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Sonntag, 5. Januar 2020

gelesen: "Zellpower"


Mit der richtigen Ernährung unsere Zellenstärken und mehr Lebensenergie gewinnen

Von Marjolein Dubbers, erschienen bei Heyne; ISBN: 978-3-453-20732-5; Preis: 20€

# Werbung Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das hat keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung 

Im Januar 2018 habe ich Euch bereits das erste Buch der Autorin (Vita bitte dem Link oben entnehmen) „Hormonpower“ vorgestellt.  Jetzt geht es um die Zellernährung.

Es geht um die Mitochondrien, also den kleinen Kraftwerken in unserem Körper, die natürlich auch ernährt werden müssen, wie alles in unserem Körper.
Und das Wort „Mitochondrien“ kann ich gerade nicht mehr lesen, denn damit wurde ich beim Lesen überschüttet.
Ich musste das Buch zwischendurch zur Seite legen, weil es mich angestrengt hat und Spaß gemacht hat es auch nicht.
Auf mich wirkt es sehr unstrukturiert durch unterschiedliche Schriftfarben und Schriftgrößen, teilweise wusste ich nicht, wo ich weiterlesen musste. 
Ging es im Absatz nach unten weiter oder von der linken zur rechten Spalte?
Es ist kein Fachbuch, aber wenn ich mit Hintergrundwissen schon Schwierigkeiten habe den Inhalten zu folgen, wie geht es dann Laien?
Wobei: Vielleicht kann man sich als Laie leichter auf die Inhalte einlassen, wenn das fachliche Hintergrundwissen fehlt?
Übeltäter Nr. 1 ist in diesem Buch der Zucker. Dazu ein Zitat aus dem Buch:
„ Nicht nur Zucker, sondern auch Kohlenhydrate machen süchtig.“ 
Zucker ist ein Kohlenhydrat oder hat sich in den letzten 40 Jahren in der Ernährungslehre etwas geändert?
Dann haben wir alle einen "Killerbody". Für mich ist das Wort "Killer" negativ besetzt. Frau Dubbers will damit ausdrücken, dass unser Körper ein Wunderwerk ist.
Die Aussagen der Autorin wirken auf mich sowieso sehr "dominant".
Hier zwei Bespiele:
„Konnte ich Sie überzeugen…?“ oder
„Denken sie über einen Arztwechsel nach, wenn…“ 
Beim letzten Satz geht es um Medikamente, die nach Meinung der Autorin nicht unbedingt nötig sind.
Ich würde mir nie das Recht herausnehmen um die Medikation eines Klienten anzuzweifeln. Ich frage ab und zu nach, warum bestimmte Medikamente wie z.B. PPI genommen werden und wie lange schon. Da erlaube ich mir dann doch schon gelegentlich darauf hinzuweisen den Arzt zu fragen, ob dieses Medikament noch nötig ist. Aber deshalb den Arzt zu wechseln?
Genau wie im ersten Buch wird auf die Schädlichkeit von Gluten hingewiesen und das Milch nur für Kälbchen da ist und unsere Darmschleimhaut reizt.
Ich gebe zu, dass ich am Ende nur noch punktuell gelesen habe.
Es gibt den Hinweis Mineralstoff- und Vitaminpräparate zu nehmen. Bei der Auswahl soll ich meiner Intuition folgen. 
Da folge ich bestimmt nicht meiner Intuition, sondern lasse die Spiegel bestimmen und suche mir dann ein entsprechendes Präparat, wenn denn überhaupt nötig.
Ketogene Kost- gute Fette, intervallfasten- Bewegung- Tageslicht-Fermentieren –alles Ernährungstrends die gerade viel diskutiert werden, gepackt in ein Buch.
Der Rezeptteil, in Ordnung, aber der reißt das Ganze auch nicht mehr raus. 
Den Link für den Blick ins Buch stelle ich Euch trotzdem ein.

*Zellpower: Mit der richtigen Ernährung unsere Zellen stärken und mehr Lebensenergie gewinnen - Müdigkeit bekämpfen, Gewicht reduzieren, Krankheit vorbeugen - Mit großem Rezeptteil

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Sonntag, 18. Juni 2017

gelesen: "Pharma Crime"

...kopiert, gepanscht, verfälscht- Warum unsere Medikamente nicht mehr sicher sind.
Autoren: Danuta Harrich-Zandberg und Daniel Harrich, erschienen im Heyne-Verlag; ISBN:978-453-20148-4; Preis: 16,99€

Das ist mich für das Thema Pharmakologie interessiere habe ich hier bereits geschrieben.
Aber dieses Buch ist ein anderes Kaliber. Ein Krimi, den das wahre Leben geschrieben hat. Total spannend,wenn es nicht so traurig wäre, da es um Menschenleben geht.
Am 17.5.17 gab es inder ARD einen Themenabend zum Thema Medikamentensicherheit.
Beim Film "Gift" hatte ich immer noch im Hinterkopf: Es ist ein Film,aber ich wurde schon etwas unruhig.
Im Anschluss daran lief eine halbstündige Dokumentation , die mir dann vor Augen geführt hat:
Die Lage ist ernst.
Mit diesem Buch habe ich noch viel mehr an die Hand bekommen, was mir sagt:
" Wenn es ums Geld geht, dann gehen auch Menschen, die mit Medikamenten zu tun haben, im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen"
Was ich sehr beunruhigend finde ist, dass es meist um Medikamente geht, die lebenserhaltend wirken, die stark nachgefragt sind, wie z.B. Zytostatika, Antibiotika oder Medikamente, die bei HIV eingesetzt werden.
Das Beispiel des Apothekers aus Bottrop, der Zytostatika gestreckt hat, was quasi bei mir um die Ecke passiert ist...
Menschen haben sich von diesen Medikamenten eine Besserung erhofft. Aber wer kann noch nachweisen, dass die Menschen nicht an ihrer Grunderkrankung gestorben sind?
Was passiert, wenn Antibiotika gestreckt werden? Der Wirkstoff ist niedriger dosiert, die Keime können sich daran "gewöhnen" und werden resistent.
Viele Medikamente werden mittlerweile aus Kostengründen nicht mehr in Deutschland hergestellt. Länder wie China und Indien sind da auf dem Vormarsch. Die haben beileibe nicht diese Standards in der Herstellung, wie es gewünscht  ist. Das nennt sich dann "Sub-Standards"
Studien werden gefälscht, die Existenz von "Aussteigern" (Whistle Blower) wird zerstört.
Erinnert Ihr euch an den Tod von Prince? Er war nie auffällig geworden durch Drogenexzesse oder Medikamentenmissbrauch. Er stirbt aber an der Einnahme eines Schmerzmittels. Später stellt sich heraus, dass dieses Medikament gefälscht war.
Ich und Ihr wahrscheinlich auch fragt Euch jetzt:"Was können wir denn dagegen tun?"
In Panik zu verfallen, das bringt nichts. Das ist auch nicht das Anlieger der Autoren, ganz im Gegenteil. Sie wollen senibilisieren, sie wollen, dass wir aufmerksam werden und auch bleiben.
Medikamentenfälschungen sind teilweise durch die Aufmerksamkeit der Patienten entdeckt worden.
Wie kann das sein? Veränderungen der Farbe,  Formulierungen in einem schlechten Deutsch im Beipackzettel, Veränderungen der Originalverpackung...alles melden. Die Apotheker sind verpflichtet diese Infos weiterzugeben.
Beispiel einer Chemotherapie: Das gleiche Mittel wird verabreicht. Beim ersten Mal massive Nebenwirkungen, beim zweiten Mal keine Reaktionen. Den Arzt darauf ansprechen.
Wir sind alle für uns selbst verantwortlich. Also unsere Selbstbestimmung nicht am Empfang der Arztpraxis oder am Tresen in der Apotheke abgeben.
Passt auf Euch auf und bleibt kritisch. Leider gilt auch in diesem Bereich: "Geld regiert die Welt"

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