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Mittwoch, 22. März 2023

gelesen: "Mein wunderbares Ich"

 Was mich ausmacht und welche Rolle die Gene dabei spielen.
von Clarissa Corrêa da Silvia; erschienen im Cbj-Verlag; ISBN: 978-3-570-18061-7; Preis: 15,00€

Warum habe ich ein Kinderbuch gelesen? Ja, das Buch richtet sich an Kinder ab 10 Jahren.
Ich interessiere mich für Genetik, Epigentik und ab und zu kommt es auch mal vor, dass ich Kindern so etwas ein bisschen erklären muss, damit sie wissen warum sie gerade ticken wie sie ticken, speziell in der Pubertät. Ich habe mir gewünscht, dass ich in diesem Buch ein paar Anregungen für Erklärungen für Kinder finden kann. Also habe ich meine "Kinderbrille" aufgesetzt und mit dem Lesen begonnen.

Mein erster Gedanke war dann:

"Für dieses Thema muss sich ein Kind wirklich interessieren"

Kinder im Alter von 10 Jahren sind heute ganz anders drauf, als noch die Generation meines Kindes oder gar meine "Kindergeneration". Ich habe mit 10 Jahren noch mit Puppen gespielt. Heute sind da elektronische Spielzeuge im Vorteil und  natürlich das Smartphone. Auch diese Gerätschaften und deren Apps prägen einen Menschen, schon gar ein Kind.
Und dann noch die Epigenetik zu erklären. Ein Thema, dass noch relativ jung ist. Warum vererbt mir ein älteres Familienmitglied seine Erfahrungen z.B. aus dem Krieg?

Die Autorin hat viel Wissen in dieses Buch gepackt. Viel Wissen in viel Blocktext, was mich viel Energie kostet um weiter zu lesen.

Auflockernd fand ich ein paar Übungen, die die Leser*innen machen können. Davon kann es mehr geben.

Und das war es dann auch schon.
Wer ein Kind zuhause hat, das sich für dieses Thema interessiert, dafür ist das Buch genau das Richtige. Aber "auf blauen Dunst" würde ich das Buch nicht verschenken.

Ich stelle Euch den Link für den Blick ins Buch hier ein.
Und jetzt folgt mein Standardsatz: Mir wurde das Buch kostenfrei zur Verfügung gestellt was keinerlei Einfluss auf meine (subjektive) Meinung hat.


Die Bildrechte liegen beim Verlag.

 

Sonntag, 12. Juli 2020

gelesen: Brust bewusst

Alles über unseren fabelhaften Busen
Von Dr. med. Carmen Jochem, erschienen im Heyne- Verlag; ISBN:  978-3-453-20721-9; 
Preis: 18,00€


Was sind Eure ersten Gedanken, wenn Ihr an die weibliche Brust denkt?
Ich hatte das Buch natürlich öffentlich liegen und es wurde von Familienmitgliedern und bekannten angeschaut. 
Diese Gelegenheit habe ich genutzt und  die obengenannte Frage zu stellen.
Ich war erstaunt welche Antworten ich bekommen habe.
Natürlich ging es um das hervorstechende  Merkmal einer Frau, es wurde über die Größe diskutiert. Dessous waren auch Thema, nämlich als schöne Verpackung. Brustkrebs wurde angesprochen und erst ziemlich spät wurde das Thema  „Stillen“ angesprochen.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Durch die Brust ist uns Frauen die Möglichkeit gegeben ein kleines Wesen zu ernähren und zwar immer wohltemperiert und in der Zusammensetzung, die das Kind gerade benötigt.Wobei dies in der Öffentlichkeit ja oft nicht gerne gesehen wird, was im Buch auch thematisiert wird.
Ich weiß nicht ob die junge Frau mitliest, die mir gesagt hat: 
„ Ich stille sowieso nicht. Dadurch versaue ich mir die Brust.“ (Zitat Ende)
Dieser jungen Dame sei gesagt, dass sich die Brust schon während der 10 Monate Schwangerschaft bereits so verändert, dass sie nach der Geburt evtl. auch nicht mehr dem Schönheitsideal entsprechen würde.
Jetzt wieder zurück zum Buch.
Auf dem Klappentext steht:
 „ Für alle Busenfreundinnen, die ihren Körper besser kennenlernen möchten.“
Das vermittelt dieses Buch. Frau Jochem erklärt alles über die Brust angefangen von der Pubertät über Schwangerschaft bis hin zu den Wechseljahren.
Keiner Frau wird  das Gefühl vermittelt,  dass ihre Entscheidung z.B gegen das Stillen, falsch ist. Die Autorin überlässt die Entscheidung der Leserin. Sie vermittelt Fakten.
Credo ist immer wieder: Jede Brust ist schön!
Brusterkrankungen, die Pflege und das Abtasten der Brust, all dies wird leicht verständlich erklärt. Auch Tipps zum Kaufen eines guten BH´s gehören ins Buch.
Aber auch die Männerbrust wird thematisiert.
Für mich ein Buch, das über das Organ „Brust“ aufklärt und nicht nur auf das Schönheitsattribut, was meiner Meinung nach durch die sozialen Netzwerke falsch gezeigt wird und Frauen unter Druck setzt, da ihre Brust vermeintlich nicht dem Ideal entspricht.
Bildrechte liegen beim Verlag.
Der Link für den Blick ins Buch.


Samstag, 18. Februar 2017

"Und dann hat´s Boom gemacht"-Mutter-Tochter-Konflikt

Ein Thema, das jede Tochter- Mutter begleitet. Irgendwann knallt es halt auch mal oder auch mal öfter.
Die Tochter in der Pubertät sucht ihren Weg, Mutter hat ihn für sich gefunden und nervt das Mädel mit gut gemeinten Ratschlägen. Eine sehr explosive Geschichte, die mir auch in der Beratung begegnet.
Meist geht es darum, dass die Mutter meint, dass die Tochter zu füllig ist, zu viele Süßigkeiten isst, in ihren Augen "falsch" isst. Ganz kniffelig wird es dann, wenn die Mutter erfolgreich abgenommen hat und das für ihre Tochter auch möchte.
Gut ist auf jeden Fall, wenn jemand von außen zurate gezogen wird, jemand der den Blick von außen auf das komplette Geschehen hat und neutral urteilen kann und muss.
Ich bin selbst Mutter und weiß, dass es unheimlich schwer ist loszulassen, auch mal den Mund zu halten, wenn es darum geht, den Sprößlingen Stolpersteine zu ersparen.
Aber die "Stolpersteine" sind eigentlich das Mittel, durch dass unsere Kinder erleben und lernen. Wenn wir die aus übertriebener Sorge alle aus dem Weg räumen....?
Durch Klasse2000 habe ich in einer Klasse mithören können, wie ein Kind  folgendes erzählte:
"Meine Mama meint ich wäre zu dick. Sie hat mir jetzt Almased gekauft. Das trinke ich zweimal am Tag."
Mich hat es gegraust. Aber ungefragt einmischen, das tue ich nicht.
Andere Situation: Tochter ist ein bisschen viel füllig, Mutter eine gestandene Business-Frau, die gerade selbst erfolgreich Gewicht reduziert hat. Und dieses Konzept sollte auch auf die pubertierende Tochter projeziert werden. Die Spannung im Raum war körperlich zu spüren, auch wenn sich die Tochter erfolgreich zurückgehalten hat.
Ich kann die Sorge verstehen, wenn es um übergewichtige Kinder geht. Mobbing ist ein großes Thema. Das möchte ich jedem Kind ersparen.
Aber jedes Kilo zuviel hat einen Grund. Da muss genau hinterfragt werden. Warum wird was gegessen? Ersatz für was, Trösterchen wofür?
Und: in einem gewissen Alter brauchen die Kinder ein Polster, eine Art Reserve um zu wachsen.
Wenn es dann  doch zu viel ist, auf keinen Fall eine Diät (schon absolut garnicht in Pulverform), sondern eine Ernährungsumstellung, am besten gemeinsam mit der jungen Klientin entwickelt.
Bildrechte: S. Hagedorn