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Donnerstag, 26. Mai 2016

Vortrag: Histaminintoleranz- das Chamäleon unter den Nahrungsmittelunverträglichkeiten(?)

Gestern habe ich für den VFED im Rahmen des Diätetik Dialog Raum Münsterland/nördliches Ruhrgebiet einen Vortrag für Kolleginnen und Kollegen gehalten indem es um die sog. Histaminintoleranz ging. 
Es ist eine Thematik, die in der Ernährungsberatung immer wieder auftaucht, oft als reine Nahrungsmittelunverträglichkeit gesehen wird, was es aber nicht ist.
Es steckt so viel mehr dahinter und mir war es ein Anliegen, die anwesenden Kolleginnen und Kollegen dafür zu interessieren.
Es hatten sich neun Interessierte angemeldet, also war auch ein Austausch im kleinen Kreis nachher möglich.
Und das hat mir bei diesen Treffen bisher immer gefehlt. Der Austausch zu bestimmten Themen, wobei dies dann durchaus auch mal vom eigentlichen Thema weg gehen kann.Natürlich sind wir in diesem Bereich, dem der Nahrungsmittelunverträglichkeiten geblieben, aber zu z.B. einer Fruktosemalabsorption gesellt sich oft auch eine Histaminintoleranz. 
Mir ist es so wichtig, dass alle Türen geöffnet werden und dahinter geschaut wird. Wo liegt das Problem, aus dem das Histamin gerade mal überschießt oder warum ist das Enzym nicht in der Lage das vorhandene Histamin abzubauen? Es gibt so viele Fragen, die auch noch offen sind.  Ich werde weiter recherchieren und auch meinen Klienten weiter zuhören. Von denen lerne ich mehr als durch Fachartikel. 
Die Histamintoleranz wird im Kollegenkreis heiß diskutiert. Gibt es sie, alles nur Humbug?
Für mich ist Fakt, dass das Histamin Probleme machen kann, zum Teil sehr heftige, aber ich sehe es nicht als reine Nahrungsmittelunverträglichkeit und ich hoffe, ich konnte gestern etwas für sensibilisieren.

Montag, 19. Oktober 2015

Seminar:„Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Beratungspraxis"

Am vergangenen Wochenende hatte ich über den VFED das obengenannte Seminar gebucht.
Ich wollte ja etwas fitter im Bereich Allergien werden. Und der Austragungsort "Dorsten" war natürlich auch noch reizvoll, denn im eigenen Bett schlafen zu können, knapp 20 Minuten Anfahrt, das hat natürlich auch seinen Reiz.
In der Beschreibung zum Seminar steht:
"Das Seminar umfasst die Themen:
  • Abgrenzung Allergie und Unverträglichkeit,
  • Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien,
  • Therapie der häufigsten Allergien und Unverträglichkeiten, Kreuzallergien und Pseudoallergien"
 Als wir am Freitag das Handout bekamen, da habe ich nur "Nahrungsmittelunverträglichkeiten" gesehen und ein bisschen Pseudoallergien.
Fazit dieses Tages: Für mich nichts Neues. Ich bin, was dieses Thema angeht, gut aufgestellt.
Samstag waren dann endlich die Allergien an. Es ging los mit den diagnotischen Möglichkeiten. Alles gut.
Mir blieb einfach zu wenig Zeit um die wichtigsten Nahrungsmittelallergien in Ruhe durchzusprechen.
Etwas konnte ich mitnehmen, nette Kolleginnen habe ich auch getroffen und kennengelernt. Viel gelernt und erfahren habe ich speziell die Kolleginnen, die selbst Allergien hatten. Das war Praxis pur.
Ich glaube, ich habe für mich das falsche Seminar gewählt. Vielleicht auch leiten lassen durch den Ort oder war die Ausschreibung nicht genau genug oder ich habe sie falsch interpretiert?
Trotz alledem werden die Allergien nicht zu meinem Thema. Ich bleibe bevorzugt bei meinen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Diese Thematik, also alles was mit dem Darm zu tun hat, finde ich total spannend. Ich arbeite auch gerne mit den Menschen, die betroffen sind.
Also trotzdem eine Erkenntnis gewonnen und das ist auch ein Erfolg.
Bildquellenangabe: Tim Reckmann  / pixelio.de
 
 

Sonntag, 7. Dezember 2014

"Adipositas Management"

... Das multimodale Nachsorgeprogramm (MMN) erstellt vom VFED.
Ich bin immer auf der Suche nach Materialien für die beratung adipöser Menschen, ganz egal ob es sich um Menschen handelt, die eine bariatrische OP anstreben oder auf konventionellem Weg abnehmen möchten.
Ich war neugierig, was mich in diesem Ordner erwartet.
Das Nachsorgeprogramm (nach bariatrischer OP) ist ausgerichtet auf 52 Wochen mit 26 Terminen.
Inhalte sind sowohl psychologische Aspekte wie Körperwahrnehmung, Stressoren, Konfliktmangement.... und auch der Bereich der Ernährung.
Im Ordner befindet eich ein Therapeutenmanual und ein Patientenmanual.
Einmal quer gelesen konnte ich feststellen, dass es einige Dinge gibt, die ich bereits in der Beratung einsetze. Es sind aber auch viele Arbeitsblätter dabei, die ich in meine individuelle Arbeit einbinden kann.
Ob ich jemals einen solchen Kurs über ein Jahr anbieten kann ist fraglich. Es wird an den Kosten scheitern.
Aber trotzdem sind mir Anregungen wichtig. Denn ich suche aus allen Materialien, die mir zur Verfügung stehen (selbst erstellt oder eben gekauft) die "Filetstückchen" heraus, die wichtig für meine Klienten sind, die mein Klient braucht.
Diese Materialien stelle ich immer individuell zusammen, denn jeder Klient  braucht etwas anderes.
Wenn ich dann aus einem guten Fundus schöpfen kann und natürlich auch aus einem Erfahrungsschatz, der sich nach 35 Jahren aufgebaut hat, umso besser.


Sonntag, 1. Dezember 2013

VFED: Aktuelles Verbandsheft

Über Facebook bin ich auf die neueste Mitgliederzeitschrift des VFED aufmerksam geworden.
Noch bin ich kein Mitglied, aber das ändert sich im kommenden Jahr. Deshalb habe ich mich gefreut, dass mir ein kostenloses Belegexemplar zugeschickt wurde.
Titelthema des Heftes: Langzeitbetreuung in der bariatrischen Chirurgie heute
Wenn ich ehrlich bin: Durch diese Headline habe ich mir ein Konzept erwartet, wie ich Menschen, die sich für solch eine OP entscheiden, noch besser betreuen kann.
Was letztendlich im Beitrag steht: Es gibt im Grunde genommen noch zu wenig Wissen, zu wenig Langzeiterfahrung, zu wenig Nachbetreuung und zwar auf allen Seiten.
Patienten werden operiert, weil Krankenhäuser auf den ..."Zug aufspringen" und einfach mit diesen operationen Geld verdienen wollen.Da wird auf keine Nachsorge hingewiesen, da wird nur operiert. Danach steht der Patient alleine da."....
Die Krankenkassen sind zu wenig informiert.
Beim Wissen über die Supplementierung hapert es
Ärzte weigern sich Patienten auf ihrem Weg zu begleiten.
Auch gibt es noch zu wenige Ernährungsfachkräfte, die in der Thematik eingearbeitet sind.

Das alles sind Auszüge aus diesem Beitrag.
Im Fazit heißt es:
"Die Nachbetreuung bariatrischer Patienten in Deutschland ist noch weit von dem gewünschten Standard entfernt."
Danach folgt dann aber doch eine praxistaugliche Zusammenstellung, auf was ernährungstechnisch alles geachtet werden muss.
Für mich eine kleine Wiederauffrischung.
Was ich in meiner Praxis festgestellt habe: Nach OP ist oft vor OP. Jeder Klient geht mit seinem Leben, seinen Vorsätzen anders um.
Ich sehe es als meine Aufgabe, den Menschen, für die diese Art der Gewichtsabnahme wirklich die allerletzte Lösung ist, optimal zu  begleiten. Es ist ihre Entscheidung.
Aber es liegt noch vieles im Argen. Gerade auch, wenn es um die Prävention in Sachen Übergewicht geht.
Ein Praxisbeispiel: eine Klientin mit einem BMI von 28,5 wollte etwas für sich tun, wollte abnehmen. Da es sich nur um Übergewicht handelt, wurde keine Beratung bezuschusst. Letztendlich kam diese  Klientin als Selbstzahler zu mir.
Andererseits beklagen sich die Krankenkassen, dass die OP-Zahlen drastisch in die Höhe gegangen sind.
Liegt der Fehler da nicht schon viel weiter vorne?
Eine Frage, die wohl nicht so schnell beantwortet wird.

Zurück zum Heft: Ich bin angetan über die Inhalte und werde demnächst noch öfter berichten.
aus: VFED aktuell



Montag, 17. September 2012

Zu hoch-gejubelt!?

Am vergangenen Wochenende war ich zusammen mit meiner Kollegin Birgit Blumenschein in Aachen zur Jubiläumstagung des VFED. es war die 20. Vernastaltung dieser Art. Ich bin lange nicht mehr auf einer solch großen Tagung gewesen und war gespannt.
Die Location, das Aachener Klinikum, ist jetzt nicht so ein Ort, an dem ich mich unbedingt wohlfühle, auch Vorträge in Hörsälen mit wenig Beinfreiheit sind eigentlich nicht mehr so mein Ding, aber ich war ja dort um mich fortzubilden. Und ich kann gut verstehen, dass man sich solche Orte aussucht um die Kosten gering zu halten.
Durch eine anstrengende Parkplatzsuche kamen wir nicht ganz pünktlich an, aber ein Vortrag namens "Der Darm hat seinen eigenen Kopf" (gesponsert von einem NEM-Hersteller) und "Differentialdiagnose glutenassoziierter Erkrankungen" (Referent der Fa. Schär) waren schon mal ein guter Einstieg.
Prof. Peters und sein "Egoistisches Gehirn" waren leider nicht machbar, da überlaufen. Schade, aber nicht zu ändern.
Der Nachmittag war dann wieder gut für meine Tätigkeit: "Psychische Aspekte  der Adipositaschirurgie" und "Anorexiebehandlung"  durch Prof. Dr. med. Martina de Zwaan (Hannover): TOLL!
Highlight des 1.Tages: Ich habe endlich mal Herrn Dr. Mühleib kennenlernen dürfen. Bisher haben wir uns immer mal nur gesehen oder über Blogbeiträge oder Mails ausgetauscht. Live, dass ist dann doch mal wieder etwas anderes.;-)
Am Samstag habe ich mich sehr über ein Seminar namens "Bedeutung und Interpretation von Laborwerten in der Ernährungsberatung" gefreut. Der Hörsaal war rappelvoll und... ich war bitter enttäuscht.
Ich habe Praxis erwartet und nicht etwas, was ich in jedem Handbuch nachlesen kann. Das wurde am Ende kurz angerissen, weil die entsprechenden Fragen dazu kamen.
Um nicht hier einen Roman zu verfassen noch einen anderen Eindruck: Das Referat meiner lieben Kollegin Brigitte Waterkotte , die über ihre Arbeit mit Menschen mit Down-Syndrom berichtet hat.
Da kam viel Begeisterung, viel Herzblut und ganz viel Engagement rüber.
Fazit: VFED -Tagung ist nicht meins, im nächsten Jahr nicht wieder.Auch in Sachen Organisation muss da wohl noch einiges optimiert werden, aber  da will ich nicht ins Detail gehen.
Das was bei solchen Tagungen immer schön ist, ist der Austausch mit Kolleginnen, die ich sonst nicht so oft sehe.

Bildquellenangabe: M. Ahrendts  / pixelio.de

Dienstag, 11. September 2012

Immer weiter fort-bilden

In dieser Woche ist mal wieder Fortbildung angesagt.
Morgen steht eine Fortbildung für die 2. Jahrgangsstufen von Klasse 2000 an. Das bringt mir immer sehr viel, weil ich die Inhalte auch für meine Beratung nutzen kann. Im 2. Schuljahr geht es ganz viel um Entspannung. Viele Kinder können das nicht mehr und vielleicht hilft unsere Arbeit als Gesundheitsförderer, dass die Kinder Techniken an die Hand bekommen, die ihnen helfen, wieder "runter" zu kommen.
Am Freitag dann geht es mit Birgit Blumenschein in Richtung Aachen zur Tagung des VFED.
Hauptgrund sind natürlich diverse Vorträge, die ich mir im Programmheft bereits markiert habe.
Solche Fortbildungen bringen mir dann auch wieder Punkte, damit ich auch weiterhin bei den Krankenkassen anerkannt werde. Ein Vorteil für meine Klienten.
Solche Tagungen sind aber auch eine willkommene Gelegenheit sich mit Kollegen und Kolleginnen zu treffen, auszutauschen und zu netzwerken.
Und das Internet bleibt in der Zeit auch außen vor. ;-)
 Bildquellenangabe: Gerd Altmann  / pixelio.de