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Samstag, 14. Dezember 2013

"Tod durch die Ernährungspyramide"

Uih, uih, uih,  als ich das gestern in einem Beitrag bei Facebook gelesen habe, da hat es mich doch etwas geschüttelt.
Im Blog von Dr. Till Sukopp wird das englischsprachige Buch komplett verrissen.
Zitat:
"...Da muss sich unsere Deutsche Gesellschaft für Ernährung aber warm anziehen. So hat sie doch dieses Jahr ihre 10 Regeln für eine gesunde Ernährung aktualisiert, aber wesentlich geändert hat sich an den Empfehlungen nichts."
Richtig, die DGE hat ein klitzekleines bisschen geändert, viel ist das nicht. Aber es tut sich etwas. Das ist ja schon mal gut.
Aber zurück zur Ernährungspyramide. Ich habe Herrn Sukopp eine Mail geschickt , weil es mir wichtig ist, dass es Ernährungsfachkräfte gibt, die über den Tellerrand hinaus schauen und auch die LOGI-Pyramide für die Beratung einsetzen, dies aber anhand einer intensiven Anamnese und anhand der Laborwerte tun.
Zurück kam leider nicht viel aussagekräftiges.
Was mich im Blogbeitrag auch noch etwas stutzig gemacht hat ist folgender Satz:
"..Ich habe das Buch noch nicht gelesen, freue mich aber, dass die Menschheit rund um den Erdball immer mehr aufwacht und sich immer weniger in sämtlichen Bereichen des Lebens veräppeln lässt, wo uns die unglaublichsten Sachen vorgegaukelt werden..."
Wenn ich ein Buch hier vorstelle, dann habe ich es gelesen, deshalb müssen die Verlage auch Geduld haben.
Ich weiß, dass es in der Sporternährung Richtung "Fett-Eiweiß" geht, Sportmediziner (zu denen gehört Herr Sukopp)und viele Fitness-Coaches und Personaltrainer gehen auch immer mehr in die Richtung "Low Carb". Aber ist diese Richtung die allein Seligmachende?
Für mich steht immer noch der Mensch im Vordergrund und uns muss bewusst sein, dass es Menschen gibt, die Kohlenhydrate brauchen, andere wiederum sind besser mit Fett/Eiweiß, also Low Carb bedient. Aufdrücken einer Ernährungsform kann auf Dauer unglücklich machen.
Und jetzt bin ich gespannt auf Lesermeinungen.

Kommentare:

  1. Alexandra Hirschfelder14 Dezember, 2013

    Das Aufdrücken einer Ernährungsform macht sicher unzufrieden und führt doch nur in ganz wenigen Fällen zum Erfolg. Bei einer qualifizierten Ernährungberatung müssen wir die Empfehlungen auch individuell gestalten. Für manch einen passt die Low Carb Pyramide,für andere überhaupt nicht! Ich finde das macht eine gute Beratung aus und ich erlebe das die Patienten diese Wertschätzung auch spüren.

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  2. Ich kann nur Eines sagen: Die Leute, die bei mir zur Beratung kamen und mit meiner Pyramide Bekanntschaft gemacht haben, sind noch immer am Leben und nicht gestorben - an keiner Ernährungspyramide! Was also will der Autor mit so einer Schlagzeile erreichen? Weiß er es besser? Warum meine Patienten noch leben und ich auch? Ganz einfach! Weil Menschen, seit es Menschen gibt, Empfehlungen nicht gehorchen, sie tun, was SIE für richtig und gut halten! Es geht folglich nicht darum, Menschen auf Pyramiden zu pressen (Menschen essen nicht nach Pyramiden), sondern mit Hilfe von Ernährungsmodellen zu BERATEN. Da aber Klienten zentrierte Beratung eine Kunst ist und nichts mit Polemik oder Beserwisserei oder Empfehlungen geben zu tun hat, stimme ich Susanne und Alexandra gerne zu: "Aufdrücken jedweder Ernährungsform macht unzufrieden" beide Partien, Berater und Klient, denn Menschen sind verschieden! Und das war auch vor LOGI oder vor der DGE so. Also, wie wäre es, endlich diese Grabenkriege zu beenden und statt dessen Menschen professionelle BERATUNG angedeihen zu lassen, die nichts, aber auch gar nichts mit Gießkannenprinziip zu tun hat? Diejenigen, die solche Bücher schreiben, wissen nicht einmal ansatzweise, was in Beratungen los ist, doch scheuen sich keinesfalls den Mund aufzumachen, wenn es um Menschenwohl geht. Hybris nenne ich das.Nur, damit ändern die Menschen ihre Ernährung auch nicht, denn der Mensch is(s)t nun mal nicht vernünftig :-)

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