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Dienstag, 9. Dezember 2014

Der Weckmann- ein Verführer?

Heute morgen habe ich einen kleinen Artikel in unserer Tageszeitung gelesen. Der Weckmann (so kenne ich ihn vom Niederrhein) oder Stutenkerl  (so genannt im Münsterland) gerät in die Kritik. Die Pfeife, die eingebacken ist soll angeblich aus diesem Hefegebäck eine Werbefigur fürs Rauchen machen.
Bei mir kam sofort der Gedanke, dass es noch einer Tradition aus der Kindheit an den Kragen soll. Zuerst werden Kinderbücher, alte Klassiker umgeschrieben und jetzt soll der Weckmann seine Pfeife abgeben? Weckmann und Stutenkerl gehören für mich zu St.Martin und zu Nikolaus und zwar mit Pfeife. Das war und ist immer noch so.
Als Kinder haben wir natürlich auch versucht das Rauchen nachzuahmen. Aber diese tönernen Teile sind so dicht, da kommt meist keine Luft durch.
Dieses Gebäck  gibt es nur saisonal im Winter. Für mich gibt es weitaus mehr schlechte Vorbilder, die Kindern das Rauchen vorleben. Durch meine Arbeit bei Klasse2000 weiß ich, dass Kinder das Rauchen nicht so toll finden. Zum Teil machen sie sich Sorgen um ihre rauchenden Eltern und wollen selbst nicht mit dem Rauchen beginnen.
Ich möchte meinen Stutenkerl/Weckmann so behalten wie er ist. Und sollte ich einem Kind begegnen, dass sich dadurch zum Rauchen hingezogen fühlt, dann werde ich bestimmt eine Möglichkeit finden, zu erklären, warum das nicht gut ist.

Bildquellenangabe: S. Thomas  / pixelio.de

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