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Donnerstag, 5. Juli 2012

Vortrag zum Thema Lipödem

Gestern abend war ich eingeladen in einer SHG einen Vortrag  zum Thema Lipödem zu halten. Wer mich kennt, der weiß, dass Frontalvorträge so absolut nicht mein Ding sind. Ich halte es meist so: Kurzer Impulsvortrag und dann in den Austausch.
Was mir gestern wieder bewusst geworden ist: Diese Frauen tragen ein Problem mit sich herum, dass in der Öffentlichkeit als Dicksein oder sogar Adipositas gesehen wird, was es aber nicht ist. Es ist eine Krankheit bei dem die Fettzellen krankhaft verändert sind. Die Damen können nichts dafür. Ich würde behaupten: Ganz im Gegenteil: Bis es zur Diagnosestellung kam, sind teilweise Jahre verstrichen und immer kam der Hinweis: "Nehmen Sie ab." Das funktioniert aber nicht so einfach und so sind sie von einer Jojofalle in die nächste getappt.
Was das Thema Diäten angeht: Ich musste nicht viel erzählen.
Bei mir ging es dann letztendlich darum, sich selbst  etwas Gutes zu tun (auch beim essen) und lernen sich mit der Krankheit zu akzeptieren.
Ich weiß, das ist nicht leicht und ich habe gut reden. Aber ich hatte das Gefühl in den fast 2,5 Stunden etwas angestoßen zu haben, Betroffene in ihrer Meinung bestätigt zu haben.
Für mich war es ein schöner Abend. Und wer sich für die Selbsthilfegruppe in Borken interessiert, der findet hier weitere Infos.
Logo der SHG Hautnah


1 Kommentar:

  1. Marianne Reiß05 Juli, 2012

    Wie gut, dass sie mit Dir an eine Fachkraft mit jeder Menge Wissen und vor allem Empathie geraten sind. Wir müssen unbedingt auf breiter Front dagegen angehen, dass alles, was nicht ins BMI-Gardemaß passt, mit der lapidaren Aufforderung einfach abzunehmen quittiert wird. Das Lipödem ist eine Besonderheit. In der Regel hat überflüssiges Fettgewebe eine wichtige Funktion. Und wenn wir die nicht begreifen in jedem einzelnen Fall und an den Ursachen arbeiten, dann ist der "Griff nach dem Teller" eher schädlich als nützlich. Marianne Reiß

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