Donnerstag, 3. Januar 2019

40 Jahre als Diätassistentin aktiv…


… und zwar immer noch mit Herzblut.
Ja, okay, nicht auf den Tag genau, aber vor 40 Jahren wurde das Thema „Examen“ akut.
Wie bin ich überhaupt auf den Beruf „Diätassistentin“gekommen? (Das Gendersternchen kann ich gerade mal getrost ausblenden. Männliche Kollegen gab es damals noch nicht)
Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern. Wir hatten zu Hause eine Frauenzeitschrift liegen und es stand ein klitzekleiner Artikel über das Berufsbild im Heft.
Nach dem Lesen war mir klar: “Das möchtest du werden.“
Ich habe dann meinen Weg verfolgt. Ich wollte meine Ausbildung gerne in Münster absolvieren.
Und das hat dann auch geklappt. Für mich Landei war Münster damals die große, weite Welt.
Ich habe mich, zusammen mit meinen Eltern, an der Diätfachschule am St.Franziskus-Hospital vorgestellt. Eltern waren gerne gesehen damals. Ansprechpartnerin war Schwester Bernwardis.
Und nach etwas Wartezeit habe ich die Zusage bekommen.:-)
1977 konnte ich mit meiner damals noch 2jährigen Ausbildung beginnen. Es war eine schöne Zeit.
Wir haben im Schwesternwohnheim gewohnt inklusive Verpflegung. Dafür haben wir dann in der Küche mitgearbeitet. 
So viele Mandarinen von  weißen Fasern befreit habe ich noch nie, Joghurt in Metalleimern angesetzt, Götterspeise gekocht. Jeden Tag gab es frisch gekochten Pudding und Kartoffelpüree
Wir waren damals eine sehr verschworene Gemeinschaft. Teilweise zum Leidweisen unserer Klassenleitung. Wir hatten Spaß,wir haben viel gefeiert, aber wir wir haben uns natürlich auch über diverse Dinge geärgert. Das bleibt nicht aus. 
Am Tag des praktischen Examens (18.9.1979)hatten wir uns für abends vorgenommen: wir machen die Altstadt unsicher.
Aber nach dem Ziehen unserer Prüfungsaufgabe, dem Berechnen des dafür erforderlichen Tageskostplans , dem Kochen des Gerichtes und der mündlichen Prüfung sind wir abends ins Bett gefallen.
Ach, da war die schriftliche Prüfung bereits absolviert.
Ich kann mich auch nur noch an eine Prüfungsaufgabe erinnern, gestellt von Schwester Cornelis, die für uns damals schon seeehr alt war.
Meine Prüfungsfrage lautete damals:“ Warum heißt der Zwieback Zwieback.“ 
Aber damit kein falscher Eindruck entsteht: So einfach waren die Prüfungsfragen nicht. Dieser Ordensschwester wurde einfach nur gestattet auch eine Frage zu stellen.
Und ich habe unsere „Bierzeitung“ zur Examensfeier wiedergefunden. 

Da unser damaliger Unterkurs uns irgendwie nicht passend erschien und wir Sorge hatten, dass unsere Feier ohne Pep ablaufen würde, haben wir die Organisation selbst in die Hand genommen.
 
Gerade kommen ganz viele Erinnerungen hoch. Es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte, denn sie war auch nötig, damit ich den für mich besten Beruf ausüben darf.


Und was ich nicht vergessen möchte: Ich wünsche Euch alles Gute für das Jahr 2019, vor allem Gesundheit, aber auch, dass Ihr einen Beruf ausüben dürft, den Ihr liebt.
 

Freitag, 21. Dezember 2018

Schöne Feiertage


Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür und ein Jahr geht zu Ende.
Es war ja ein Super-Sonnen-Jahr. Gefühlt seit April durchgehend warm, mir teilweise etwas zu warm. Da ich aber keinen Knopf habe um das zu ändern habe ich mich damit arrangiert.
Es hat mir aber auch gezeigt, dass der Klimawandel in vollem Gange ist. Ich wünsche mir, dass wir unseren Kindern und Enkelkindern trotzdem eine Erde hinterlassen können, die lebenswert ist.
Jeder kann für sich überlegen, wie oder was umsetzbar ist. Kleine Ziele sind besser als keine.

Jetzt ein bisschen Statistik:
Ich konnte 58 Blogbeiträge schreiben. Etwas mehr als einen in jeder Woche. Den meisten „Stoff“ haben mir Begegnungen mit Menschen geliefert, zum großen Teil aus Beratungssituationen heraus. Ganz herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.

Im kommenden Jahr darf ich 40jähriges Berufsjubiläum feiern. Ja, ich kann es „feiern“ nennen, denn ich liebe meinen Beruf noch genauso wie am ersten Tag.
Vielleicht werde ich kleine Geschichten aus diesen 40 Jahren 2019 in Blogbeiträge packen. Falls es Euch interessiert natürlich. Also gerne kurze Rückmeldung geben. ;-)

Jetzt wird es erst einmal ruhig hier, denn ich werde "weihnachtsfrei" machen.
Ich wünsche Euch allen erholsame Feiertage und kommt gut ins neue Jahr. Dafür wünsche ich Euch vor allem eines: Gesundheit!
 Bildquelle: Pixabay

Sonntag, 9. Dezember 2018

Stundenglück PUR


Aus dem Gefühl heraus mit #Werbung#

Wer das Lied „Sekundenglück“ von Herbert Grönemeyer kennt, der kann wahrscheinlich nachempfinden, warum ich hier gerade von Stundenglück schreibe.
Im Sommer habe ich in einen Konzertmitschnitt  „PUR and Friends“ reingezappt und das hat mich mitgerissen. Ich mag die Musik von PUR, sie hat mich in meiner Jugend begleitet. Bisher war es das. Damals habe ich deswegen eine WhatsApp –Nachricht an meine Kollegin und Freund Birgit geschrieben, es gingen ein paar Nachrichten hin und her und nach nicht einmal einer Stunde waren die Tickets gebucht.
Ich habe schon oft gehört, dass die Konzerte dieser Band grandios sein sollen, aber das mich das so mitreißt, damit hätte ich nicht gerechnet. Das Erlebnis gestern hat mich zum Fan gemacht.
Wir waren in der Westfalenhalle in Dortmund, hatten eine tollen Platz, alles gut zu sehen.
PUR, Hartmut Engler und seine Kollegen, haben Tausende von Menschen mitgenommen in eine Art Mikrokosmos, nur für die Zeit des Konzerts. Über 30 Lieder  in knapp 2,5 Stunden, ohne viel Gerede ohne große Pause. Eine tolle Mischung aus neuen Songs und den alten, die die Halle zum Beben brachten. Keine Chance sitzen zu bleiben. Mitsingen ohne Angst zu haben, dass ein schiefer Ton auffällt. Und wenn auch...
Wir wurden mitgenommen ins Abenteuerland, bekamen Energie, fragten uns, wo all die Indianer sind, begegneten Lena (da gab es kein Halten mehr). Es wurde zwischendurch still im übertragenen Sinn bei „Wenn sie diesen Tango“ hört, als Hartmut Engler an seine Mutter erinnerte. Es wurde politisch, als es um "Neue Brücken" ging, ein Lied, das  bereits vor über 25 Jahren geschrieben hat und nichts an Aktualität verloren hat.
Überraschungsgast war Nelson Müller. Dieser Mann, von Beruf  Koch,was hat der für eine Stimme.
Es war ein Feuerwerk, was bei mir genau da ankam, wo es hin sollte: Ins Herz.
Wir sind glücklich nach Hause gefahren, glücklich durch Musik. Dafür brauche ich dann kein Buch, keinen Coach.
Wer hier n meiner Umgebung wohnt, ein bisschen was mit den Liedern von PUR anfangen kann, der sollte versuchen noch Karten für die Open-Air-Tour 2019 zu bekommen. Vielleicht ist in Bocholt noch etwas möglich.
Glück, das ist so ein tolles Gefühl, das pusht, das wirkt nach und hält  gesund.
Gönnt Euch solche Erlebnisse. Einfach tun.
Und zu diesem Beitrag gibt es kein Foto. Ich habe nur den Moment genossen.
Ich wünsche Euch einen schönen 2. Advent.
P.S. In den Verlinkungen steckt dieses Mal sehr viel Musik und hier noch eine Erklärung, was es mit dem Album "Zwischen den Welten" auf sich hat.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

gelesen: Now is your chance


Der 30-Tage-Guide für ein glückliches Leben von NiycPidgeon; erschienen im Leo-Verlag; ISBN: 978-3-95736-109-7; Preis: 20,00€

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Ich habe ein Faible für Bücher, die sich mit solchen Themen wie in diesem Fall „Glücklich sein“ beschäftigen. Wenn es dann noch Arbeitsbücher sind, umso besser.
Immer interessant für mich: Wenn es um das Thema  „Essen“ geht.
Wer sich, wie ich, bereits häufiger mit solchen Themen beschäftigt (Achtsamkeit, Stärken-Schwächen, Meditation usw.) , der findet in diesem Buch nicht wirklich Neues. Ganz viele Themen sind mir bekannt. Ich praktiziere schon über viele Jahre Yoga und auch dort sprechen wir solche Themen an.
Ich bin mir auch unsicher, ob das Ziel in 30 Tagen wirklich zu erreichen ist.
Jeden Tag wird ein neues Thema angesprochen. Wenn ich mich einen Tag mit diesem Thema beschäftige (Als Beispiel: „Sieh in allem das Gute“), das setzt sich nicht in 24 Stunden. Das musst bedeutend öfter geübt werden.
Alternativ die Alltagsregeln für eine gesunde Ernährung: Zwölf an der Zahl!
Wer sich schon einmal mit einer Ernährungsumstellung beschäftigt hat, aus welchen Gründen auch immer, der weiß, dass das Zeit braucht.

Und dann sieben Portionen Gemüse am Tag. Die bei uns empfohlenen drei Portionen machen schon vielen Menschen Probleme. Aber alternativ kann ja Einiges davon in einen grünen Smoothie gepackt werden.  ;-)
Noch ein Thema, was ich nie alleine angehen würde:  Über Traumata hinauswachsen.
Ich warne davor Traumata alleine bewältigen zu wollen. Da kann so viel hochkommen, dass es schlimmer als vorher wird. So etwas gehört in fachliche Betreuung.

Mich hat dieses Buch als Guide nicht so wirklich glücklich gemacht.
Ich stelle Euch den Link für den Blick ins Buch mit ein. Vielleicht habt Ihr einen anderen Blick für diese Themen.
Genießt die Adventszeit und bleibt gesund!



Dieses Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das hatte keinerlei Einfluss auf meine Meinungsbildung.