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Mittwoch, 18. November 2015

Äußerlich sprachlos....

...aber innerlich rotieren meine Gedanken.
Lange habe ich überlegt, ob ich in mein Blog über die Ereignisse der vergangenen Tage schreiben soll. Da es in Beratungsgesprächen auch immer wieder kurz zum Thema wird, gehört es auch hier hinein.
Ich will hier nicht politisch werden, ich möchte einfach meine Gedanken runter schreiben, so wie ich es bereits in einem Kommentar im Blog von Texterella getan habe.
Ich verstehe gerade nicht, was da in unserer Welt abgeht, obwohl ich seitens der Medien mehr als gut informiert bin. Sind es vielleicht auch zu viele Infos, die mein Gehirn nicht verarbeiten möchte?
Ich möchte nicht ständig Angst haben müssen, nur weil ein paar Menschen meinen, dass unser Lebensstil , unsere Religion... nicht zu ihrer Art des Denkens passen.
Aber weg davon. Fangen wir doch in unserem kleinen Mikrokosmos an mit dem friedlichen Leben.
In den vergangenen Tagen habe ich mir mal bewusst gemacht, über welche Dinge ich mich ärgern  oder aufregen wollte. Das sind alles Kleinigkeiten, das ist eigentlich nichts. Peanuts, so wurde das mal in einem anderen Zusammenhang genannt.
Daran möchte ich arbeiten.
Dann kleine Streitereien. Was bringt mir das? Weiß ich, ob ich diesen Menschen am Abend/ am nächsten Tag noch wiedersehen werde? Es muss ja nicht durch solch ein gewaltiges Ereignis wie einen Terroranschlag sein. Da reicht schon ein Unfall, egal welcher Art. Wie würde ich mich fühlen, wenn ich dann im Streit mit jemandem auseinander gegangen wäre?
Und nach der Absage des Länderspiels gestern abend habe ich an die Spieler der Nationalmannschaft gedacht. Es sind junge Männer, teilweise im Alter meiner Tochter und deren Freunde und Bekannte.
Klar wäre es toll gewesen, wenn in Hannover ein Zeichen gegen den Terror hätte gesetzt werden können. Ich habe mir aber vorgestellt, wie es in den Köpfen unserer Nationalspieler aussehen könnte, die am vergangenen Freitag hautnah in Paris dabei waren. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, ich wäre erleichtert gewesen, wenn ich nicht auf dem Rasen hätte auflaufen müssen. Ich hätte den Kopf fürs Spiel nicht frei gehabt.
Das sind so meine Gedanken zu  den Themen, die gerade dieWelt beherrschen, die aber auf Dauer nicht Überhand gewinnen dürfen. Wie drückte sich gestern eine Kollegin aus?
"Wir verlieren gerade unsere Unbeschwertheit."
Das möchte ich, auf Dauer gesehen, nicht!
Ein passendes Foto habe ich nicht gefunden. Wer mir eines zur Verfügung stellen möchte, gerne.

Freitag, 13. November 2015

gelesen: "Leberfasten nach Dr. Worm"

Das innovative Low- Carb- Programm gegen die Fettleber. Erschienen im  Trias-Verlag
ISBN: 978-3-8304-8235-2; Preis: 17,99€
Zuerst einmal, Herr Worm, muss ich widersprechen.  Sie schreiben als "schlechte" Nachricht zu Beginn des Buches:
"Die Erkenntnisse sind so neu, dass viele Ärzte und Ernährungsberater das noch nicht mal wissen!"
Zuerst einmal möchte ich erklären, was wir Ernährungsberater nicht wissen sollen. Es geht um die nicht-alkoholische Fettleber, die mit einer entsprechenden Ernährungs- und Lebensstilumstellung in den Griff zu bekommen ist.
Doch,bei mir und vielen anderen Kolleginnen und Kollegen ist es angekommen. Ärzte dagegen, die tun sich damit meist noch schwer, aber das ist meine persönliche Erfahrung.
Mit dem  Leberfasten hatte ich bis heute immer ein Problem. Bestandteil der Leberentfettung war bisher ein Formulaprodukt, welches über zwei Wochen mit etwas Gemüse genommen werden soll.(Das findet sich im Buch natürlich auch) Mich hat es sofort an das klassische Haferfasten erinnert. Das durfte ich zu Beginn meiner Arbeit im Krankenhaus noch regelmäßig zubereiten. Mit Genuss hatte das für mich noch nie etwas zu tun und ich habe und hatte immer  eine kleine Sperre, wenn es darum geht, die Leber zu schnell zu entfetten.
Jetzt bieten die Autoren Nicolai Worm (verantwortlich für den theoretischen Teil zur Fettleber) und Melanie Teutsch(Umsetzung der Fastenphase, viele Tipps und wirklich tolle Rezepte) aber einen richtig gut gemachten Ratgeber an, in dem das Haferfasten mit normalen, praktikablen Rezepten durchgeführt werden kann. Rezepte, die wirklich Lust auf Nachkochen machen. Ich habe mir schon Rezepte ausgeguckt, die ich, auch ohne Fettleber, nachkochen oder nachbacken werde.
Hafer-Walnuss-Brot zum Beispiel oder saftige Ofenfrikadellen mit Paprika-Zucchini-Gemüse.
Auch der theoretische Teil ist für jeden medizinischen Laien zu verstehen. Wer eine nicht- alkoholische Fettleber diagnostiziert bekommt, der sollte darüber Bescheid wissen, wie es dazu gekommen ist, welche Auswirkungen diese Diagnose hat oder haben könnte und dass es quasi nur einer Ernährungsumstellung bedarf, damit es der Leber wieder gut geht. Es braucht keine "Pillen".
Dieses Buch wird einen festen Platz in der Regalreihe finden, in dem die Bücher stehen, die ich Patienten/Klienten weiter empfehle.
Jetzt kann ich bei Diagnose nicht-alkoholische Fettleber  noch optimaler beraten, denn ich kann die Beta-Glukane aus den Haferflocken in Gerichten anbieten, die nicht nur  Müsli oder Haferschleim sind. Das fehlte mir bisher. Mit der Reduktion der Kohlenhydrate (Low Carb) konnte ich bisher nämlich auch schon gute Erfolge verzeichnen.
 Aber: Auch wenn es dieses gute Buch gibt, bitte nach Diagnosestellung nicht alleine ins Leberfasten starten sondern sich von einer erfahrenen Diätassistentin /Diätassistent begleiten und beraten lassen.


Mittwoch, 4. November 2015

Workshop zu BGF: "Zuckerwürfel in Cola und Ketchup-..."

...welche Ideen gibt es noch für die moderne Betriebliche Gesundheitsförderung?"
Unter diesem Titel habe ich am Samstag einen Workshop in Münster besucht um neue Ideen für die Betriebliche Gesundheitsförderung zu bekommen und mich mit Kolleginnen in Münster auszutauschen.
Seminarleitung: Birgit Blumenschein und Hanna-Kathrin Kraaibeek, beide top im Bereich BGM und BGF.
Zu Beginn ging es darum, welche Begriffe, Wörter, Formulierungen für uns in diesem Bereich wichtig sind, alles angelehnt an den Leitfaden Prävention, der in 2016 wichtig wird.
Dann wurde gearbeitet, wie das bei einem Workshop so ist.
Was ich erkannt habe: Nicht sofort in die Vollen gehen, sondern erst die Ziele bestimmen bzw. sich die Ziele des Auftraggebers nennen lassen.
Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis bekamen wir auch unterschiedliche Aufträge, die wir mit einer Partnerin bearbeiten sollten.
Da gibt es Vieles zu beachten, da muss hinter die Sätze geschaut werden, nachgehakt werden, Ansprechpartner gesucht werden uvm.
Es war interessant zu sehen wie unterschiedlich die Kolleginnen an diese Aufgaben heran gingen. Es gab ein paar Beispiele, was man den Firmen anbieten könnte- dabei war dann wichtig die vorgegebene Zeit im Auge zu behalten. Wir können uns da schnell verrennen. Auch hier wieder das Ziel im Auge behalten.
Im Grunde genommen hätten wir noch ein paar Stunden länger zusammen sitzen können. Es ist ein riesiges Feld, das da beackert werden muss und kann.
Mein Fazit in der Abschlussrunde lautete deshalb kurz und knapp:
"Kopf voll- sacken lassen- ich freue mich auf zuhause."
Und heute kann ich sagen: Es arbeitet immer noch nach.
 Bildquellenangabe: Unitz  / pixelio.de


Sonntag, 1. November 2015

gelesen: "Entscheidend ist auf´m Teller"

Das BVB-Prinzip für optimale Fitness und maximale Energie; erschienen bei systemed; Preis: 19,99€
ISBN: 978-3-95814-040-0

Kent Ihr das? Ihr habt ein Buch in Händen, wollt mal eben kurz durchblättern, quer lesen und erwischt euch dabei, dass Ihr nach einer halben Stunde immer noch halb auf dem Stuhl sitzt und wirklich lest?
So ist es mir auch mit diesem Buch ergangen. Warum? Mich hat beeindruckt, dass ein großer Fußballverein seine jungen Spieler in Ernährung schult. Borussia Dortmund hat erkannt, dass durch die richtige Ernährung Verletzungen vorgebeugt werden kann, die Leistungsfähigkeit gesteigert wird und auch die Regeneration.
Und ich vermisse einfach, dass unseren Kindern das Wissen über gesunde Ernährung beigebracht wird.
Ich bin Fußballfan, ich schaue mir gerne guten Fußball an und da ist mir der Name des Clubs eigentlich egal. Wobei-  ich sympathisiere schon seit den 70er mit Borussia Mönchengladbach. Aber das nur nebenbei. ;-)
Mir ist bei Spielen von Dortmund bereits aufgefallen, dass in den Kommentaren immer wieder davon gesprochen wurde, dass Mats Hummels abgenommen hat (was auch sichtbar ist), dass der Verein bei den Spielern die Ernährung umgestellt hat und in diesem Bereich auch schult.
Mit solchen Dingen bin ich ja zu kriegen. Vernünftige Ernährung statt Nahrungsergänzung und Pulver. Tschakka!
Die Aussage von  Prof. Dr. Ingo Froboese "Wer als Kind richtig isst, verletzt sich als Profi weniger!"
sollte die Eltern kleiner und junger Fußballer hellhörig machen.
Es geht um eine kohlenhydratreduzierte Kost und dem Einsatz von Kokosöl. Mit letzterem habe ich geschmacklich ein Problem. Das muss man wirklich mögen.
Viele gute Tipps, gesunde Alternativen zu Fast Food, umsetzbare Rezepte (auch aus den Herkunftsländern der Profis), Ernährungspläne für verschiedene "Spielsituationen" (Turniere, vor dem Spiel, nach dem Spiel...)
Mir gefällt es ausnehmend  gut.
Und wer ein Problem mit dem Logo und den Vereinsfarben hat, der muss sich entscheiden. Gute Anregungen gegen den Nicht-Lieblingsverein. In Blau-weiß gibt es das Buch leider nicht. ;-)

Entscheidend ist auf'm Teller!: Das BVB-Prinzip für optimale Fitness und maximale Energie  *Affiliate-Link