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Montag, 7. März 2016

Fortbildung: 2. Rheinenser Ernährungstag

Samstag stand eine Fortbildung in der näheren Umgebung an.
Der 2. Rheinenser Ernährungstag unter dem Motto:
Ernährung und Immunologie- Wo stehen wir heute?
Thema Darm, Florastatus, Probiotika...Alles Themen, die mich gerade beschäftigen.
Samstag morgen um 9.30 Uhr ging es pünktlich los. Prof. Dr. M. Smollich begrüßte alle Anwesenden (eingeladen waren Ärzte, Apotheker und Mitglieder von Gesundheitfachberufen)
Zuerst einmal etwas zur Organisation und dem Drumherum.
Gut organisiert,schnelle Registrierung und der Raum war auch passend. Was ich bei den meisten Fortbildungen in der letzten Zeit bemängeln muss ist, dass die Projektionswand von den hinteren Reihen nicht komplett zu sehen ist.
Angemerkt habe ich im persönlichen Kontakt bereits, dass unbedingt ein Mikrofon her muss. Wenn Referenten schon leise sprechen und dann auch noch zur Wand hin, dann ist es wahnsinnig anstrengend dem Ganzen zu folgen.
Zum Catering: First class. Da Apetito in Rheine zuhause ist, war es wohl naheliegend hier anzufragen.
Jetzt zu den Vorträgen:

1. Immunologie, Ernährung und Krebs
Da habe ich mir einiges notiert: rotes Fleisch, Übergewicht, Nikotin und Alkohol- alles Fakoren, die die Entstehung eines Dickdarmkarzinoms fördern können. Dazu dann noch zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Vitamin A, Calcium ...
Als sinnvolle Supplementation wurden uns Vitamin D und Calcium, Omega-3-Fettsäuren und Probiotika empfohlen.
Schwer beeindruckt hat mich eine Folie, die aufzeigte, dass sich unser Essverhalten seit 1881 fast nicht verändert hat. Und wie sieht es mit der Bewegung aus?
Ernährungsempfehlungen: Vermeidung von Junk Food
                                            Nur bei Hunger essen
                                            Essen beenden, wenn der Hunger verschwindet
                                            Keine Völlerei betreiben

Im zweiten Vortag ging es um die Unterstützung des Immunsystems durch Probiotika und die aktuelle Studienlage. Referentin war Dr. Nadja Seltrecht von der Fa. Nutrimmun.
70% unserer Immunzellen sitzen im Darm und die brauchen natürlich auch mal Unterstützung von außen. Sei es nach einer Antibiotikagabe, durch Allergien oder bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung , hier bei Colitis ulcerosa.(CED) . Für den M. Crohn gäbe es noch keine ausreichenden Belege. In diversen Leitlinien wird die gabe von Probiotika bereits empfohlen. Ich empfehle diese auch in der Beratung. Welche dann gegeben werden, das gehört für mich in die Hand eines erfahrenen Arztes oder Pharmazeuten.
Im dritten Vortrag berichtete Prof. Dr. Ulrich Kampa über Immunnutrition beim kritisch kranken Patienten.
Das war ein wirklich stimmgewaltiger Referent, der locker über ein schwieriges Thema berichtet hat.
Immunnutrition- das sind Substanzen,die enteral oder parenteral gegeben werden, bei Patienten, die eine schwere Erkankung, wie eine Sepsis, Verbrennungen oder starke Verletzungen haben.
Aus diesem Vortrag nehme ich mit, dass mit diesem Thema sehr kritisch umgegangen werden sollte, besonders wenn es um Studien geht.
Credo:"Wann kann man eingreifen, was braucht der Körper, was kann er verkraften, was braucht der Patient?"
Beim letzten Vortrag Arzneimittel- Update: Neue Wirkstoffe& Ausblick 2016, da fehlte mir dann der Zusammenhang zum Ernährungstag.In der Beratung muss ich mich mit der Wirkungsweise von Medikamenten auseinandersetzen. Neue Wirkstoffe sind immer interessant. Ich fühlte mich da aber überfordert. Und ich war da nicht alleine. Trotzdem werde ich mir die Folien runterladen und mich mit den Wirkstoffen beschäftigen.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung und ich bin gespannt auf den 3. Rheinenser Ernährungstag.
Bildrechte: Praxishochschule


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