgendwie ein Dilemma. Meine Kolleginnen und Kollegen und ich wissen, dass es viele Erkrankungen gibt, die durch eine Ernährungsumstellung positiv beeinflusst werden können. Aber dann hakt es wegen der Finanzierung.
Vielleicht dann doch lieber eine „Pille“ mehr, da ist der Eigenanteil geringer?
Anmerkung am Rande: Auch ich bin von der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) betroffen. (Ganz viel Text!)
Aus diesem Grund habe ich die Kommentarfunktion im Blog abgestellt, da ich nicht mehr Daten als nötig sammeln möchte oder teilweise muss. Aber es gibt auch andere Wege um mit mir in Kontakt zu treten.
Genießt den schönen Sonntag.
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Samstag, 24. März 2018
"Listenberater"
Zuerst einmal herzlichen Dank an die Kollegen und Kolleginnen, die dieses Wort in der letzten Zeit gehäuft benutzt haben und mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert haben.
Ich verstehe das Wort so, dass z.B. bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten Listen mit vermeintlich verträglichen und vermeintlich unverträglichen Lebensmitteln eingesetzt werden und sich der Klient dann nur noch an "gut" und "böse" orientiert und vielleicht auch in die Schiene verfällt, das vermeintlich Unverträgliche auf Dauer weg zu lassen und somit in eine Unterversorgung zu kommen. Rein aus der Angst heraus, dass z.B. die Bauchschmerzen schlimmer werden.
Ich oute mich jetzt mal.
Ich setze auch Listen ein!
Ich verstehe das Wort so, dass z.B. bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten Listen mit vermeintlich verträglichen und vermeintlich unverträglichen Lebensmitteln eingesetzt werden und sich der Klient dann nur noch an "gut" und "böse" orientiert und vielleicht auch in die Schiene verfällt, das vermeintlich Unverträgliche auf Dauer weg zu lassen und somit in eine Unterversorgung zu kommen. Rein aus der Angst heraus, dass z.B. die Bauchschmerzen schlimmer werden.
Ich oute mich jetzt mal.
Ich setze auch Listen ein!
Dienstag, 14. März 2017
"Muss mein Kind bei der Beratung dabei sein?
Diese Frage bekomme ich oft gestellt, wenn eine Mutter einen Termin für die Beratung absprechen möchte, da bei dem Kind z.B. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit diagnostiziert worden ist. In den allermeisten Fällen handelt es sich um eine Fruktosemalabsorption, die der Kindergastroenterologe austestet.
Ja, bitte, ab einem gewissen Alter, bitte die Kinder immer mit dazu nehmen.
Um sie geht es und sie müssen verstehen, warum bestimmte Maßnahmen durchzuführen sind.
Mir ist es wichtig, dass die Kinder verstehen, was da in ihrem Bauch passiert, warum bestimmte Lebensmittel Bauchschmerzen machen und warum dann mal Nutella oder Süßigkeiten nicht so optimal sind.
Kinder verstehen viele Dinge besser als manche Eltern glauben.
Oft herrscht auch die Meinung, dass da medizinische Fachbegriffe vermittelt werden, die ihre Sprösslinge sowieso nicht verstehen.
Stopp! Wer so berät, der hat seine Aufgabe nicht begriffen!
Ich sehe meine Aufgabe darin mit kindgerechten Worten, mit kindgerechten Materialen auf Augenhöhe zu beraten. Die Eltern sollen das natürlich auch verstehen, weil sie ja fürs Kochen zuständig sind, aber das Kind muss letztendlich mitziehen. Ohne das Mit-Tun meiner kleinen Klienten kann ich mir den Mund fuselig reden. Es wird nicht klappen.
Wenn ich dem Kind auf dem gleichen Level begegne, dann funktioniert das auch.
Ich bin total dankbar, dass ich durch meine Arbeit als Gesundheitsförderin für Klasse2000 Materialien zur Verfügung habe, die ich nutzen kann. In der 2. Klasse geht es um den "Weg der Nahrung". Es gibt gute Bilder, die ich auch in der Beratung nutzen kann.
Und wenn es trotzdem irgendwo hakt, dann auch das Kind mit ins Boot holen und gemeinsam nach Lösungen und Alternativen suchen.
Kinder sind nicht dumm. Sie möchten keine Bauchschmerzen. Sie möchten sich wohlfühlen .
Bildrechte: S. Hagedorn
Ja, bitte, ab einem gewissen Alter, bitte die Kinder immer mit dazu nehmen.
Um sie geht es und sie müssen verstehen, warum bestimmte Maßnahmen durchzuführen sind.
Mir ist es wichtig, dass die Kinder verstehen, was da in ihrem Bauch passiert, warum bestimmte Lebensmittel Bauchschmerzen machen und warum dann mal Nutella oder Süßigkeiten nicht so optimal sind.
Kinder verstehen viele Dinge besser als manche Eltern glauben.
Oft herrscht auch die Meinung, dass da medizinische Fachbegriffe vermittelt werden, die ihre Sprösslinge sowieso nicht verstehen.
Stopp! Wer so berät, der hat seine Aufgabe nicht begriffen!
Ich sehe meine Aufgabe darin mit kindgerechten Worten, mit kindgerechten Materialen auf Augenhöhe zu beraten. Die Eltern sollen das natürlich auch verstehen, weil sie ja fürs Kochen zuständig sind, aber das Kind muss letztendlich mitziehen. Ohne das Mit-Tun meiner kleinen Klienten kann ich mir den Mund fuselig reden. Es wird nicht klappen.
Wenn ich dem Kind auf dem gleichen Level begegne, dann funktioniert das auch.
Ich bin total dankbar, dass ich durch meine Arbeit als Gesundheitsförderin für Klasse2000 Materialien zur Verfügung habe, die ich nutzen kann. In der 2. Klasse geht es um den "Weg der Nahrung". Es gibt gute Bilder, die ich auch in der Beratung nutzen kann.
Und wenn es trotzdem irgendwo hakt, dann auch das Kind mit ins Boot holen und gemeinsam nach Lösungen und Alternativen suchen.
Kinder sind nicht dumm. Sie möchten keine Bauchschmerzen. Sie möchten sich wohlfühlen .
Bildrechte: S. Hagedorn
Samstag, 10. September 2016
Ich bin kein Lebensberater schon gar kein Psychotherapeut
Ich arbeite gerade mit einigen Klienten zusammen, die eine Magenverkleinerung zur Gewichtsabnahme wünschen.
Im Moment läuft es, was Zusammenarbeit und Interesse angeht, gut.
Trotzdem gibt es manchmal Erlebnisse,wo ich mir denke: "Wie soll das nach einer OP klappen?
Ich möchte das mal an einem imaginären Klienten erklären, wobei da auch Erlebtes mit einfließt. Aber mir ist auch der Schweigepflichtsgedanke dann wichtig.
Der Sinn des MMK im Bereich Ernährung ist, dass versucht werden soll, dass die Klienten in diesem Zeitraum und fachlicher Begleitung auf konventionellem Weg abnehmen sollen. (Zu dieser Sache wird es noch einen gesonderten Post geben). Wer ebenfalls in diesem Bereich arbeitet, der weiß, dass das nicht funktioniert. Egal, anderes Thema (demnächst) in einem Extra- Blogbeitrag.
Wenn ich mit dem Klienten zusammensitze und mir wird nur erzählt, wie schwer das Leben ist oder war, was gerade in der Familie vorgeht, da denke ich mir: " Ich bin Diätassistentin, mein Bereich ist die Ernährung, diese Thematik gehört in einen anderen Fachbereich."
Das thematisiere ich, lenke zurück zum eigentlichen Beratungsthema und schwupps, bin ich wieder in die z.B. Familienprobleme involviert.
Dieses ständige Zurückführen zum Thema, das kostet wahnsinnig Kraft und das ist dann auch so ein Beispiel wo jemand wahrscheinlich gerade nicht erreicht werden möchte.
Aber es ist die Beratungszeit des Klienten. Was soll ich in den Beratungsbericht nach dem halben Jahr schreiben?
Ich lüge nicht für meine Klienten. Ich möchte mich vor den Krankenkassen, vor dem medizinischen Dienst, nicht unglaubwürdig machen.
Ich möchte deshalb auch noch einmal auf einen Beitrag aus dem Blog von Michael Wirths aufmerksam machen, vielleicht etwas modifiziert, dass auch auf die Beratungskräfte (egal welcher Profession) gehört werden sollte.
Anmerkung: Wenn ich von "Klienten" schreibe, dann kann das männlich und weiblich sein!
Im Moment läuft es, was Zusammenarbeit und Interesse angeht, gut.
Trotzdem gibt es manchmal Erlebnisse,wo ich mir denke: "Wie soll das nach einer OP klappen?
Ich möchte das mal an einem imaginären Klienten erklären, wobei da auch Erlebtes mit einfließt. Aber mir ist auch der Schweigepflichtsgedanke dann wichtig.
Der Sinn des MMK im Bereich Ernährung ist, dass versucht werden soll, dass die Klienten in diesem Zeitraum und fachlicher Begleitung auf konventionellem Weg abnehmen sollen. (Zu dieser Sache wird es noch einen gesonderten Post geben). Wer ebenfalls in diesem Bereich arbeitet, der weiß, dass das nicht funktioniert. Egal, anderes Thema (demnächst) in einem Extra- Blogbeitrag.
Wenn ich mit dem Klienten zusammensitze und mir wird nur erzählt, wie schwer das Leben ist oder war, was gerade in der Familie vorgeht, da denke ich mir: " Ich bin Diätassistentin, mein Bereich ist die Ernährung, diese Thematik gehört in einen anderen Fachbereich."
Das thematisiere ich, lenke zurück zum eigentlichen Beratungsthema und schwupps, bin ich wieder in die z.B. Familienprobleme involviert.
Dieses ständige Zurückführen zum Thema, das kostet wahnsinnig Kraft und das ist dann auch so ein Beispiel wo jemand wahrscheinlich gerade nicht erreicht werden möchte.
Aber es ist die Beratungszeit des Klienten. Was soll ich in den Beratungsbericht nach dem halben Jahr schreiben?
Ich lüge nicht für meine Klienten. Ich möchte mich vor den Krankenkassen, vor dem medizinischen Dienst, nicht unglaubwürdig machen.
Ich möchte deshalb auch noch einmal auf einen Beitrag aus dem Blog von Michael Wirths aufmerksam machen, vielleicht etwas modifiziert, dass auch auf die Beratungskräfte (egal welcher Profession) gehört werden sollte.
Anmerkung: Wenn ich von "Klienten" schreibe, dann kann das männlich und weiblich sein!
Mittwoch, 7. September 2016
"Ich wollte garnicht erreicht werden!"
Diesen Satz hat mir vor einigen Tagen ein Klient gesagt, der seine bariatische OP hinter sich hat und den ich zufällig getroffen habe.
Ich habe ja mittlerweile ein Gespür dafür entwickelt, was ein Klient, der eine Betreuung im Rahmen des MMK (Multimodales Konzept) möchte.
Die Wenigsten möchten in diesen 3-6 Monaten abnehmen, denn bei einer Gewichtsabnahme von
10 % des Gesamtgewichtes wird eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt.
Wer auf diesem Weg abnimmt, der kann es auch auf konventionelle Art und Weise weiterführen.
Aber das möchten die meisten Klienten nicht.
Es besteht die Angst,dass sie wieder in alte Muster verfallen und das, was in der Zeit der Betreuung gut klappt, wieder im Alltag untergeht.
Oder aber die OP ist der größere Wunsch, so dass die Ernährungsberatung im Rahmen des MMK abgesessen wird, weil es ein MUSS ist und danach ist erst einmal gut.
Wenn dann aber die Zusage für die OP kommt, dann kommt bei einigen das große Nervenflattern, denn es wird ernst.
Oben genannter Klient hat mir ehrlich erzählt, dass er in den Beratungsunterlagen gewühlt hat, was nach OP so alles auf ihn zukommt. Er hat sich aber auch nicht getraut mich anzurufen, weil er sich geschämt hat, dass er während der Beratungseinheiten nicht zugehört hat und zu allem "Ja und Amen" gesagt hat. Und er hat mir ehrlich gesagt, dass er von mir nicht erreicht werden wollte. Die Termine waren für ihn eine Pflichtveranstaltung.
Ich konnte ihm dann aber auch sagen, dass ich das bemerkt habe.Das war ihm dann nochmal peinlich. Ich bin seit über 35 Jahren in meinem Geschäft und ich merke doch ob ich "Mittel zum Zweck" bin oder ob sich jemand für die Themen interessiert.;-)
Was ist aus diesem zufälligen Treffen geworden? Mein Klient ist wieder bei mir in der Beratung und zwar als Selbstzahler. Wir arbeiten jetzt intensiv miteinander. Die Beratungsinhalte vor OP werden aufgefrischt. Das macht richtig Spaß.
Bildquellenangabe: lichtkunst.73 / pixelio.de
Ich habe ja mittlerweile ein Gespür dafür entwickelt, was ein Klient, der eine Betreuung im Rahmen des MMK (Multimodales Konzept) möchte.
Die Wenigsten möchten in diesen 3-6 Monaten abnehmen, denn bei einer Gewichtsabnahme von
10 % des Gesamtgewichtes wird eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt.
Wer auf diesem Weg abnimmt, der kann es auch auf konventionelle Art und Weise weiterführen.
Aber das möchten die meisten Klienten nicht.
Es besteht die Angst,dass sie wieder in alte Muster verfallen und das, was in der Zeit der Betreuung gut klappt, wieder im Alltag untergeht.
Oder aber die OP ist der größere Wunsch, so dass die Ernährungsberatung im Rahmen des MMK abgesessen wird, weil es ein MUSS ist und danach ist erst einmal gut.
Wenn dann aber die Zusage für die OP kommt, dann kommt bei einigen das große Nervenflattern, denn es wird ernst.
Oben genannter Klient hat mir ehrlich erzählt, dass er in den Beratungsunterlagen gewühlt hat, was nach OP so alles auf ihn zukommt. Er hat sich aber auch nicht getraut mich anzurufen, weil er sich geschämt hat, dass er während der Beratungseinheiten nicht zugehört hat und zu allem "Ja und Amen" gesagt hat. Und er hat mir ehrlich gesagt, dass er von mir nicht erreicht werden wollte. Die Termine waren für ihn eine Pflichtveranstaltung.
Ich konnte ihm dann aber auch sagen, dass ich das bemerkt habe.Das war ihm dann nochmal peinlich. Ich bin seit über 35 Jahren in meinem Geschäft und ich merke doch ob ich "Mittel zum Zweck" bin oder ob sich jemand für die Themen interessiert.;-)
Was ist aus diesem zufälligen Treffen geworden? Mein Klient ist wieder bei mir in der Beratung und zwar als Selbstzahler. Wir arbeiten jetzt intensiv miteinander. Die Beratungsinhalte vor OP werden aufgefrischt. Das macht richtig Spaß.
Bildquellenangabe: lichtkunst.73 / pixelio.de
Mittwoch, 11. Mai 2016
Bessere Vernetzung von stationär zu ambulant
In den letzten Tagen habe ichvon einigen Kolleginnen gehört, dass da Patienten in die beratung gekommen sind, die frisch aus dem Krankenhaus gekommen sind und nicht wussten, wie sie bei ihrer Erkrankung essen sollten.
Auf Nachfrage, ob denn im Krankenhaus niemand die Ernährungsberatung übernommen habe kamen verschiedene Antworten:
Und wenn es einem Arzt dann kurz vor der Entlassung des Patienten noch einfällt,dass evtl. noch eine Beratung nötig wäre, das ist besonders wirksam.
Der Patient sitzt auf gepackten Koffern, wartet darauf, dass er das Krankenhaus endlich verlassen kann und dann kommt da noch eine "aus der Küche" und will erklären wie es mit dem Essen weiter zu gehen hat. Da kommt beim Patienten nicht mehr viel an.
Ich bin mittlerweile schon zwei Jahrzehnte aus dem Krankenhausbetrieb raus, aber wenn ich mit Kolleginnen spreche, die noch im Krankenhaus arbeiten, dann höre ich , dass sich da nicht viel geändert hat.
Ich wäre sehr dafür, dass sich die stationären Ernährungsteams mit den ambulant tätigen Ernährungsfachkräften vernetzen zum Wohle des Patienten . Wir nehmen uns doch nichts weg, oder?Ganz im Gegenteil: empfehlung ist für mich immer ein Zeichen von Kompetenz.
Wenn im Krankenhaus nicht die Zeit bleibt , einen Patienten so zu beraten, dass er zuhause gut zurecht kommt, warum nicht ein Merkblatt mit den wichtigsten Ernährungsregeln mitgeben und zeitgleich eine Liste mit ambulanten Kolleginnen und Kollegen dazu legen?
Was der Patient daraus macht ist dann wiederum seine Sache. Für mich wäre das eine gute Lösung.
Mich interessiert wirklich, was die Kolleginnen und Kollegen aus dem stationären Bereich darüber denken.
Auf Nachfrage, ob denn im Krankenhaus niemand die Ernährungsberatung übernommen habe kamen verschiedene Antworten:
- nein
- doch, aber ich habe nur ein Merkblatt bekommen
- das Gespräch war für mich zu kurz
- ....
Und wenn es einem Arzt dann kurz vor der Entlassung des Patienten noch einfällt,dass evtl. noch eine Beratung nötig wäre, das ist besonders wirksam.
Der Patient sitzt auf gepackten Koffern, wartet darauf, dass er das Krankenhaus endlich verlassen kann und dann kommt da noch eine "aus der Küche" und will erklären wie es mit dem Essen weiter zu gehen hat. Da kommt beim Patienten nicht mehr viel an.
Ich bin mittlerweile schon zwei Jahrzehnte aus dem Krankenhausbetrieb raus, aber wenn ich mit Kolleginnen spreche, die noch im Krankenhaus arbeiten, dann höre ich , dass sich da nicht viel geändert hat.
Ich wäre sehr dafür, dass sich die stationären Ernährungsteams mit den ambulant tätigen Ernährungsfachkräften vernetzen zum Wohle des Patienten . Wir nehmen uns doch nichts weg, oder?Ganz im Gegenteil: empfehlung ist für mich immer ein Zeichen von Kompetenz.
Wenn im Krankenhaus nicht die Zeit bleibt , einen Patienten so zu beraten, dass er zuhause gut zurecht kommt, warum nicht ein Merkblatt mit den wichtigsten Ernährungsregeln mitgeben und zeitgleich eine Liste mit ambulanten Kolleginnen und Kollegen dazu legen?
Was der Patient daraus macht ist dann wiederum seine Sache. Für mich wäre das eine gute Lösung.
Mich interessiert wirklich, was die Kolleginnen und Kollegen aus dem stationären Bereich darüber denken.
Mittwoch, 10. September 2014
Überprüfung der Anbieterqualifikation
Vor einigen Tagen hörte ich über Mitglieder unseres Qualitätszirkels , dass sie Post von der IKK classic bekommen haben. Es ging um die Überprüfung der Anbieterqualifikation. Kurz darauf hatte ich diesen Brief auch in der Post.
Erster Gedanke: Zusätzlicher Papierkram, zusätzliche Arbeit, die kennen mich doch....
Aber bei genauerem Lesen habe ich dann festgestellt: Wenn ich das gewissenhaft ausfülle erspart mir das Arbeit in der Zukunft.
Worum geht es genau? In einem Dokumentationsbogen wird abgefragt,welche Gebiete beraten werden, wie viele Termine ich dafür benötige und welche Kosten der Krankenkasse dadurch entstehen. In Kopie wurde noch um die "Urkunde" über meinen Berufsabschluss und mein Zertifikat gebeten.
Ab zur Post und am übernächsten Tag hatte ich die Bestätigung, dass die Qualitätsprüfung positiv ausgefallen ist.
Da ich noch ein paar Fragen zum zukünftigen Ablauf hatte, habe ich mich mit der Ansprechpartnerin in Verbindung gesetzt.
Die IKK möchte eine Datenbank mit qualifizierten Anbietern (auch aus dem Bereich Bewegung und Entspannung) aufbauen. Jeder Versicherte hat ein Budget von 200€ für die Ernährungsberatung und was darüber hinaus geht, das muss dann vom Versicherten gezahlt werden. Für mich fällt dann z.B. der Kostenvoranschlag weg.
Außerdem wird immer nach dem aktuellen Zertifikat gefragt. Ohne das fällt man aus der Datenbank.
Mir gefällt diese Art des Vorgehens. Es wird sich an die Leitlinien gehalten und so sind nur Anbieter gelistet, die sich ständig weiterbilden.
Bildquellenangabe: Tim Reckmann / pixelio.de
Erster Gedanke: Zusätzlicher Papierkram, zusätzliche Arbeit, die kennen mich doch....
Aber bei genauerem Lesen habe ich dann festgestellt: Wenn ich das gewissenhaft ausfülle erspart mir das Arbeit in der Zukunft.
Worum geht es genau? In einem Dokumentationsbogen wird abgefragt,welche Gebiete beraten werden, wie viele Termine ich dafür benötige und welche Kosten der Krankenkasse dadurch entstehen. In Kopie wurde noch um die "Urkunde" über meinen Berufsabschluss und mein Zertifikat gebeten.
Ab zur Post und am übernächsten Tag hatte ich die Bestätigung, dass die Qualitätsprüfung positiv ausgefallen ist.
Da ich noch ein paar Fragen zum zukünftigen Ablauf hatte, habe ich mich mit der Ansprechpartnerin in Verbindung gesetzt.
Die IKK möchte eine Datenbank mit qualifizierten Anbietern (auch aus dem Bereich Bewegung und Entspannung) aufbauen. Jeder Versicherte hat ein Budget von 200€ für die Ernährungsberatung und was darüber hinaus geht, das muss dann vom Versicherten gezahlt werden. Für mich fällt dann z.B. der Kostenvoranschlag weg.
Außerdem wird immer nach dem aktuellen Zertifikat gefragt. Ohne das fällt man aus der Datenbank.
Mir gefällt diese Art des Vorgehens. Es wird sich an die Leitlinien gehalten und so sind nur Anbieter gelistet, die sich ständig weiterbilden.
Bildquellenangabe: Tim Reckmann / pixelio.de
Mittwoch, 5. Februar 2014
Immer dieses Schubladen-Denken
Vor einigen Tagen habe ich in einem Gespräch mitbekommen, dass sich zwei Damen über den Besuch bei einer Kollegin unterhielten. Aber nicht eine dieser beiden Damen war bei besagter Kollegin, sondern eine dritte Person.
Und aus diesem Gespräch konnte ich wieder heraushören, dass immer noch nicht angekommen ist, was eine Diätassistentin leistet oder leisten kann, sondern dass unser Beruf meist mit dem Thema "Abnehmen" verknüpft ist.
Ich versuche einfach mal das Gespräch als Gedankenprotokoll nachzustellen (Namen sind frei erfunden):
A:" Hast du schon gehört, Inge war bei der Ernährungsberatung."
B:" Was will die denn da? Die hat es doch absolut nicht nötig. Die soll sich mal im Spiegel anschauen."
A: "Ich glaube, da ging es nicht ums Gewicht."
B:" Um was soll es denn sonst gehen?"
A: du weißt doch, die Inge hatte dchon seit längerer Zeit Probleme mit dem Darm (Anmerkung: Die Thematik kann beliebig ausgetauscht werden). Sie hat jetzt durch den Arzt die Diagnose Nbekommen, dass sie keine Milch verträgt. Die Ernährungsberaterin hat ihr erklärt, was sie in diesem Fall zu tun hat."
B: "Also wenn die hätte abnehmen wollen, dann hätte ich die Welt nicht mehr verstanden."
So oder ähnlich ist das Bild von meinem Beruf, aber auch von den Klienten, die ich besuche.
Nicht jede/r, der eine Ernährungsberatung in Anspruch nimmt, muss oder will abnehmen. Es gibt noch viele andere Diagnosen oder Beschwerden, die durch eine Ernährungsumstellung verbessert werden können.
Und aus diesem Gespräch konnte ich wieder heraushören, dass immer noch nicht angekommen ist, was eine Diätassistentin leistet oder leisten kann, sondern dass unser Beruf meist mit dem Thema "Abnehmen" verknüpft ist.
Ich versuche einfach mal das Gespräch als Gedankenprotokoll nachzustellen (Namen sind frei erfunden):
A:" Hast du schon gehört, Inge war bei der Ernährungsberatung."
B:" Was will die denn da? Die hat es doch absolut nicht nötig. Die soll sich mal im Spiegel anschauen."
A: "Ich glaube, da ging es nicht ums Gewicht."
B:" Um was soll es denn sonst gehen?"
A: du weißt doch, die Inge hatte dchon seit längerer Zeit Probleme mit dem Darm (Anmerkung: Die Thematik kann beliebig ausgetauscht werden). Sie hat jetzt durch den Arzt die Diagnose Nbekommen, dass sie keine Milch verträgt. Die Ernährungsberaterin hat ihr erklärt, was sie in diesem Fall zu tun hat."
B: "Also wenn die hätte abnehmen wollen, dann hätte ich die Welt nicht mehr verstanden."
So oder ähnlich ist das Bild von meinem Beruf, aber auch von den Klienten, die ich besuche.
Nicht jede/r, der eine Ernährungsberatung in Anspruch nimmt, muss oder will abnehmen. Es gibt noch viele andere Diagnosen oder Beschwerden, die durch eine Ernährungsumstellung verbessert werden können.
Also weg vom Schubladen-Denken!
Bildrechte: S. HagedornSonntag, 29. Dezember 2013
Der Weg zur (Ernährungs-)Beratung
In den Tagen vor Weihnachten habe ich festgestellt, dass es viele Menschen gibt (darunter auch Ärzte), die nicht wissen, dass es die Möglichkeit gibt eine Diätberatung verordnet zu bekommen oder zu verordnen.
Wichtig: Es muss eine medizinische Indikation vorliegen.
Dann sind viele Krankenkassen bereit sich anteilig oder komplett an den Kosten zu beteiligen.
Aber wie kommt man jetzt dorthin?
Wie bei allem ist der Weg mit etwas Bürokratie gepflastert.
Ein Beispiel, an dem ich mich entlang hangeln werde:
Diagnose: Adipositas, Hypertonie, Diabetes Typ 2
Das ist eine Diagnose, die oft gestellt wird, aber die einzelnen "Komponenten" reichen auch schon aus um eine Diätberatung verordnet zu bekommen.
Der Arzt stellt im allerbesten Fall ein Formular namens "Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung" aus oder ein Rezept, auf der die Diagnose vermerkt sein muss. Diese Bescheinigung ist budgetneutral.
Mit diesem Rezept geht man jetzt zur Krankenkasse und lässt sich einen Ernährungstherapeuten empfehlen (es sollten minimal zwei Berater auf der Liste stehen) oder man lässt eine Suchmaschine tätig werden. Die meisten Ernährungstherapeuten haben eine Homepage, so dass ein erster Eindruck gewonnen werden kann.
Dann kann angerufen werden. Meist mit der Bitte um Erstellung eines Kostenvoranschlags.
Der muss dann mit der Verordnung des Arztes bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die prüft dann und meist kommt nach kurzer Zeit ein Brief ins Haus in dem dann aufgeführt ist, wie viele Termine mit wie hohem Anteil bezuschusst werden.
Wichtig zu wissen ist: Für diättherapeutische Beratungen (d.h. Beratungen bei kranken Menschen) muss eine Zertifizierung vorliegen. Durchführen darf eine Beratung dann auch nicht jeder. Diätassistenten und Oecotrophologen sind die, die bei den Krankenkassen anerkannt sind. Dazu kommen dann noch die Ernährungsmediziner.
Und: Die Bezuschussung ist eine KANN-Leistung! Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet zu unterstützen, aber sie tun es meistens. :-)
Bildquellenangabe: Matthias Preisinger / pixelio.de
Wichtig: Es muss eine medizinische Indikation vorliegen.
Dann sind viele Krankenkassen bereit sich anteilig oder komplett an den Kosten zu beteiligen.
Aber wie kommt man jetzt dorthin?
Wie bei allem ist der Weg mit etwas Bürokratie gepflastert.
Ein Beispiel, an dem ich mich entlang hangeln werde:
Diagnose: Adipositas, Hypertonie, Diabetes Typ 2
Das ist eine Diagnose, die oft gestellt wird, aber die einzelnen "Komponenten" reichen auch schon aus um eine Diätberatung verordnet zu bekommen.
Der Arzt stellt im allerbesten Fall ein Formular namens "Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung" aus oder ein Rezept, auf der die Diagnose vermerkt sein muss. Diese Bescheinigung ist budgetneutral.
Mit diesem Rezept geht man jetzt zur Krankenkasse und lässt sich einen Ernährungstherapeuten empfehlen (es sollten minimal zwei Berater auf der Liste stehen) oder man lässt eine Suchmaschine tätig werden. Die meisten Ernährungstherapeuten haben eine Homepage, so dass ein erster Eindruck gewonnen werden kann.
Dann kann angerufen werden. Meist mit der Bitte um Erstellung eines Kostenvoranschlags.
Der muss dann mit der Verordnung des Arztes bei der Krankenkasse eingereicht werden. Die prüft dann und meist kommt nach kurzer Zeit ein Brief ins Haus in dem dann aufgeführt ist, wie viele Termine mit wie hohem Anteil bezuschusst werden.
Wichtig zu wissen ist: Für diättherapeutische Beratungen (d.h. Beratungen bei kranken Menschen) muss eine Zertifizierung vorliegen. Durchführen darf eine Beratung dann auch nicht jeder. Diätassistenten und Oecotrophologen sind die, die bei den Krankenkassen anerkannt sind. Dazu kommen dann noch die Ernährungsmediziner.
Und: Die Bezuschussung ist eine KANN-Leistung! Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet zu unterstützen, aber sie tun es meistens. :-)
Bildquellenangabe: Matthias Preisinger / pixelio.de
Sonntag, 7. Juli 2013
Weniger ist oft mehr...
... das gilt auch für die Ernährungsberatung.
Dass das Bild der Diätassistentin in den Augen vieler Menschen mit Verzicht, weniger Genuss und "schmeckt nicht mehr" verknüpft ist, das habe ich während vieler Termine erkennen müssen und gerade deswegen ist es mir auch wichtig dieses Image durch meine Arbeit gerade zu rücken.
Wobei dies nicht immer einfach ist, besonders wenn ein Lebensmittelchemiker namens Udo Pollmer in einem Interview mit der Zeitschrift Effilee massivst gegen unseren Berufsstand wettert und Die Zeit dieses Interview noch weiterverbreitet.
Ich bin einfach müde mich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Die Berufsverbände sollten sich dazu äußern.
Ich möchte durch meine Arbeit überzeugen. Und da habe ich gerade ein Beispiel, das zeigt: Oft reicht es an einigen wenigen Schräubchen zu drehen und wieder neu zu justieren.
Klient, Mitte 70, metabolisches Syndrom, BMI 45 ( da hatte sich der Hausarzt bereits mit 5 Punkten zu Ungunsten des Klienten verrechnet), drohende Immobilität.
Gemeinsam haben wir folgende Ziele ins Auge gefasst:
Fakt ist: Der Klient hat in einem Zeitraum von acht Wochen 7 Kilo abgenommen, der Blutzuckerwert hat sich verbessert und wenn wir uns sehen, dann strahlt mich ein Mensch an, der wieder Lebensmut hat und vom Essen her nichts vermisst. Auch das, was oft als "Sündigen" ausgelegt wird, das wird genossen und am nächsten Tag geht es dann halt weiter.
Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht so glatt weitergehen wird, aber der Klient weiß, dass es geht, dass er selbst etwas erreichen kann. Und dass ist mir letztendlich wichtig.
Ich freue mich auf Berichte und Erfahrungen als Kommentar.
Bildquellenangabe: lichtkunst.73 / pixelio.de
Dass das Bild der Diätassistentin in den Augen vieler Menschen mit Verzicht, weniger Genuss und "schmeckt nicht mehr" verknüpft ist, das habe ich während vieler Termine erkennen müssen und gerade deswegen ist es mir auch wichtig dieses Image durch meine Arbeit gerade zu rücken.
Wobei dies nicht immer einfach ist, besonders wenn ein Lebensmittelchemiker namens Udo Pollmer in einem Interview mit der Zeitschrift Effilee massivst gegen unseren Berufsstand wettert und Die Zeit dieses Interview noch weiterverbreitet.
Ich bin einfach müde mich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Die Berufsverbände sollten sich dazu äußern.
Ich möchte durch meine Arbeit überzeugen. Und da habe ich gerade ein Beispiel, das zeigt: Oft reicht es an einigen wenigen Schräubchen zu drehen und wieder neu zu justieren.
Klient, Mitte 70, metabolisches Syndrom, BMI 45 ( da hatte sich der Hausarzt bereits mit 5 Punkten zu Ungunsten des Klienten verrechnet), drohende Immobilität.
Gemeinsam haben wir folgende Ziele ins Auge gefasst:
- mehr Bewegung (Anleitung zu Übungen im Sitzen konnte ich dank der Hilfe einer Kollegin mitgeben)
- Optimierung des Essens (Lieblingsgerichte konnten beibehalten werden, mithilfe des Klienten erarbeitet, was wie geändert werden könnte)
- kleine Schritte
Fakt ist: Der Klient hat in einem Zeitraum von acht Wochen 7 Kilo abgenommen, der Blutzuckerwert hat sich verbessert und wenn wir uns sehen, dann strahlt mich ein Mensch an, der wieder Lebensmut hat und vom Essen her nichts vermisst. Auch das, was oft als "Sündigen" ausgelegt wird, das wird genossen und am nächsten Tag geht es dann halt weiter.
Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht so glatt weitergehen wird, aber der Klient weiß, dass es geht, dass er selbst etwas erreichen kann. Und dass ist mir letztendlich wichtig.
Ich freue mich auf Berichte und Erfahrungen als Kommentar.
Bildquellenangabe: lichtkunst.73 / pixelio.de
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