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Samstag, 7. April 2018

Jede/r hat mal angefangen…


…egal mit was. In der Ausbildung, im  Beruf mit dem Autofahren.
Und wir alle kennen das Gefühl, dass die anderen in Allem viel schneller sind, fühlen uns dann „komisch“.
Gestern hatte ich ein Erlebnis  des Fremdschämens. Kennt Ihr das, wenn andere etwas tun und man selbst ist peinlich berührt?
Ich war einkaufen in einem  Discounter und die Kassierer/Innen dort sind wahnsinnig schnell.
Es saß eine neue Kassiererin an der Kasse, das war zu spüren, aber die Produkte über den Scanner zu ziehen, das funktionierte, Produktnummern aus den entsprechenden Listen herauszusuchen, das klappte auch.
Dann kam ein Moment, in dem sich ein Produkt nicht über das Scannerfeld ziehen ließ. Es gab ein komisches Geräusch. Mehrmalige Versuche, auch die Eingabe der Produktnummer eingeben: Nichts.
Zwei Kunden hinter mir wurde es etwas lauter, ungeduldiger.
Letztendlich wurde für das Problem mit Hilfe einer Kollegin eine Lösung gefunden.
Kurz darauf hakte es wieder beim Einscannen. Die Kassiererin bekam hektische Flecken, wurde nervöser und die nicht netten Kommentare hinter mir machten die Sache auch nicht besser.
Die Schlange wurde länger, eine neue Kasse wurde nicht aufgemacht, warum auch immer.
Kunde #2 hinter mir sagte auf einmal:
„Darf ich mal vorbei. Die sollen ihren Sch… behalten. Ich habe keine Zeit.“
Ich habe das als frech empfunden. Die Kunden hinter Kunde#2 hatten ja jetzt auch mit den aufgepackten Waren zu kämpfen. Die mussten vom Band.
Mir tat in diesem Moment die Frau so leid. Zittrige Finger und rote Flecken im Gesicht.
Das Einzige, was  mir in dieser Situation einfiel war: „Lassen Sie sich nicht stressen.“
Ich weiß nicht, ob es geholfen hat.
Aber das macht mir immer wieder deutlich, dass es oft nur noch um Zeit, Zeitmangel, Schnelligkeit… geht.
Lasst uns Menschen, die mit einer Sache beginnen doch die Zeit sich einzufinden in ihre Arbeit.
Ich weiß aus meiner Pratikumszeit in einem Altenheim wie schlimm es war, wenn ich nah solchen Arbeitstagen unruhig ins Bett gegangen bin, von meiner Arbeit negativ geträumt habe und morgens mit einem unguten Gefühl aufgestanden bin
(Schwester Maria sei Dank :-( )
Rückbesinnen auf Zeiten in denen wir alle auch Anfänger waren bzw. noch werden.