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Dienstag, 15. Mai 2018

Nebendiagnose: Steatosis Hepatis

In den vergangenen Woche habe ich viele Arztberichte speziell nach Krankenhausaufenthalten gelesen.
Sehr oft habe ich gelesen: Nebendiagnose Steatosis hepatis.
Das heißt nichts anderes als Fettleber.
Was mich dabei nachdenklich gemacht ist, dass die Klienten /Patienten von dieser Diagnose nichts wussten. Die Ärzte haben es nicht gesagt und auch nicht erklärt.
Die Leber ist eines unserer wichtigsten Organe. Sie spielt eine griße Rolle in unserem Stoffwechsel und spielt auch bei der Entgiftung eine sehr große Rolle. Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte,der klicke einfach hier.
Aus einer Fortbildung mit Professor Richter habe ich folgende Beschreibung für eine Fettleber mitgenommen. 
Man kann sich vorstellen, dass es sich um zwei Brötchenhälften handelt: die eine ist "normal", die andere gut mit Butter bestrichen.
Vielleicht könnt Ihr Euch jetzt denken, warum ich es so wichtig finde, dass die Leber nicht voll Fett steckt?
Dieser Platz ist quasi besetzt. Die eigentlichen Aufgaben werden nur noch suboptimal erfüllt. Und das sollte dann doch nicht im Sinne des Menschen sein.
Aber halt Nebendiagnose und keine Erklärung.:-(
Dabei ist die nichtalkoholische Fettleber durch eine Ernährungsumstellung gut zu therapieren.
Lasst Euch auf jeden Fall eine Notwendigkeitsbescheinigung vom Arzt ausstellen, wendet Euch an die Ernährungsfachkraft Eures Vertrauens und lasst Euch beraten.
Ich versuche meinen Klienten die Notwendigkeit immer bildhaft zu erklären.
Die Leber kann man sich vorstellen wie ein Hausmeister,der im Hintergrund alles in Ordnung hält, ohne viel zu sagen. Aber irgendwann ist auch die Geduld erschöpft und der "Hausmeister" meldet sich. Hier in Form von Verfettung sichtbar im Ultraschall oder durch erhöhte Leberwerte oder erhöhte Blutfettwerte.
Dann unterstützt Euren Hausmeister, denn die "Schäden" sind reversibel.
Und von unseren (Haus-)- Ärzten wünsche ich mir, dass diese Diagnose nicht nebenbei läuft, sondern ernst genommen wird.
In diesem Sinne: Bleibt gesund!
Bildrechte: FET.e.V.


Donnerstag, 8. Oktober 2015

gelesen:“Hier kocht der Chef“



Schon vor einiger Zeit habe ich die Rezeptbroschüren meiner Kollegin Marianne Reiß in gedruckter Version gelesen. Marianne ist für mich „die“ Fachfrau, wenn es um Fettstoffwechselstörungen geht, aber auch der Diabetes mellitus ist ein großes Thema bei ihr. In ihrem langen Berufslebenhat sie viele Rezepte zusammengetragen und sie auf ihre Blutzuckerwirksamkeit getestet und modifiziert.
Eine große Rezeptsammlung gibt es jetzt als PDF zu kaufen. „Heidis Zucchinisüppchen“ oder „Pariser Käsesuppe wie Frau Arndt sie kocht“, das sind Bezeichnungen , die ich mag. Sie sind bodenständig ,zeigen mir, dass es um Lieblingsrezepte geht und das mich keine abgehobenen Zutaten erwarten, die ich nie wieder brauche. Gute und praktikable Rezepte. 
Der Preis pro Broschüre: 5€.  
 Angemessen, finde ich.
 Bildrechte: Anneke Reiß-Maaoui



Montag, 23. Februar 2015

Seminar:"Die Leber im Focus: Was kann Ernährung?"

Das Seminar ist zwei Tage vorbei und jetzt komme ich dazu ein paar Dinge aufzuschreiben.
Zum Seminarort und die Betreuung muss ich nicht viel schreiben. Die war top. Hier schon mal beschrieben.
Es ging um das große Thema "Leber", gerade total gefragt, auch in der Diättherapie.
Professor Richter startete sein Seminar nicht mir der ausführlichen Präsentation, die uns im Vorhinein per Mail zugesandt wurde, nein. Wir wurden gelöchert woran man Störungen der Leber im Gesicht erkennt.Es ging um Morbus Meulengracht, bei dem es angeblich keine Ernährungstherapie gibt.
Wir wurden sofort darüber aufgeklärt, dass wir für diese Menschen doch etwas tun können. Das Fatigue-Syndrom: nach Aussage von Prof. Richter auch durch eine Diättherapie zu behandeln.
Mit der (sinngemäßen) Aussage:" Die Ernährungsmedizin muss einen höheren Stellenwert bekommen, Ihre Arbeit muss einen höheren Stellenwert bekommen." hat er offene Türen eingerannt.
Aber den ganzen Tag keine einzige Powerpointfolie. Einige Kolleginnen schienen damit Schwierigkeiten zu haben, weil es zum Teil wirklich kreuz und quer durch die Themen ging, aber letztendlich dann doch wieder zurück.
Es war anstrengend. Auf anderen Seminaren kann man locker konsumieren, bekommt Folien gezeigt, schreibt ein paar Stichpunkte mit. Hier wurden wir sehr gefordert und so ab und an kam ich an meine Grenzen.
Aber mein Fazit zu dieser Art des Seminars vorneweg: Es ist sehr viel hängen geblieben, es arbeitet sehr viel nach und ich muss mich doch mal wieder in die ungeliebte Biochemie vertiefen.
Am Samstag wurde dann (endlich) mal der Beamer hoch gefahren. :-)
Aber es blieb wieder bei ein paar Folien. Es gab einige Beispiele aus den Forschungen, aus den Messungen von Prof. Richter.
Und bei vielen Aussagen bin ich und nicht nur ich sehr nachdenklich geworden: Menschen mit einer Leberzellverfettung müssen langsam abnehmen. Höchstens ein Pfunde pro Woche.
Gedankengang:Wie sieht es aber bei Menschen aus, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen und rasant abnehmen?
Solche Gedankengänge gab es häufiger und wird es beim Nachbearbeiten auch noch mehr geben.
Mir hat die Art der Seminarleitung letztendlich viel gebracht. Viele Blätter wurden mit Stichpunkten beschrieben, das wird jetzt nach und nach geordnet. Es war anders, aber gut.
Bei einigen anderen Kolleginnen kam es nicht so gut an hatte ich den Eindruck. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, seinen eigenen Stil um zu lernen.
Ich habe mich einfach darauf eingelassen und es nicht bereut. Professor Richter- immer wieder gerne!
Bildquellenangabe: Tim Reckmann  / pixelio.de