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Sonntag, 23. Juli 2023

gelesen: "77 Tipps für einen gesunden Darm"

Unser Superorgan stärken und schützen. Krankheiten wie Morbus crohn,Neurodermitis,Depressionen und Alzheimer vorbeugen und heilen.

 von Dr. med. Ulrich Strunz; erschienen im Heyne-Verlag; ISBN:978-3-453-60632-6; Preis: 13,00€

Der Darm, eines meiner Lieblingsorgane , weil ich in der Beratung zu diesem Thema gemeinsam mit meinen Patient*innen viel erreichen kann. Deshalb war ich neugierig auf diese 77 Tipps.

Ich habe versucht, die Laienbrille aufzusetzen und das Buch damit zu lesen, allerdings ist mir das nicht wirklich gelungen.

Fangen wir einfach mal an und zwar mit Erbsenzählerei. Was ist ein Tipp? Laut Duden "nützlicher Hinweis, guter Rat, der jemandem bei etwas hilft; Fingerzeig, Wink"

Ich finde viele Erklärungen, z.B. welche Konsistenz der stuhl haben sollte. Das würde ich nicht unter "Tipp" verorten. 
Natürlich schaue ich mit besonderem Interesse auf die Ernährungstipps. Warum No-Carb, Low Carb oder Paleo-Diät? Mir erschließt sich das nicht als Allgemeinempfehlung.

Hinweise auf Vitamine und Mineralstoffe. Gut, die brauchen wir in gewisser Menge. Wenn jemand mit einem Darmproblem diese Empfehlungen liest, dann wird er den Hinweis ausblenden, die Spiegel im Blut bestimmen zu lassen und sich direkt auf den Weg in den Drogeriemarkt, bstenfalss in die Apotheke machen.
Tipp 40 steht unter dem Motto: "Colitis ulcerosa heilen"
Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Chronisch heißt dauerhaft. Da von Heilung zu sprechen finde ich sportlich. Ich würde mich das nicht trauen.
Was ich an diesem Buch als positiv empfinde ist, dass dem Leser/der Leserin aufgezeigt wird, was wird da für ein tolles Organ in unserem Körper haben, das gepflegt werden möchte und muss.
Bei einigen "Tipps" habe ich dann eher Sorge, dass ohne fachliche Begleitung etwas umgesetzt wird, was in diesem individuellen Fall nicht förderlich ist. 

Ich stelle den Link für eine Leseprobe ein. Wie immer: Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung hat.




 

Mittwoch, 17. August 2022

gelesen: Mikrobiomanalyse


Verstehen und richtig interpretieren von
Prof. Dr. Michaela Axt- Gadermann, erschienen im Südwest- Verlag; ISBN: 978-3-517-10137-8; Preis: 14,00 €

Wer hat in meinem Beruf nicht schon ganz viele Seiten einer sog. Mikrobiomanalyse oder eines Darmflorastatus vorgelegt bekommen und oft sitzen unsere Patient*innen vor uns und können mit den ganzen Begrifflichkeiten absolut nichts anfangen. Meist haben sie aufgrund dieser Analyse Geld für sog. Probiotika ausgegeben und das geht ans Geld, denn sowohl die Analyse als auch die empfohlenen Präparate werden von den Krankenkassen nicht bezuschusst.
Die Autorin weist direkt zu Beginn darauf hin, dass die Darmfloraanalyse mittlerweile als veraltet gilt und als nicht aussagekräftig gilt.  Moderne Stuhldiagnostik soll heute über die sog. 16S- Sequenzierung durchgeführt werden.
Dieses Buch wird als Nachschlagewerk vorgestellt. Es werden alle Begrifflichkeiten, die in solch einer Stuhlanalyse vorkommen können, beschrieben. Dazu 50 unterschiedliche Bakterien, wobei mich das beim Lesen schon angestrengt hat. Ich habe alle Beschreibungen gelesen. Dazu gehört, was diese Bakterien uns Gutes tun und was zu tun ist, wenn sie in einem niedrigen Bereich liegen.
Vielleicht hätte ich es wirklich als Nachschlage-Funktion nutzen sollen, mich also auf ein bis fünf Bakterien konzentrieren sollen.
Nur mal kurz etwas zur resistenten Stärke, die immer mal wieder Thema ist: Ich hatte vor einiger Zeit einen Austausch mit Kolleg*innen darüber. 

Der Effekt auf unsere Darmbakterien ist relativ gering und es werden 4-5 g präbiotische Substanzen pro Tag empfohlen. Dazu gehören z.B. die Beta-Glukane aus den Haferflocken und auch Inulin, resistente Stärke und auch Pektine. Es geht um die Mischung, wieviel kann ich auch über Lebensmittel abdecken, also welche Menge ist überhaupt machbar im Essen. Wir waren uns einig, dass es bestimmt nicht die Kartoffelstärke aus der Packung ist.
Hier mal ein paar Zahlen und Mengen, die ich aus einer Präsentation der Kollegin Birgit Blumenschein habe:
Präbiotische Wirkung ab ca. 4-5 g

  • ca. 50 g Artischocke  2 Artischockenherzen
  • ca. 80 g Roggen, ganz = 4-5 Esslöffel
  • ca. 200 g Schwarzwurzeln = 1 Portion
  • ca. 700 g Banane = 5 Stück
  • ca. 1,2 kg  Chicoree = 11 Kolben.

Zurück zum Buch. Ich schweife ab.
Es werden Erkrankungen beschrieben, die durch eine gesundes Mikrobiom beeinflusst werden könne. Dazu gehören z.B. Hypertonie, ein erhöhter Cholesterinspiegel, die Nicht- alkoholische Fettleber und noch einige mehr.
Mittlerweile sollte durchgedrungen sein, dass viele Erkrankungen durch ein gestörtes Mikrobiom hervorgerufen werden können.
Es geht, wenn ich mir die Beispiele anschaue in die Richtung pflanzenbetonte Kost. Bunt sollte es dann auch noch sein.
Ich werde das Buch wirklich als Nachschlagewerk nutzen, besonders wenn mir Bakterien unterkommen, die ich nicht kenne.
Ansonsten werde ich meine Patient*innen weiter in Richtung pflanzenbetonte Kost beraten.
Wie immer stelle ich Euch den Link für den Blick ins Buch ein.
Außerdem der Hinweis: Mir wurde das Buch kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine subjektive Meinung hat. 



Die Bildrechte liegen beim Verlag

Mittwoch, 13. Januar 2021

gelesen: "Gesund mit Darm"


Fitter, gelassener und jünger mit dem richtigen Mikrobiom
Von Prof. Dr. Michaela Axt- Gadermann; erschienen im Südwest- Verlag: ISBN: 978-3-517-09932-3; Preis: 18,00 €

Dieses Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung hat.


Darmgesundheit- ein Thema was mich sehr interessiert und bei dem bei mir offene Türen eingerannt werden. Beim Thema „Mikrobiom“ gibt es ständig neue Erkenntnisse und die Autorin Frau Axt- Gadermann hat schon diverse Bücher zum Thema veröffentlicht. Das Buch ist leicht zu lesen und sollte doch Lust auf eine darmgesunde Ernährung machen.
Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass unser Mikrobiom durch unsere Ernährung, unseren Lebensstil, Medikamente sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden kann.
Frau Axt-Gadermann beschreibt z.B., dass die Wirkung eines Schilddrüsenmedikamentes bei Gabe eines Antibiotikums herabgesetzt wird.
Ein gesundes Mikrobiom soll angeblich auch anti-aging-mäßig funktionieren.
Diese Erkrankungen werden im Buch beschrieben, die dann durch ein nicht optimales Mikrobiom beeinflusst werden:

  • Das metabolische Syndrom
  • Ein erhöhter Cholesterinspiegel
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Arteriosklerose
  • Parkinson
  • Alzheimer
  • Multiple Sklerose

Vieles wird in Studien mit Mäusen beschrieben.
Frau Axt- Gadermann beschreibt viele Zusammenhänge, die mir durch meinen Beruf bereits bekannt sind.
Aber ich lerne ja nie aus und bin neugierig. Und es wird in Zukunft noch weitaus mehr Erkenntnisse über unseren Darm und das Mikrobiom
Ich habe einen Tipp ausprobiert, nämlich Mandelmus statt einem süßen Brotaufstrich zu nehmen. Das funktioniert bei mir geschmacklich und vom Mundgefühl her nicht. Deshalb kommt das Mandelmus weiterhin in mein Müsli.

Was ich recht interessant finde ist, dass Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe das Mikrobiom so verändern können. Es soll sogar zu Depressionen führen können.
Da frage ich mich gerade wie das mit der ganzen Low Carb- Ernährung zusammen geht?
Womit ich aber weiterhin nicht zurechtkomme ist die Empfehlung Kartoffel- oder Maisstärke in Wasser einzurühren und zu trinken um die sog. „resistente Stärke“ aufzunehmen. Im Vorfeld dieses Beitrages habe ich darüber mit Kolleginnen diskutiert und natürlich auch recherchiert. Ich finde da wirklich keine Quelle, die ich für so seriös halte, dass ich diesen Tipp meinen Patienten weitergeben würde. Ich habe eine Liste gefunden, aber da passt für mich die Quelle nicht wirklich. Im Austausch haben wir uns auch gefragt warum Frau Axt-Gadermann die Einzige auf ihrem Gebiet ist, die Kartoffelstärke als Quelle für resistente Stärke empfiehlt. Ich bleibe da weiterhin bei meinen abgekühlten Kartoffen, Nudeln oder Reis und mache mir da ein leckeres Gericht.
Ich freue mich darauf, dass ich meine Kurskonzepte zum Thema „Darmgesundheit“ hoffentlich bald anbieten kann.
Es bleibt unbestritten: „Die Gesundheit steckt im Darm!“

Was jede/r von Euch tun kann ist "vielfältig" essen, denn damit füttert Ihr die unterschiedlichsten Darmbakterien, die in unserem Darm arbeiten.   Damit meine ich: ausreichend Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, verzichtet auf Fertigprodukte, schaut aud den Zuckerverbrauch...eigentlich all die Dinge die jede/r kennt.
Ich stelle Euch den Link für den Blick ins Buch ein, aber bitte stärkt den heimischen Buchhandel falls Ihr Euch für dieses Buch interessiert. (an diesem Link verdiene ich nichts! 😉)


 Die Bildrechte liegen beim Verlag.




Samstag, 28. März 2020

gelesen: Geschmacksrevolution Fermentieren

Gemüse und Obst easy und abwechslungsreich
Von Ingrid Palmetshofer, erschienen im Kneipp-Verlag; ISBN: 978-3-7088-0780-5; Preis: 25€


Woran denkt Ihr, wenn Ihr das Wort „Fermentieren“ hört? An Sauerkraut oder an Omas sauer eingelegt Gurken?
Das gehört auch dazu, aber nachdem ich das Buch gelesen habe war mein erster Gedanke:
„Fermentieren ist eine Kunst und das muss man beherrschen.“
Die Autorin nennt sich selbst „Fermentista“. Vielleicht in Anlehnung an das Wort „Barista“ für die Kaffeekünstler?
Letztendlich egal.
Was für mich wichtig ist: Fermententierte Lebensmittel bieten unseren Darmbakterien ein sehr gutes Futter, allerdings weist die Autorin darauf hin, dass man sich langsam an diese Lebensmittel ran tasten soll, damit sich der Darm daran gewöhnt.
Auch hinstaminintolerante Menschen sollen dies tun.
Es ist beim Lesen zu merken, dass Frau Palmetshofer für das Fermentieren brennt, aber das Buch ist sachlich geschrieben, nichts von Super- Food zu finden, keine Heilsversprechen. Sehr angenehm.
Ich mag die bebilderten Anweisungen und zwar alle Schritt für Schritt, gut nachzuvollziehen.

Und dann der Rezeptteil, angelegt nach den Jahreszeiten. Obst und Gemüse angefangen beim Frühling bis in den Winter. Wusstet Ihr, dass man die sog. „Fichtenwipfel“ (Fichtenknospen) fermentieren kann?
Dieses Buch macht wirklich Lust darauf mit dem Fermentieren zu beginnen, allein mir fehlt es noch an der richtigen Ausstattung. Warum welche Behältnisse und Arbeitsmaterialien wichtig sind, alles gut beschrieben. Gutes Arbeitsmaterial garantiert einen Erfolg.

Weitere Infos könnt Ihr Euch noch im sog. Blubbergarten  suchen.
All diejenigen, die sich für das Fermentieren interessieren, sollten sich  den Kauf dieses Buches durch den Kopf gehen lassen.
Ich stelle Euch den Link  Blick ins Buch hier ein aber mit der Bitte den örtlichen Buchhandel zu stärken, gerade in diesen Zeiten.
Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, das hatte aber keinen Einfluss auf meine Meinung
Bleibt gesund!
Die Bildrechte liegen beim Verlag.

*Geschmacksrevolution Fermentieren: Obst und Gemüse easy und abwechslungsreich

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Sonntag, 23. Februar 2020

fortgebildet: "Darmgesundheit"

Wer mir auf Instagram folgt und auch bei Facebook mitliest, der hat wohl mitgenommen, dass ich am Dienstag und Mittwoch in Münster zu Kursleiterschulungen unterwegs war.
Überthema: Darmgesundheit.

Beim ersten Präventionsprinzip (wer sich mit dem Leitfaden Prävention der GKV auskennt) „Vermeidung von Fehl- und Mangelernährung“ lautet der Titel des Kurses
„Alles beginnt im Darm- gesunde Ernährung ist der Schlüssel“ und beim
zweiten Präventionsprinzip „Vermeidung und Reduktion von Übergewicht“ lautet der Titel „Optimales Gewichtsmanagement beginnt im Darm- gezielte Ernährung ist der Schlüssel."

Beide Kurskonzepte sind bei der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert und werden von den Krankenkassen bezuschusst.
Es handelt sich um Kompaktkurse, sie können also in 2x3 Stunden durchgeführt werden, was für Firmen interessant sein kann.
Für den Gewichtskurs ist  obengenannte Dauer ebenfalls möglich, er kann aber auch über 4 Wochen an 4 Tagen zu 2x45 Minuten durchgeführt werden.
Das sind jetzt mal die Fakten.
Die Konzepte wurden von Birgit Blumenschein geschrieben und sie hat uns auch geschult bzw. in die Konzepte eingewiesen, wie es offiziell heißt.
Wir haben so viel Spaß gehabt, soviel gelacht, wobei es manchmal auch etwas schwierig war die Diätassistentin in den Hintergrund zu rücken um Aufgaben mit dem Blick des Teilnehmers zu erfüllen.
Ich hoffe, dass meine Teilnehmer demnächst genauso viel Spaß an diesen Kursen habe wie ich.
Diese Kurse werden über Prädag angeboten. Das ist ein ganz neues Institut für Darmgesundheit und  das Konzept dahinter hörte sich zu Beginn zu schön an umwahr zu sein.
Aber meine Skepsis wurde beseitigt.
 Ich habe den Vertrag als Konzeptpartner unterschrieben.
Ich freue mich schon riesig auf die Durchführung, weil der Darm halt ein Herzensthema für mich ist. Wer hier regelmäßig liest, der weiß das. Also auf zu neuen Dingen.



  

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay

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Sonntag, 12. Januar 2020

gelesen: „Essen ändert alles“


Das Rezept für ein gesundes, nachhaltiges Leben von Holger Stromberg; erschienen bei Südwest; ISBN: 978-3-517-09903-3; Preis: 20€

# Das Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das hat keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung.

Nachhaltigkeit, ein Thema, das im vergangenen Jahr doch sehr in den Vordergrund gekommen ist und was für mich auch zu meiner Arbeit als Diätassistentin gehört. Ich sehe mich auch unserer Umfeld verpflichtet.
Holger Stromberg, der Autor dieses Buches, war mir bisher als Sternekoch und als Koch der Deutschen Fußball- Nationalmannschaft bekannt.  Dann habe ich ihn irgendwie aus den Augen verloren, er war nicht mehr so präsent in den Medien.
Im Vorwort erklärt er, was in seinem Leben passiert ist, Erfahrungen, die zum Umdenken geführt haben.
Der Satz „Essen ist gelebte Selbstverantwortung“  hat meine volle Zustimmung .
 Ich formuliere das etwas anders: „ Essen ist eine kleine Möglichkeit sich selbst und dem Körper etwas Gutes zu tun.“
Deshalb gehe ich mit, wenn Holger Stromberg dazu aufruft: „Lernt kochen.“ Ich habe es noch in der Schule gelernt und praktiziere es täglich.
Herr Stromberg bezieht sich in diesem Buch auf die EAT-Lancet- Studie.
Wenn ich mir die entsprechende Grafik im Buch anschaue, dann sind es doch schon etwas gewöhnungsbedürftige Mengen, mit denen wir arbeiten müssen. Über die Praktikabilität lässt sich auch streiten.
Ich fühle in diesem Buch aber nirgendwo den erhobenen Zeigefinger. Es sind die Schritte, die jeder für sich umsetzt, die dann zum Erfolg führen können.   
Weniger Fleisch, dafür eine pflanzenbasierte mediterrane Kost. Im Grunde genommen nichts Neues.
Wer sich noch nicht so richtig mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt hat, der findet eine kleine Ernährungslehre zu den drei Hauptnährstoffen, zu Vitaminen. Bei den Saaten finde ich keine Chiasamen- endlich mal nicht. Leinsamen werden empfohlen.
Das Thema Nahrungsergänzungsmittel wird in einem von fünf  Interviews angestoßen, aber von Selbstmedikation wird abgeraten. Mein Credo.
Ein sehr schönes Kapitel zum Thema Darm/ Darmgesundheit mit einer tollen Grafik, wo welche Bakterien wozu wirken.
Holger Stromberg schreibt aber nicht nur übers Essen.  Es geht in seinem Buch auch um das Ent-Stressen ( durch Atemübungen) oder um einen gesunden Schlaf.
Am Ende des Buches dann wieder das Thema Essen und Trinken mit Speiseplan und Tipps zur Vorratshaltung, auch durch Meal- Prep, was nichts anderes bedeutet als Mahlzeiten vorzubereiten oder vorzukochen.
Ich habe beim Lesen viele gute Anregungen bekommen, wie ich noch nachhaltiger kochen und essen kann.  Mir ist aber auch bewusst geworden, dass ich das alles nicht von jetzt auf gleich umsetzen kann. 
Essen hat viel mit Gewohnheit zu tun und Gewohnheiten zu durchbrechen, das benötigt Zeit.
Ich habe jetzt aber einen Ratgeber, in dem ich immer wieder blättern kann um mir Tipps zu holen, die ich dann umsetzen kann.
Den Link für den Blick ins Buch stelle ich Euch wie gewohnt, ein. Stärkt den lokalen Buchhandel. Das hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun.



* Essen ändert alles: Das Rezept für ein gesundes, nachhaltiges Leben (* (*Affiliate-Link)

Sonntag, 16. Juni 2019

gelesen: "Das hilft bei Leaky Gut"


Erschienen bei südwest; ISBN:978-3-517-09737-4, Preis: 20,00€  (Die Profile der Autoren fand ich interessant)

Dieses Buch wurde mir kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt. Das hatte keinerlei Einfluss auf meine Meinung.

Wer hier regelmäßig liest, der weiß, dass ich den Darm total spannend finde und dass ich gerne Menschen berate, die Probleme mit diesem tollen Organ haben.


Leaky Gut, auf deutsch  „löchriger Darm“, diese Diagnose wird mittlerweile in vielen Fortbildungen zum Thema „Darmgesundheit“ genannt. Aber es liegt noch Einiges im Dunklen, da gerade viel geforscht wird.
Zu Beginn habe ich das Buch verschlungen. Unser Verdauungssystem, das Mikrobiom, Darm-Hirn-Achse, Einfluss von Stress, unsere „Mitbewohner“ (Bakterien im Darm)- alles wird leicht und bildhaft erklärt. 
Dieses Bildhafte mag ich sehr, weil ich selbst in meinen Beratungen versuche, Bilder für die Klienten zu kreieren um medizinisches Wissen einfacher zu vermitteln.
Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen.
Dann hat es an einigen Stellen wirklich gehakt. Es werden Studien zitiert, dazu hätte ich mir am Ende des Buches einen Literaturhinweis gewünscht.
Wenn ich dann lese, dass die Quellen sich auf die Seite „Zentrum der Gesundheit“ beziehen, dann frage ich mich, ob sich die Autoren nicht etwas zu wenig Recherchearbeit gemacht haben.
Hier verlinke ich Euch ein Video(Stand 2017), das sich kritisch mit obengenannter Seite beschäftigt.
Ich möchte hier jetzt nicht weiter auf diese Seite eingehen.
Autoren, die oben beschrieben sind, sollten Studien direkt nennen können und nicht von einer Seite zitieren, die als nicht gerade seriös eingestuft wird.
Therapieempfehlungen-  denen stehe ich gerade etwas kritisch gegenüber. Dazu möchte ich einfach noch mehr Hintergründe kennen.
Menschen, die solch eine Diagnose gestellt bekommen, die haben meist einen langen Leidensweg hinter sich, die greifen nach jedem Strohhalm und ob da die beschriebenen Akazienfasern , Zink, Lezithin… wirklich hilfreich sind?

Zitat aus dem „Wort zum Schluss“
„Das Leaky- Gut- Syndrom kann ein oder sogar der Schlüssel zum Verständnis von Gesundheitsstörungen sein. Dieses Buch versteht sich als Beitrag zur Aufklärung in ein zugegeben schwieriges und auch noch zum Teil unerforschtes, aber spannendes Thema, Wir freuen uns, wenn dieses Werk mit einigen Ausblicken in die komplizierte Fachwelt der Darm- Immunologie dazu einen Beitrag leisten kann.“ (Ungekürzt, damit ich nichts aus dem Zusammenhang reißen kann)
Mein Eindruck: Der erste Teil des Buch ist für mich top, weil wirklich alles toll und leicht verständlich erklärt wird, aber dann wird es für mich schwammig.
Wenn es irgendwann eine Neuauflage geben sollte (das Buch ist gerade frisch erschienen), dann wünsche ich mir gute Quellenangaben, damit ich auch selbst noch recherchieren und mir eine Meinung bilden kann.

*Das hilft bei Leaky Gut - Wie ein durchlässiger Darm uns krank macht und was wir dagegen tun können. Alles über Reizdarm & Co.    (*Affiliate-Link)

Freitag, 16. November 2018

gelesen: "Power für die Schilddrüse"


Alles für einen gesunden Hormonhaushalt von Prof. Dr.Michaela Axt -Gadermann,  erschienen im Südwest- Verlag; ISBN: 978-3-517-09724-4; Preis: 17,00€

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In den letzen Wochen hatte ich in diversen Beratungen immer wieder mit Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto- Thyreoditis .
Meist war es eine Nebendiagnose, die beim Abfragen von Krankheiten in der Anamnese zur Sprache kommen.
Dieses schmetterlingsförmige Organ hat richtig viel Macht im Körper. Natürlich dann auch im Zusammenspiel mit den anderen hormonbildenden Organen.
Wie das Ganze funktioniert wird in einer bildhaften Sprache leicht verständlich erklärt.
Es ist wohl nicht als Fachbuch gedacht, soll Betroffenen Unterstützung geben um das Krankheitsbild zu verstehen.
Ganz zu Beginn gibt es ein Glossar in dem alle wichtigen Begriffe erklärt werden, so dass auch ein Laie in der Lage ist z.B. seine Laborwerte einigermaßen zu verstehen und nachvollziehen zu können, was welcher Wert aussagt bzw. was dieser Wert bedeutet.
Für mich immer interessant, wenn es um das Thema „Darmgesundheit“ geht. Bauchbeschwerden können auch von einer Fehlsteuerung der Schilddrüse ausgelöst werden. Ich habe da gerade einen Klienten im Kopf mit Hashimoto und diversen Bauchproblemen.
Alle wichtigen Mineralstoffe  und Vitamine(Jod, Selen aber auch Vitamin D), die für die Schilddrüse wichtig sind, werden gut erklärt.
Wenn es um das Thema „Jod“ geht, da habe ich noch eine andere Literaturquelle, die etwas anderes empfiehlt als es in diesem Buch passiert. Aber dies sind Dinge, da muss ein Arzt ran. Das fällt nicht in meinen Kompetenzbereich. Ich kann nur Empfehlungen geben.
Einen kleinen Rezeptteil  gibt es am Ende  auch.
Dieses Buch hat wieder den Wunsch von mir hochgeholt eine Fortbildung mitzumachen, die sich um das Thema „Schilddrüse“ oder noch besser die Endokrinologie kümmert natürlich im Kontext mit der Ernährung. Ich weiß aber auch, dass diese Thematik sehr komplex ist.

Dieses Buch wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das hatte keinerlei Einfluss auf meine Meinungsbildung.


Die Bildrechte liegen beim Verlag!

*Power für die Schilddrüse: Alles für einen gesunden Hormonhaushalt - Mit Praxistipps bei Über-, Unterfunktion und Hashimoto  (*Affiliate-Link)