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Mittwoch, 10. Juni 2015

Wenn sich alles um Punkte dreht

Immer wieder habe ich Menschen in der Beratung, die schon mal mit dem Programm von Weight Watchers abgenommen haben und dann trotzdem in der Individualberatung, nämlich bei mir, landen.
Zuallererst: Ich finde das Konzept nicht schlecht und wer den Gruppendruck braucht, der soll sich gerne öffentlich wiegen lassen.
Das Programm entwickelt sich immer weiter, mittlerweile kann auch online teilgenommen werden, ob Low Carb oder Low Fat, alles ist wohl möglich.
Aber es dreht sich immer noch um Punkte, mittlerweile heißen sie wohl Propoints.
Wenn ich Menschen mit Weight Watchers- Vergangenheit in der Beratung habe, dann weiß ich, dass sie fit sind, was Kochen angeht, dass sie Rezepte kennen, aber es dreht sich alles um diese Punkte. Das scheint ein Hamsterrad zu sein. 
"Wenn ich XY esse, dann habe ich X Punkte verbraucht, aber ich möchte ja noch AB essen, also wird aus XY nichts oder aber ich muss mich xy Minuten bewegen, dann habe ich die Punkte wieder raus." (Ich hoffe, man kann mir folgen)
Was hat das mit GENUSS zu tun? Alles, worauf ich Lust habe erst in Punkte umzurechnen um dann zu entscheiden ob das gegessen wird oder nicht?
Jede/r soll nach seiner Facon selig werden und ich bin ganz ehrlich: Ich hätte auch gerne solch ein Konzept erfunden, denn die Dame, die Weight Watchers gegründet hat muss sich um ihre Zukunkt keine Sorgen machen.
Aber es ist nun mal nicht so, also berate ich meine Klienten so, dass es in ihren Alltag passt, dass der Genuss nicht zu kurz kommt. Dazu habe ich viele Dinge gelernt, erfahren und das setze ich ein.Und das funktioniert auch ohne Punkte. :-)

Bildquellenangabe: birgitH  / pixelio.de

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