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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Präsentismus

Ein gerne verwendetes Wort, wenn es um die Betriebliche Gesundheitsförderung oder das Betriebliche Gesundheitsmanagement geht.
Es bedeutet, dass ein Mitarbeiter zur Arbeit geht obwohl er oder sie krank ist.
Dazu kommt von der DAK auch gerade ein passender Artikel.
Mitarbeiter nach Hause schicken-im Grunde genommen die beste Lösung.
Heute war ich in unserem Ort unterwegs, war in diversen Geschäften, die nur wenige Angestellte haben. Ich denke an Bäckereifilialen, Friseure....
Da stehen verschnupfte Mitarbeiter mit roten Wangen hinter der Theke oder mit der Schere in der Hand beim Kunden.
Auf meine Frage:"Hat es Sie erwischt?" kam die Antwort:
"Ja, es hält sich schon seit vier Wochen und es geht einfach nicht weg. Aber wir stecken uns auch alle gegenseitig an. Irgendwie sind wir alle krank."
Wie ist das mit wenigen Mitarbeitern in einem kleinen Geschäft? Da ist es nicht so einfach jemanden nach Hause zu schicken, weil Termine nicht eingehalten werden können oder es wird gesagt:
"Dann müssen die anderen für mich mitarbeiten. Da habe ich ein schlechtes Gewissen."
Irgendwie ein Hamsterrad.
Das sehe ich noch als Herausforderung. Ideen zu finden,so dass Mitarbeiter ohne schlechtes Gewissen zuhause bleiben können und der Kleinstbetrieb läuft trotzdem weiter. Natürlich kann auch geschaut werden warum die Mitarbeiter nicht gesund werden. Immunsystem stärken durch gesundes Essen? Pausenkultur?
Ich schreibe dies auch, weil dann oft diese Mittelchen genommen werden, die ich hier beschrieben habe.
Das geht einfach nicht aus meinem Kopf: Ibuprofen+ grippaler Infekt erhöht das Herzinfarktrisiko um den Faktor 10.
Passt auf Euch auf!
Bildrechte: S. Hagedorn

Mittwoch, 12. März 2014

Fortbildung: Betriebliches Gesundheitmanagment

Über das Seminarhaus habe ich am Wochenende bereits geschrieben. Ich musste das trennen, denn sonst wäre ich der Fortbildung und dem besonderen Seminarort nicht gerecht geworden.
Birgit Blumenschein, Seminarleiterin, das müssten Leser meines Blogs mittlerweile mitbekommen haben, schätze ich sehr.
Sie hat eine Art Seminare und Vorträge zu gestalten, so dass selbst der trockenste Stoff total interessant wird.
Während der zwei Tage habe ich dann für mich auch festgestellt, dass BGM keine leichte Tätigkeit ist, dafür muss man gemacht sein. Und wenn ich so etwas in einem Seminar erkenne, dann ist das bereits ein Ergebnis.
Kurz zu den Inhalten:
  • Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Salutogenese
  • Handlungsleitfaden der Krankenkassen
  • Unternehmen als Kunden
  • Akquise
  • Projektplanung
  • Preisgestaltung
  • Fallbeispiele und praxisbezogene Gruppenarbeit
Ich habe aus diesem Seminar für mich erkannt, dass ich mich eher im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung sehe. Hier kann ich in Betrieben unterstützend tätig werden wenn es um den Bereich "Ernährung" geht.
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist weit größer, überschreitet mein Spezialgebiet, aber ich möchte nicht ausschließen, dass ich mich in die Thematik einarbeiten kann, wenn ich das geeignete Unternehmen an meiner Seite weiß.
Im Seminar bekamen wir durch Birgit Blumenschein immer wieder Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag. Das macht für mich eine gute Seminarleitung aus. Sich nicht zu schade sein Tipps und Anregungen bekannt zu geben und nicht mit dem Hintergedanken zu arbeiten:"Mir wird etwas gestohlen."
Das Rad muss schließlich nicht zwei Mal erfunden werden und jedes Unternehmen ist von der Struktur her anders und braucht ganz etwas anderes.
Fazit: Total interessantes Thema. Ich weiß, wo ich gerade stehe mit der Option vielleicht doch noch einen Schritt weiter zu gehen.
Und noch ein dickes Dankeschön an unsere Seminargruppe.


Bildrechte: Dr. F. Mühleib