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Freitag, 2. Oktober 2015

Bitte fragen Sie mich!

In der Allergie konkret , der Mitgliederzeitschrift des DAAB.e.V. steht ein sehr informativer Artikel mit der Überschrift "Ernährungsfachkraft gesucht- Auf Qualifikation achten."
In diesem Beitrag wird gut erklärt, wie man zu einer qualifizierten Ernährungsberatung kommt.
Es geht dabei um Qualitätskriterien, die wichtig sind um sich "...von unseriösen Anbietern abzugrenzen..." , aber auch um Zuschüsse von den Krankenkassen zu bekommen.
Immer noch nicht ist die Berufsbezeichnung "Ernährungsberater " geschützt.
Ernährungs- oder Diättherapie= Beratung bei Erkrankung
Ernährungsberatung= präventive Beratung, d.h. es liegt noch keine Erkrankung vor.
Die Therapie darf nur von qualifizierten, zertifizierten Diätassistenten und Oecotrophologen durchgeführt werden. Eine Notwendigkeitsbescheinigung des Arztes( was sein Budget nicht belastet) sollte vorliegen.
Warum ich das mal wieder zum Thema mache? Beispiele aus meiner Arbeit oder aus der Arbeit von Kolleginnen.
Obwohl die Anbieterqualifikation seitens vieler Krankenkassen jetzt geprüft werden, scheint es immer noch Karteileichen zu geben.
Erlebnis einer Kollegin: Beratung bei Nahrungsmittelunverträglichkeit, hier Fruktosemalabsorption(FM), (diagnostiziert durch einen Gastroenterologen). Vor ihr hatte ein sog. Ernährungsberater eine Beratung durchgeführt.
Ergebnis: seit einem halben Jahr aß der Klient nur Bananen, süßte mit Traubenzucker und fühlte sich doch ziemlich eingeschränkt. Die Familie ebenfalls. Das Kochen der zwei Töpfe...
Das ist nicht der Sinn einer solchen Beratung. Es muss wieder ein Kostaufbau stattfinden, die individuelle Toleranzgrenze muss ermittel werden uvm. In diesem Fall hätte es dazu kommen können,dass der Darm keinen Fruchtzucker mehr verträgt, weil er sich an die kleine Menge gewöhnt hat.
Was ich mit diesem Beitrag vermitteln möchte: Bitte fragt nach Beruf und Zertifikat. Fragt nach Berufserfahrung, fragt nach, ob Eure Problematik Schwerpunkt der Ernährungsfachkraft ist.
Ich berate nicht alles. Aber ich kenne Kolleginnen, an die ich dann weiter verweisen kann.
Mir ist durchaus bewusst, dass es Preisunterschiede gibt, aber die haben einen Grund.
Wenn es um Gesundheit geht, dann sollte jeder für sich wissen, was diese wert ist.



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