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Montag, 16. April 2012

gesehen: Samstags-Dokumentation:"Diätlügen..."

Gestern Abend auf VOX eine Pflichtsendung für alle, die sich mit dem Thema Essen und Ernährung auseinandersetzen.
Zum Nach-schauen die Links zu Teil 1 , Teil 2 und Teil 3
Für mich eine gelungene Sendung, die auf sachlicher Basis aber auch mit einem Augenzwinkern erklärt hat, was gerade auf dem großen Markt der Diäten gerade so abläuft.
Schockierend die Angabe, dass auf dem Diätmarkt anscheinend genauso viel Geld kursiert wie für die Rüstungsindustrie. Gut, es kann vielleicht ja auch wörtlich genommen werden:
"Ich stehe mit meinem Gewicht auf Kriegsfuß." Nein, Scherz, beiseite.
Die Sendung hat niemanden an den Pranger gestellt. Prominente mit diverser Diätenkarriere haben über ihre Erfahrungen berichtet ( das muss halt so sein, auch, dass Christine Neubauer immer wieder erklärt, wie wichtig das Weight Watchers-Programm für sie war).
Im Grunde genommen muss es um eine Ernährungsumstellung gehen und der Körper nimmt es einfach übel, wenn er zu wenig guten Treibstoff bekommt. Das wurde am Beispiel der Dame deutlich, die erst die Kohlsuppen-Diät gut abgenommen hat und sich  dann sich 2 Wochen an "Schlank im Schlaf"orientiert hat.
Nach der Kohlsuppen-Diät hatte sie zwar an Gewicht und Bauchumfang abgenommen, aber auch wertvolle Muskelmasse. Diese Muskelmasse hatte sich nach 6 Wochen  zwar wieder etwas erholt, war aber immer noch nicht wieder am Ausgangspunkt. Das sollte nachdenklich machen.
Bei einer Diät sollte nie Muskelmasse verloren gehen, also keine Radikalkuren.
Die Forschungen am Nabelschnurblut und der Darmflora: Interessant, aber halt noch nicht einsatzfähig.
Für mich war folgender Satz (sinngemäß) ein tolles Fazit:
" Ich fühle mich wohl so wie ich bin nur andere tun es wahrscheinlich nicht..... Wenn dieser Druck genommen würde, dann würde sich das Ess-Verhalten wahrscheinlich ändern und ich würde abnehmen weil sich im Kopf dann auch so Einiges tut."
Also: Kopf einschalten bevor der nächste Diätratgeber ins Bücherregal wandert.

1 Kommentar:

  1. Christine Stallinger17 April, 2012

    Ja, liebe Susanne, ich habe diese relativ ausgewogenen Sendungen auch gesehen,u.a. auch den Rückblick der "Schönheitsideale", historische Vergleiche:früher und nach dem Krieg waren Pfunde Zeichen des Wohlstandes.Sicher, beginnend mit dem Thema Darmflora muss noch geklärt und akzeptiert werden, dass es auch Faktoren neben dem Essverhalten gibt, die unterschiedliche Verarbeitung von Nahrungsmitteln bedingen. Ich klammere hier mal die Betrügereien der Lebensmittel-Industrie (Welch widersprüchliches Wort) aus.Hinzu kommt, den Menschen wieder in seiner figürlichen Normalität wahrzunehmen. Insofern stimme ich deinem Fazit absolut zu.

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