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Dienstag, 30. April 2024

Menschen mit Krebserkrankungen- Eine Bitte an alle Influencer*innen

 

In der letzten Zeit nehme ich war, dass Menschen nach oder während einer Krebserkrankung kommen und mir während der Anamnese von Nahrungsergänzungsmitteln und „Krebsdiäten“ berichten. Entweder nehmen sie diese Supplemente noch oder halten sich an diese Diäten, die ihnen von Influencer*innen in den sozialen Netzwerken empfohlen worden sind.
Bei mir sträuben sich dann innerlich die Nackenhaare, eine Kollegin würde sagen:“ Ich krieg Plaque.“

Ich bitte jetzt wirklich öffentlich darum, dass sich diese Influencer*innen sich ihrer Verantwortung für diese Menschen bzw. für alle Menschen bewusst sind bzw. werden.
Meine Kolleg*innen und ich kämpfen um jedes Gramm, das während und nach den Therapien bleibt, auch wenn es sich um vermeintlich mehrgewichtige Menschen handelt.
Diese Menschen brauchen diese Energie, von der sie vielleicht auch eine Zeit lang zehren müssen, wobei das Ziel in der Ernährungstherapie immer ist: Gewicht halten!!!!
Durch die Therapien verlieren diese Menschen oft den Geschmackssinn. Das Essen schmeckt anders wie gewohnt, zum Teil ekelig. Oder sie haben überhaupt keinen Hunger/Appetit.

Wir erarbeiten dann gemeinsam mit unseren Patient*innen Strategien, wie diese Menschen gut durch die Therapie kommen können. Es gibt da so Tricks und kleine Kniffe, die ausprobiert werden können.
Diese werden natürlich in Stories und Reels nicht vermittelt, denn dafür kann ja kein Rabattcode generiert werden.

Dann gibt es auch die Aussage, dass auf eine Studie verwiesen wurde. Es gibt da den Satz:
„Glaube nur der Studie, die du selbst gefälscht hast.“

Natürlich gibt es auch gut gemachte und gut gemeinte Studien. Bitte bei der Verbreitung immer im Kopf haben, dass Menschen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung (auch wenn sie geheilt werden kann und geheilt wird) sich an jeden Strohhalm festhalten, aus diesem Grund bestimmte Worte oder Sätze auch überlesen.

Am besten ist immer noch, wenn Influencer*innen ohne den richtigen Background die Finger von diesen Themen lassen würden. Schon allein um Verantwortung zu zeigen. Wunschtraum?
Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Jetzt wünsche ich Euch einen guten Start in den Mai.



Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Donnerstag, 19. März 2020

„Wir haben es in der eigenen Hand!“


Keine Sorge, ich  schreibe jetzt nicht von Portionsgrößen für eine gesunde Ernährung.
Es muss einfach etwas raus, was mir auf dem Herzen liegt. In diesem Moment habe ich noch keine Nachrichten gehört, noch keine Zeitung gelesen und mich auch noch nicht in den sozialen Netzwerken aufgehalten. Stand der Dinge ist mir gerade unbekannt, aber Neuigkeiten bekomme ich nachher mit.
Meine Reichweitereicht nicht dazu aus um mich Influencer nennen zu können , aber ich hoffe, dass meine Gedanken auch die Menschen erreichen, die ich erreichen möchte.
Frau Merkel hat gestern gesagt, dass wir es selbst in der Hand haben, wie es weitergeht. Es gab gestern keine Ankündigung für eine Ausgangssperre, aber ich habe es als letze Mahnung interpretiert.
Im Moment ist es nicht an der Zeit uns in Parks, an Seen etc. zu treffen um es uns gemütlich zu machen. Shopping- Center sind als Treffpunkt auch nicht zielführend.
Ich stelle gerade meine Gewohnheiten um. Am Sonntag werde ich mich hinsetzen, meinen Speiseplan für die komplette Woche planen und danach einkaufen gehen. Dann muss ich wahrscheinlich nur einmal in der kommenden Woche raus.
Bei Instagram findet Ihr meine Ideen, die ich so gerade habe um Vorratshaltung zu betreiben.
Soziale Kontakte einzuschränken, das ist schon eine drastische Maßnahme, aber eine Ausgangssperre wäre für mich jetzt zwar nicht schlimm, aber wenn alles sich vernünftig verhalten, dann muss es nicht dazu kommen.
Diejenigen, die dann meckern, das sind wahrscheinlich diejenigen, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben. Und damit meine ich die versteckte Ankündigung unserer Kanzlerin und nicht das Virus. Die Politik hat Möglichkeiten solche Maßnahmen anzuordnen. Wie es mit dem Virus weitergeht, dass weiß kein Mensch.
Uns Deutschen wird immer Disziplin nachgesagt. Dann machen wir das doch mal.
Wir haben es wirklich in der eigenen Hand. Ich gebe mein Bestes dazu und das erwarte ich von jedem von uns. Jeder von uns hat Verantwortung für andere!
Ich bin mir sehr sicher, dass wir diese Krise meistern werden und das geht am Besten gemeinsam und das ohne Angst  oder Panik.
Bleibt gesund!


Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Donnerstag, 9. August 2012

"Jede/r ist für sich selbst verantwortlich!"

Gerade sind mir beim Abheften die Unterlagen zum Seminar bei der DGE in die Finger gefallen.
Frau Meyer-Kruse hat uns dort mit einem Augenzwinkern deutlich gemacht, dass wir als Ernährungsfachkräfte nur so weit arbeiten können wie der Klient/Patient es zulässt.
Unser Gegenüber bleibt in allem was er tut für sich selbst verantwortlich.
Wir müssen keinem Klienten terminmäßig hinterherlaufen, auch wenn ihm 5 Termine von der Krankenkasse zugestanden wurden.
Unsere Aufgabe liegt darin, das Wissen, was der Klient benötigt, so weiter zu geben, dass es in der Praxis macbar ist.
Wenn dem Klienten dann ein Termin reicht....??? Evtl. ein Mal telefonisch oder per Mail nachfragen, aber dann muss auch gut sein.
Rechnung schreiben, evtl. Arztbrief verfassen, wenn es gewünscht wird und Akte abheften.
Und: Nicht persönlich nehmen.;-)
Bildquellenangabe: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de