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Sonntag, 5. September 2021

Bei sich selbst ankommen

 "Ich bin bei mir angekommen" oder alternativ "Ich suche gerade nach mir selbst".
Das sind Sätze die ich oft von Frauen höre, die bei mir wegen einer Diagnose, meist Adipositas, in der Beratung sind und die im Wechselalter stecken.
Warum aber sind die Frauen, die doch bei sich angekommen sind dann bei mir in der Beratung?
Weil sie etwas für ihre Gesundheit tun möchten, sich möchten Folgeerkrankungen vermeiden, sie möchten sich selbst etwas Gutes tun.

Diejenigen, die noch nach sich selbst suchen, die sagen mir oft, dass sie das Gefühl haben sich im Laufe der Jahre verloren zu haben. Zwischen  Beruf, Familie, Haushalt sind sie auf der Strecke geblieben. In den Wechseljahren ändern sich die Verhältnisse. Die Kinder sind aus dem Haus, es bleibt mehr Zeit für sich selbst und dann geht es auch darum sich selbst etwas Gutes zu tun besonders im Bereich "Gesundheit".

Diese Frauen wissen viel, sie wissen auch genau was sie verändern müssen um ihr Ziel zu erreichen, aber es fehlt am Austausch, dem Schubser in die Richtung.
Ich schubse jetzt nicht so gerne, aber ich gebe gerne Anregungen, den Blick von außen, was veränderrt werden kann. Letztendlich verändern muss diese Frau es dann selbst. 

Als ich diesen Blogbeitrag vorbereitet habe kam bei mir der Gedanke:

"Komme ich eigentlich immer an?"

Ja, natürlich komme ich an. Aber trotzdem geht der Weg dann weiter, es kommt wieder eine Veränderung ins Leben, egal welcher Art und dann muss das Ziel wieder anders definiert werden. 

Eigentlich sind wir doch immer auf einem Weg, der beileibe nicht immer gerade ist. Dieses  "immer wieder ankommen" sind doch Etappen, die fordern, die zum Umdenken anregen.
Was will ich, was passt zu mir, was passt nicht mehr? Das kann endlos weiter geführt werden.

Das liest sich eventuell stressig, aber jede Herausforderung hält geistig fit. Es ist zeitweise wirklich anstrengend, weil es gerade mal bergauf geht, aber irgendwann ist dann die Spitze auch erreicht und es geht wieder abwärts.
Um Struktur in sein Leben zu bekommen biete ich immer gerne das Persönlichkeitspanorama an. Es ist eine Zeit, die Ihr mit Euch selbst und mit meiner Begleitung verbingen könnt.  Einen Flyer zum Download findet Ihr hier.

Ich wünsche Euch allen einen stressfreien Sonntag und genießt die Sonne soweit möglich.



Bild von Vinson Tan ( 楊 祖 武 ) auf Pixabay

Dienstag, 14. April 2020

Wie geht es Dir eigentlich gerade beruflich?

Karfreitag bekam ich eine Mail von einer internetten Bekannten, mit der ich immer mal wieder Kontakt habe. Wir tauschen uns dann über die Themen, die uns gerade beschäftigen aus. Das geht auch per Mail sehr intensiv, wenn man am anderen Ende der Leitung einen Mensch sitzen hat, der ähnlich tickt wie man selbst.
Diesen Kontakt schätze ich sehr,auch wenn wir uns im realen Leben noch nie getroffen haben.

Sie hat natürlich mitbekommen, dass die Lage in einigen Branchen nicht so gut ist und aus diesem Grund hat sie mir auch die Frage gestellt.

Dadurch, dass eine Krankenkasse,für die ich als Honorarkraft arbeite, ihre Türen für den Kundenverkehr geschossen hat, kommen aus dieser Ecke im Moment keine Beratungsaufträge.
Ich habe die Erlaubnis, telefonisch und via Internet zu beraten, aber mir wurde quasi untersagt die Versicherten face-toface zu beraten.Es geht um die Unterbrechung der Infektionskette.

Auch sonst haben viele Menschen gerade andere Probleme als sich um das bestehende Übergewicht oder leichte Bauchschmerzen zu kümmern.
Ich biete natürlich auch die andere Art der Beratung an,da ich gerade nicht zu den Klienten nach Hause fahre und ich eben nicht weiß, ob ich Hygienevorschriften eingehalten werden können, wie sie vorgeschrieben sind. Das heißt jetzt nicht, dass ich diese Menschen für verantwortungslos halte, nein. Ich habe aber einen alten Menschen im Haus wohnen und dafür trage ich auch Verantwortung.
Ich fand einen Satz sehr schön, den ein potentieller Klient mir am Telefon gesagt hat:
                       "Ich warte gerne auf  Sie, bis Sie mich wieder persönlich beraten."

Wie geht es mir aber in dieser Situation?
Ich habe mich gerade damit arrangiert, wobei ich mich wieder sehr auf meine Arbeit freue. Ich bin auch nicht arbeitslos und Langeweile schiebe ich auch nicht.
Ich bin jetzt als Kursleiterin für die Darmkonzepte zertifiziert, d.h. "nach Corona" werde ich damit beginnen. "Zertifiziert" bedeutet, dass es bei Teilnahme Zuschüsse durch die Krankenkasse gibt.
Im Moment nutze ich die Zeit mich mit den Inhalten zu beschäftigen.
Für alle Neugierigen hier in meinem Umfeld: die Kurse werden in Reken hier stattfinden.
In Coesfeld steht auch noch ein Gespräch an. Das ist auf die Zeit"nach Corona" verschoben.
Wer Interesse an diesen Kursen hat, darf sich natürlich gerne bei mir melden. Ich kann eine Interessentenliste anlegen, so dass diejenigen dann als erste informiert werden, wenn Termine feststehen.

Und dann habe ich für ich klar, wie ich die Wechseljahreberatung mit meiner Grundprofession zusammenbringe. Dazu habe ich Infos auf meiner Website hinterlegt.

Ich habe gerade die nötige Ruhe um Bücher zu lesen, die ich Euch hier gerne vorstellen möchte.

Meine tägliche Struktur hat sich verändert. Ich genieße tägliche Spaziergänge. Es ist zwar immer die gleiche Runde, aber gerade jetzt gibt es täglich etwas Neues zu entdecken und es hat etwas Meditatives in der Ruhe der Natur einfach nur zu laufen.

Nein, Langeweile geht anders. Mir geht es gut.
Trotzdem weiß ich, dass es anderen Kolleg*Innen nicht so gut geht. Sie können nicht so entspannt mit dieser Situation umgehen wie ich. Wenn Ihr also eine Beratung benötigt, dann nutzt die Möglichkeit Euch von Profis beraten zu lassen und zieht Euer Wissen nicht aus Sendungen wie "Die Ernährungs- Docs" oder ganz schlimm: diese selbst ernannten Ernährungs-Coaches, die sich bei Instagram und YouTube tummeln.

Wie es für mich arbeitstechnisch weitergeht entscheide ich, wenn ich weiß, was uns am 19.4. empfohlen und wie sich dann die Zahlen entwickeln.
Bleibt alle gesund!





Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Sonntag, 27. Oktober 2019

Wünsche bzw. Erwartungen von Frauen....


Wer mein Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich mich zur Wechseljahreberaterin weitergebildet habe.
Seit Monaten rotieren jetzt Gedanken in meinem Kopf wie ich das am besten kommunizieren kann. Das Thema ist nämlich "größer" als zuvor gedacht.
Was liegt da näher als Euch, meine Leser/Innen selbst zu fragen. 

Ich bin gerade doch bei der Überschrift „Frauengesundheit“ angekommen, wobei ich die Themen „Schwangerschaft und Stillzeit“ bewusst ausklammern möchte, da ich selbst aus dieser Thematik raus bin. 
Bedienen kann ich das natürlich, aber mir geht es eher um die Frauen 35/40+.Wobei diese ja auch noch schwanger werden können. Hmmm?
Dennoch  habe ich das Gefühl, dass bei dieser Altersklasse  vieles durchs Raster fällt.
Natürlich möchte ich beraten und informieren zu Gewichtszunahme, Knochengesundheit und Darmgesundheit.
Aber ich möchte auch das neue Wissen zu den Wechseljahren vermitteln.
Jetzt kommt Ihr ins Spiel.
Was wünscht Ihr Euch? Sind die angesprochenen Themen ausreichend oder fehlt Euch etwas?

Reicht Euch ein Navigationspunkt auf meiner jetzigen Homepage oder wäre  Euch eine komplett neue Homepage mit einem neuen Logo lieber?   
Verlinkungen von hier nach da sind ja immer möglich.
Bei mir hakt es gerade auch an meiner Bezeichnung. Mit meinem Berufsnamen „Diätassistentin“  ist klar definiert, was ich mache.
Bin ich dann „Beraterin für….“ ? Das gefällt mir einfach nicht.Ist irgendwie so sperrig. ;-)
Wer Lust auf ein gemeinsames Brainstormen hat, darf gerne seine konstruktiven Ideen, Gedanken, auch Gedankenblitze als Kommentar, als persönliche Nachricht oder per Mail schicken. Es gibt so viele Möglichkeiten in Kontakt zu kommen.
Bitte nicht  missverstehen: Ich möchte keinen Ideenklau betreiben. Ich möchte einfach, dass ich auf Dauer die Themen bedienen  kann, die wirklich von Interesse sind.
 
Und natürlich habe ich mir bereits selbst Gedanken gemacht, was sinnvoll  ist, mit welchen „Werkzeugen“ ich arbeiten möchte. Vielleicht bestätigt Ihr mich ja mit euren Ideen .

 Damit Ihr jetzt auch etwas davon habt habe ich mir gerade überlegt, dass jede/r, (Männer will ich nicht ausschließen), der mir ein Stichwort, einen kleinen Kommentar liefert etc.  (konstruktiv sollte es aber schon sein) mit Namen in einen Lostop wandert und ich lasse  am 30.November 2019 ziehen. Diese Person bekommt von mir ein Wohlfühlpäckchen.
Ich bin total gespannt und freue mich auch drauf. 
 # unbezahlte Werbung, da das Buch zu kaufen ist.

Sonntag, 18. August 2019

Wechseljahreberatung


Ich kann mich schon seit Mai diesen Jahres „Wechseljahreberaterin“ nennen, wobei dies keine geschützte Berufsbezeichnung ist. In den Niederlanden und in der Schweiz ist man da schon etwas weiter.
Normalerweise schreibe ich recht zeitnah, wenn ich eine Fort- oder Weiterbildung besucht habe, aber in diesem Fall musste sich noch etwas setzen, da musste noch etwas reifen und ganz fertig bin ich mit diesem Prozess nicht.
Schon vor 20 Jahren hat mich iese Weiterbildung bei BrigitteHieronimus gereizt, aber damals war die Zeit noch nicht richtig. Ich war noch zu jung.
Im Vorfeld dieser Weiterbildung habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie ich diese Thematik mit meinem Beruf gekoppelt bekomme. 
Es gibt ja ausreichend Ernährungsthemen, die in den Wechseljahren wichtig sind: Osteoporose, Gewichtszunahme, Herz- und Darmgesundheit...
Dazu hatte ich mir bereits Gedanken gemacht, auch um ein Kurskonzept bei der Zentralen Prüfstelle  Prävention einzureichen. Das ist jetzt daran gescheitert, dass ich zu jedem Thema ein eigenes Konzept hätte erstellen müssen, was im Grunde genommen kein Problem gewesen wäre.
In mir sträubt sich aber etwas dagegen Frauen die sich in dieser Lebensphase befinden vier oder mehr abgeschlossen Kurse anzubieten, wenn ich das alles in einen Kurs besprechen kann. Das wird dann als Selbstzahlerleistung ohne Zuschüsse durch die Krankenkasse laufen.
Zwei Tage mit Frau Hieronimus haben mir dann auch gezeigt, dass die Wechseljahre ein durchaus komplexes Thema sind, dass nicht so mal eben nebenbei bearbeitet werden kann. Ich habe so viele Werkzeuge mit auf den Weg bekommen und wenn es in Form von Fragen ist, dass das nicht mal eben so nebenbei beraten werden kann. 
Ich muss da meine Komfortzone verlassen und anders denken, wobei mir meine Berufserfahrung natürlich zu Gute kommt.
Biografiearbeit- großes Thema, interessantes Thema.
Das ist z.B. auch eine Thematik, die ich mit in die Ernährungsberatung nehmen kann, wobei das Übung benötigt. Daran arbeite ich mittlerweile, zum Teil auch erst einmal für mich.
Ich bin immer noch dabei, das Erlebte zu ordnen, z.B. auch Vorträge dazu zu erstellen, die ich immer wieder mal umarbeite, weil es noch nicht rund ist.
Was ich auch weitergeben möchte: 
Wechseljahreberatung sollten nur Frauen anbieten, die sie bereits durchlebt haben oder gerade durchleben. 
Wer das allein auf das Thema „Ernährung“, wie oben beschrieben, reduzieren möchte, dem bleibt das natürlich unbenommen. 
Aber dies ist für mich keine Wechseljahreberatung indem Sinn, wie ich sie kennenlernen durfte.
Danke an Brigitte Hieronimus für die Zeit und für die Erfahrungen, die ich auch über ich machen konnte.


Bild von Gerd Altmann auf Pixabay