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Sonntag, 23. Januar 2022

Wenn der Arzt etwas anderes möchte als der Patient…

 …dann kann es schwierig werden. Ich gebe Euch ein kurzes Update zu meiner Patientin von der ich hier schon einmal berichtet habe.
Sie ist bei einem Arzt in Behandlung, der sehr gerne die bariatrischen Operationen empfiehlt.
Gut, dieser Arzt kann sehr gute Erfahrungen mit diesen Op´s bei den Patient*innen gemacht haben, aber wenn jemand, so wie meine Patientin in dieser Operation so absolut keinen Benefit sieht, dann sollte das respektiert werden.
Diese Frau hat mir eine Sprachnachricht geschickt. Was ihr da innerhalb von 5-10 Minuten (so lange oder so kurz war der Termin beim Arzt) das war schon krass.
Sie würde die Gewichtsabnahme ohne Operation sowieso nicht schaffen. Woher weiß dieser Arzt das?

 
Ihr Ernährungstagebuch würde Lücken aufweisen. Die Süßigkeiten fehlen. Das ist für mich erst einmal eine Unterstellung.


Wenn Ihr den vorherigen Post noch einmal lest, dann werdet Ihr feststellen, dass sich diese Frau immer noch in der Schublade befindet, aus der sie eigentlich raus möchte. Es sind immer noch die gleichen Vorurteile übergewichtigen /adipösen Menschen gegenüber.


Meine Patientin kann ihre Gewohnheiten nur langsam umstellen.
Daran arbeiten wir gerade. Außerdem steht noch die Diagnostik vom Phlebologen aus, ob sie eventuell ein Lip- und/oder Lymphödem hat. Dieses krankhafte Fett wird durch die Operation wahrscheinlich sowieso nicht verschwinden.
Noch einmal mein Appell: Schaut und hört bitte genau hin!




Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Samstag, 18. November 2017

Vortrag: "Schwere und geschwollene Beine? Ödemtherapie aktuell"

Bis gestern abend war für mich nicht klar ob ich zu diesem Vortrag fahre oder nicht. Heute morgen habe ich mich dann entschlossen: Los geht´s!
Vor einigen Wochen habe ich über Facebook von dieser Vortragreihe erfahren und auch gesehen, dassdie  Kollegin Yvonne Matthei, bei der ich bereits die Schulung für JobFood gemacht habe, einen Vortrag zum Thema hält. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:Ernährungswissen aufgefrischt und aufgepeppt und eine liebe Kollegin getroffen.
Veranstaltungsort war das Gesundheitszentrum in Gemen mit Heiden & Dömer
Lip- und Lymphödem, dass ist eine Diagnose, die viele Frauen betrifft , aber bis es zur Diagnose kommt vergeht oft eine lange Zeit. Meist wird gesagt: Sie müssen abnehmen!
Aber beides hat nicht viel mit Übergewicht zu tun. Kalorien zu reduzieren hilft meist nicht.
Aber diese Patienten mit ihrer Diagnose alleine zu lassen ist auch nicht schön.
Ein bisschen kann im Ernährungsbereich unterstützend  getan werden. Und diese kleinen Bausteine sollte man individuell nutzen.
Ernährungstherapie über eine Notwendigkeitsbescheinigung beim Lip- oder Lymphödem gibt es nicht.
Entzündliche Prozesse führen zu Wassereinlagerungen. Das muss bei dieser Diagnostik  nicht noch gefördert werden. Antientzündliche Kost ist da ein Thema, mit dem ich als Diätassistentin unterstützen kann. Kochsalz, ein Stoffe, der Wasser bindet. Auch diesen Aspekt im Auge behalten. Ausreichend trinken, auf die Darmgesundheit achten.
Und achtsam mit sich umgehen!
Es gibt also doch etwas, was getan werden kann.
Und ein Kompliment muss ich der Kollegin aussprechen. Die Technik hat zum größten Teil versagt.
Für einen Referenten gibt es nicht Schlimmeres, als wenn die erarbeiteten Folien nicht richtig angezeigt werden. Das hatte Yvonne sehr gut im Griff.
Und die Praxis kam auch nicht zu kurz. Schnell hatte sie einen grünen Smoothie gezaubert und es gab selbstgemachtes Knäckebrot (sehr ballaststoffreich) mit einem Quark mit Kurkuma.
Rezepte habe ich, werde ich testen.
Es hat sich dann doch gelohnt, dass ich heute morgen losgefahren bin. :-)
Ich bitte die Fotoqualität zu entschuldigen. Ich bin keine begnadete Handyfotografin. ;-)

Update vom19.11.2017
Wer sich für die Leitlinie bei Lipödem interessiert und die Therapiemöglichkeiten, der klicke bitte hier. (ab S. 10) Ernährungstherapie ist dann ein  Thema wenn zusätzlich  Übergewicht besteht