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Dienstag, 1. April 2014

gelesen: "Der Ernährungsratgeber für ein gesundes Herz"

Alles was Sie über herzgesunde Lebensmittel wissen müssen. ISBN: 978-3-89993-744-2
Preis: 19,95€
Wenn Ihr in einem Buch einen Text der Lektorin findet, der folgendermaßen lautet:
"...Falls Sie Anmerkungen zu diesem Buch haben, sei es, dass Sie Lob oder konstruktive Kritik loswerden möchten, oder wenn Sie eine Unstimmigkeit entdeckt haben sollten, so freue ich mich, wenn Sie mir schreiben."
Für mich liest sich das unsicher und solch ein Buch durchforste ich dann möglichst intensiv.
Das Buch, das sich an Betroffene richtet, ist sehr umfangreich, speziell der Teil  über sekundäre Pflanzenstoffe. Seitenweise Infos, mir hätte da eine gut gemachte Tabelle besser gefallen, auch um die Übersicht zu behalten.
Dann die Stiftung Warentest als Quelle für z.B. "Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins für Herzinfarkt."
Diese "Quelle" kommt nicht nur ein Mal vor, sondern mehrere Male.
Ist das wirklich seriös für einen Ratgeber zu solch einem Gesundheitsthema oder denke ich zu kleinkariert? Es gibt bestimmt wissenschaftliche Studien, die ein besseres Bild hergeben würden. Ist natürlich mehr Arbeit entsprechende Studien zu suchen, zu lesen und auf Wahrhaftigkeit zu prüfen.
Auf Seite 39 finde ich einen Absatz zum Nahrungscholesterin. Da habe ich direkt ein Problem mit der Reihenfolge.
Als allererste Quelle für Nahrungscholesterin werden Milch und Milchprodukte, dann Fleisch und Fleischerzeugnisse.Wer sich auf den Seiten der Deutschen Lipidliga umschaut, der sieht, dass es erst ums Fleissh geht und dann unter ferner liefen erst um Milch und deren Produkte.
Der Satz "...Bei Milchprodukten ist Cholesterin ein direkter Fettbegleitstoff..."   Bitte, nicht nur bei Milchprodukten, bei allen tierischen Lebensmitteln ist Cholesterin ein direkter Fettbegleitstoff.
Auf Seite 43 geht es dann um natürliche Süßstoffe als gesunde Alternative. Werbung wird gemacht für einen Stoff namens Rubusosid (Herstellung aus den Blättern der süßen chinesischen Brombeere) mit Quelle, wo es käuflich zu erwerben ist.
Nach dem Hype um Stevia wünsche ich mir eine Angabe ob dieses Süßungsmittel  EU-weit zugelassen ist.
Es geht dann noch um weitere Inhaltsstoffe mit herzgesunder Wirkung.
Formulierungen wie:
... man sagt oder
...man konnte oder
.... als Ursache vermutet man...
machen mich nicht sicherer ob das Geschriebene stimmt. Alles mehr als schwammig formuliert.
Nun noch zum Rezeptteil:
Wenn ich an meine Klientel denke (ich lebe und arbeite im Münsterland auf dem "platten Land"), dann sind mir einige Rezepte zu exotisch.
Die Rezepte für Brote und Süßspeisen gefallen mir dann wieder gut.
So ganz glücklich bin ich mit diesem Buch nicht und ich hoffe dass die Lektorin vom Anfang des Beitrags ein paar Anregungen für sich und die Autorin findet.

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